Unterstützung in Datteln

Bombenentschärfung: Einsatz für Retter aus Herten, Marl und Haltern endet früher als gedacht

Wegen einer Bombenentschärfung rücken Rettungskräfte der Hilfsorganisationen aus Herten, Marl und Haltern am See zum Großeinsatz aus. Doch dieser endet früher als gedacht.
Die Fahrzeuge und Einsatzkräfte des Patiententransportzugs aus dem Kreis Recklinghausen halten sich für die Evakuierung bereit.
Die Fahrzeuge und Einsatzkräfte des Patiententransportzugs aus dem Kreis Recklinghausen halten sich für die Evakuierung bereit. © DRK Herten

Update Samstag 11.40 Uhr:

Der Patiententransportzug (PTZ10) des Kreises Recklinghausen mit Einsatzfahrzeugen und Rettungskräften aus Herten, Marl und Haltern am See ist am Samstagmorgen nach Datteln ausgerückt. Dort traf man auf den ebenfalls alarmierten Patiententransportzug des Kreises Coesfeld.

Bombe hat keinen Zünder

Etwa um 10 Uhr kam dann die vorläufige Entwarnung: Der gefundene Blindgänger hat keinen Zünder. Dennoch mussten die Einsatzkräfte in Bereitschaft bleiben. Denn die unter eine Garage liegende Bombe war schwer zu bergen. Im ungünstigsten Fall hätte sie kontrolliert gesprengt werden müssen.

Die Patiententransportzüge der Kreise Recklinghausen und Coesfeld.
Die Einsatzkräfte des Patiententransportzugs (PTZ) aus dem Kreis Recklinghausen treffen in Datteln auf den PTZ des Kreises Coesfeld. © DRK Herten

Um 10.35 Uhr kam dann die gute Nachricht: Eine Bergung der Bombe ist ist möglich. Während die Einsatzkräfte aus Coesfeld schon wieder abrückten, führten die Kräfte aus dem Kreis RE noch einige Rücktransporte zur Dattelner Kinderklinik durch und machten sich dann ebenfalls auf den Heimweg.

Unser Bericht von Freitag, 16.05 Uhr:

Der Einsatzort wird sich am Samstag, 13. August, in Datteln befinden. Dort wird am Morgen ein sogenannter Verdachtspunkt freigelegt, an dem ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg vermutet wird. Bestätigt sich diese Befürchtung – wie schon so oft in Datteln – beginnt der Großeinsatz.

Der Hertener DRK-Vorstand Ralph Hoffert sitzt im Einsatzleitwagen.
Der Hertener DRK-Vorstand Ralph Hoffert koordiniert im Einsatzleitwagen die Evakuierungsaktivitäten. © Jörg Gutzeit

„Immerhin sind 100 Bewohner des Ida-Noll-Seniorenzentrums in andere Seniorenzentren zu verlegen und nach einer Entschärfung wieder zurück zu fahren, und das bei den momentan herrschenden Temperaturen“, erklärt der Hertener DRK-Vorstand Ralph Hoffert, der die Evakuierungsaktivitäten koordinieren wird. „Ein Kraftakt für die Helfer, aber auch für die Bewohner.“

18 Einsatzfahrzeuge rücken aus

Aus Herten rücken ein Rettungswagen, zwei Krankentransportwagen, ein Behindertentransportwagen und ein Einsatzleitwagen aus. Vor Ort bildet das Hertener DRK dann gemeinsam mit dem Roten Kreuz und dem Malteser Hilfsdienst aus Haltern am See sowie dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Marl den sogenannten Patiententransportzug (PTZ) 10. Dieser ist in der Lage, mindestens zehn Menschen auf einmal in Sicherheit zu bringen. Insgesamt umfasst der Zug dann drei Rettungswagen, acht Krankentransportwagen, sechs Behindertentransportwagen und einen Einsatzleitwagen.

„Die Vorbereitungsarbeiten laufen schon seit Tagen,“ berichtet Ralph Hoffert. „Natürlich kann es auch passieren, dass der Verdachtspunkt nach der Freilegung gar kein Blindgänger ist, dann war die Vorarbeit umsonst“, so Hoffert weiter. „Aber eigentlich wäre das natürlich wünschenswert.“

Die Gesamteinsatzleitung habe die Feuerwehr Datteln, so Hoffert: „Man kennt sich gut von den vergangenen Evakuierungen, so wird alles Hand in Hand laufen.“ Überhaupt sind Evakuierungen eine gewisse Routine für die Einsatzkräfte des PTZ10. Zuletzt waren sie am 23. Juni 2022 zu einer Bombenentschärfung nach Herne ausgerückt.

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