Corona in Herten: Infektionszahlen sind im Sinkflug – eine Sorge aber bleibt

Redakteur
Ein Coronatest bei einer Frau wird gemacht.  (Symbolfoto)
Die Corona-Zahlen in Herten und im gesamten Kreis Recklinghausen zeigen einen weiteren Abwärtstrend. (Symbolfoto) © picture alliance/dpa
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In seiner Wochenbilanz für den Kreis Recklinghausen weist das Kreisgesundheitsamt keine weiteren Todesfälle aus. Das letzte Mal, dass binnen einer Woche in keiner der zehn Städte Verstorbene in Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert wurden, war am 8. Juli. Die Gesamtzahl für Herten seit Beginn der Pandemie liegt damit weiter bei 176. Im gesamten Kreis RE sind bisher 1475 Menschen an oder mit Covid-19 verstorben.

Bei den aktuellen Angaben zu Neuinfizierten bleibt aber beim Kreisgesundheitsamt die Sorge, dass sie die Lage nicht vollständig abbilden: Nach wie vor geht die Behörde von einer hohen Dunkelziffer aus – weil Personen entweder symptomlos sind oder sich bei leichten Erkrankungsanzeichen nicht mehr beim Arzt melden.

Laut offizieller Statistik steckten sich in Herten in den vergangenen sieben Tagen 125 Menschen mit dem SarS-CoV-2-Virus an – das waren 29 weniger als noch vor Wochenfrist (154). Die Sieben-Tage-Inzidenz sank auf 202,1 – ein Minus von 46,8 Punkten im Vergleich zu letztem Freitag (2.9.).

Unsere Stadt ist damit kreisweit im Mittelfeld (Platz 5) und noch unter dem Kreis-Durchschnitt von 223,1 (-45,8). Am höchsten ist die Inzidenz derzeit in Gladbeck (304,6), am niedrigsten in Oer-Erkenschwick (139,5).

Die Patienten-Kurve in den Krankenhäusern des Kreises zeigte in dieser Woche wieder nach oben. Es wurden vom 5. bis 9. September dort 76 Patienten aufgenommen – nach 52 in der Vorwoche (+24). Davon wurden 2 bis 6 (täglich schwankend) auf den Intensivstationen behandelt (Vorwoche: 2 bis 7).

Die Inzidenzen der Nachbarstädte:

Recklinghausen: 227,6 (Vorwoche: 283,6 / -56)

Marl: 201,6 (Vorwoche: 265,7 / -64,1)

Gelsenkirchen: 252,0 (Vorwoche: 277,1 / -25,1)

Herne: 281,6 (Vorwoche: 378,5 / -96,9)