Wochenrückblick

Corona in Herten: Zahlen-Entwicklung gegen den Trend – aber noch keine Trendwende

Die Corona-Zahlen in Herten entwickeln sich zwar gegen den Trend im Kreis RE. Doch von einer Trendwende kann keine Rede sein. Denn die Dunkelziffer bei den Infektionen liegt wohl viel höher.
Die Mitarbeiterin eines Testzentrums klebt an eine Glaswand ein Schild auf dem steht, dass Coronatests künftig einen Eigenanteil von 3 Euro kosten.
DieMitarbeiterin eines Testzentrums klebt an eine Glaswand ein Schild auf dem steht, dass Coronatests künftig einen Eigenanteil von 3 Euro kosten. © dpa

Seit Freitag, 1. Juli, sind kostenlose Corona-Bürgertests nicht mehr ohne Anlass oder sachliche Begründung möglich. In manchen Fällen wird nun eine Zuzahlung von 3 Euro fällig. Das könnte dazu führen, dass auch in Herten noch weniger getestet wird als ohnehin schon. Die Folge: Infektionen werden nicht mehr festgestellt und Statistiken möglicherweise verfälscht.

Auch die aktuellen Infiziertenzahlen für unsere Stadt geben höchstwahrscheinlich nur einen Teil des wirklichen Infektionsgeschehens wieder. Laut Wochenbilanz des Kreisgesundheitsamtes gab es erstmals seit Anfang Juni wieder einen Rückgang bei der Zahl der neuen Fälle: 339 Neuinfizierte waren drei weniger als noch vor Wochenfrist. Die Inzidenz ging im Vergleich zum letzten Freitag ebenfalls zurück – auf 548,0 (-4,9).

Herten schwimmt mit seinen sinkenden Werten gegen den Trend im Kreisgebiet und rangiert in der Statistik der zehn Städte im Kreis RE damit auf dem drittletzten Platz. Am höchsten ist die Inzidenz in Haltern am See (924), am niedrigsten in Waltrop (349,5). Der Kreis-Durchschnitt beträgt derzeit 648,5 (+49).

Insgesamt gibt es seit Beginn der Pandemie in Herten 19.294 bestätigte Corona-Infektionen. 165 Menschen verstarben bisher an oder mit der Viruserkrankung.

In den Krankenhäusern des Kreises Recklinghausen wurden laut Zahlen des Informationssystems Gefahrenabwehr NRW im Zeitraum zwischen dem 27. Juni und 1. Juli 72 Covid-19 Patienten stationär behandelt – das waren 31 mehr als noch vor Wochenfrist. 11 bis 18 davon lagen auf einer Intensivstation.

Die Inzidenzen der Nachbarstädte:

Recklinghausen: 666,6 (Vorwoche: 594,4 / +72,2)

Marl: 667,8 (532,5 / +135,3)

Gelsenkirchen: 546,5 (470 / +76,5)

Herne: 652,5 (652,5 /+-0)

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