Trotz aktuell niedriger Zahlen auf den Stationen

Corona-Fälle: Hertener Krankenhäuser erwarten Anstieg

Noch Anfang Mai belegten Covid-19-Patienten zahlreiche Betten auf den Intensivstationen der Hertener Krankenhäuser. Aktuell ist das nicht so, dennoch gibt es bei Weitem keine Entwarnung.
Momentan wird nur ein Covid-19-Patient in Herten auf einer Intensivstation behandelt.
Momentan wird nur ein Covid-19-Patient in Herten auf einer Intensivstation behandelt. © dpa

Es ist gerade einmal drei Monate her, da registrierte das Informationssystem Gefahrenabwehr NRW in Krankenhäusern des Kreises Recklinghausen 138 Covid-19-Patienten in stationärer Behandlung, 38 davon lagen auf einer Intensivstation.

In Herten befanden sich zu diesem Zeitpunkt im Gertrudis-Hospital acht Covid-Patienten in Behandlung, drei davon auf der Intensivstation. Mit insgesamt sieben Patienten war die Intensivstation im Gertrudis voll ausgelastet.

Von den elf Betten, die im St.-Elisabeth-Hospital auf der Intensivstation zur Verfügung stehen, waren damals neun belegt, drei davon mit Covid-19-Patienten.

Momentan hat sich zumindest bei den Corona-Patienten die Lage entspannt. Im Gertrudis-Hospital ist aktuell (Stand: Freitag, 13. August, 9 Uhr) ein Covid-Patient in stationärer Behandlung. Auf der Intensivstation ist eins der sieben Betten mit einem Patienten belegt, der eine andere Erkrankung hat.

Im Elisabeth-Hospital sehen die Zahlen ähnlich aus: Zwei Patienten sind dort wegen des Coronavirus in Behandlung. Beide liegen aber nicht auf der Intensivstation, heißt es auf Nachfrage der Hertener Allgemeinen. Insgesamt seien acht der elf Betten der Intensivstation des St.-Elisabeth-Hospitals mit anderen Krankheitsfällen belegt.

Reiserückkehrer mit Delta-Variante infiziert

Laut Dr. Michael Schulte-Hermes, Chefarzt der Kardiologie im Recklinghäuser Prosper-Hospital, mit dem das Elisabeth-Hospital einen Verbund bildet, handelt es sich bei den aktuellen Fällen primär um Reiserückkehrer, die nicht geimpft waren und sich im Urlaub mit der Delta-Variante infiziert haben.

Daher richtet er – genauso wie seine Kollegen im Gertrudis-Hospital – nochmals den dringenden Appell an alle Menschen, die noch nicht geimpft sind, dies zeitnah nachzuholen. Laut Dr. Schulte-Hermes befände man sich mit Blick auf die nächsten Wochen bereits in der vierten Welle, die aber aufgrund der Impfungen im Vergleich zur zweiten und dritten Welle nicht so hart werden würde, was die schweren Verläufe betrifft.

“Wir sind gut vorbereitet“

Auch im gesamten Kreis sind die Zahlen deutlich zurückgegangen. Am Freitag (13.8.) wurden in allen Kreis-Krankenhäusern elf Covid-19-Patienten behandelt, drei davon liegen auf einer Intensivstation.

Dennoch heißt es aus beiden Häusern, dass man allein aufgrund der Reiserückkehrer mit einer höheren Anzahl von Covid-Patienten rechne. „Wir sind hier aber gut vorbereitet, gerade auch aufgrund der Erfahrungen aus der zweiten und dritten Welle“, heißt es dazu in einer Stellungnahme des Gertrudis-Hospitals.

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