Stellungnahme

Corona in Herten: SPD stellt Forderungen an Bürgermeister Müller

Seit Wochen ist die Inzidenz in Herten höher als in anderen Kreis-Städten. Das hat zu Diskussionen geführt. Jetzt schlägt die SPD Maßnahmen vor und stellt Forderungen an den Bürgermeister.
Schilder wie dieses in der Hertener Innenstadt forderte die SPD laut ihrer eigenen Aussage schon im Oktober 2020. © Daniel Maiß

Die Vorsitzende der Hertener SPD, Dr. Babette Nieder, und der SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Prinz fordern von der Stadtverwaltung „mehr Einsatz gegen Corona in Herten“. Laut der Partei habe man bereits im Oktober 2020 in der Hertener Allgemeinen Zeitung dazu aufgefordert, in Herten besser aufzuklären und dafür zu sorgen, dass Schilder mit der Aufforderung zum Tragen von Masken zumindest in der Fußgängerzone aufgestellt werden.

Maßnahmen hätten nicht die erwünschten Ziele erreicht

Mehr als ein Jahr später ist Herten überwiegend Schlusslicht im Vest bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie mit einer Inzidenz, die mehr als doppelt so hoch ist, wie der Kreisdurchschnitt und mit einer hohen Zahl von Verstorbenen, konstatiert die SPD in ihrer Stellungnahme.

Die bisherigen Maßnahmen hätten nachweislich nicht die gewünschten Ziele erreicht, deswegen müssten weitreichendere Maßnahmen her.

Gesundheitlichen Schaden von den Menschen in Herten abwenden

Dass Bürgermeister Matthias Müller in der Fußgängerzone Rede und Antwort gestanden hat, begrüßt die Partei, macht aber auch deutlich, dass dies keine zusätzlichen Maßnahmen ersetze, die von der Verwaltungsführung getroffen und umgesetzt werden müssen. Man müsse „von der Feststellphase in die Abstellphase kommen“, denn es gehe darum, gesundheitlichen Schaden von den Menschen abzuwenden.

Die SPD regt in diesem Zusammenhang an, in Quartieren mit einer hohen Bevölkerungsdichte zusätzliche Impfmöglichkeiten anzubieten. Viele Menschen hätten keinen Hausarzt und tun sich auch mit der Anmeldung im Impfzentrum schwer. „Andere Städte machen gute Erfahrungen mit Schwerpunktimpfungen“, so Thomas Prinz.

Großflächige Plakate in Herne

Auch wenn es sich um eine Kompetenz des Kreises handelt, müsse Matthias Müller entsprechende Maßnahmen einfordern, denn eine niedrigere Inzidenz in Herten bringe auch mehr Sicherheit und mehr Freiheit für den ganzen Kreis. Babette Nieder: „Wir halten es für wichtig, gerade jetzt, wo die Menschen sich über mehr Begegnung freuen, zum Impfen aufzufordern und weiter Abstand zu halten. Unsere Nachbarstadt Herne hat beispielsweise zur Aufklärung großflächige Plakate an wichtigen Straßen der Stadt angebracht.“

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