Führungsduo am Städtischen Gymnasium Herten wieder komplett

Der „Neue“ will seine Schule nachhaltiger machen

Der neue stellvertretende Schulleiter am Städtischen Gymnasium Herten ist ein leidenschaftlicher Chemiker - und Erdkundelehrer. Sascha Maurus freut sich auf Ferien für alle: auf Sylt.
Hat sein neues Büro Anfang dieses Schuljahres bezogen: Saschau Maurus ist der neue stellvertretende Schulleiter am Städtischen Gymnasium Herten. © Tina Brambrink

Endlich wieder Live-Experimente im Chemiesaal – am liebsten mit Brennstoffzellen, weil der Funke da besonders schnell überspringt – und endlich wieder echte Begegnungen! Auch Sascha Maurus ist froh, dass nach dem Lockdown und der Zeit des Homeschoolings langsam wieder das normale Leben in den Schulalltag Einzug hält. Nach den Sommerferien hat der 48-Jährige sein neues Büro im Gymnasium Herten bezogen. Als stellvertretender Schulleiter bildet der Dorstener zusammen mit seiner Chefin Bärbel Schweers das neue Führungsduo der städtischen Einrichtung.

Einer der Aktivposten im MINT-Bereich

Dass der Lehrer neben der organisatorischen Arbeit gerne unterrichtet und stets nah dran an seinen Schülerinnen und Schülern ist, dokumentiert auch die Tatsache, dass er alle Abiturientinnen und Abiturienten des letzten Jahrgangs mit Namen kannte. Immerhin waren das mehr als 300. Nicht jeder Oberstufen-Koordinator kann da mithalten.

Fast alle Ex-Schüler hat der Chemie- und Erdkundelehrer im Laufe der letzten vier Jahre unterrichtet. 2017 stieß er nach dem Studium in Münster und Stationen in Marl und Duisburg zum Hertener Kollegium und wurde schnell einer der Aktivposten im zertifizierten MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) des Gymnasiums. Nach einer ersten Beförderung zum Oberstufen-Koordinator geht der Karriereweg des zweifachen Familienvaters jetzt weiter. Bis ein Nachfolger für das alte Amt gefunden ist, hat er vorerst beide Hüte auf.

Und Sascha Maurus ist voller Tatendrang, gemeinsam mit Bärbel Schweers hat er viele Ideen und Pläne für das Gymnasium mit aktuell 875 Schülerinnen und Schülern. „Unsere Hauptaufgabe nach Corona ist es jetzt, den Schulalltag wieder lebenswert zu machen.“ Alle tragen Masken, dreimal die Woche werden die Nichtgeimpften getestet, alle sind natürlich vorsichtig. Gleichwohl sollen Klassen- und Studienfahrten die Begegnungen nach der langen Zeit allein zu Hause jetzt bewusst fördern. In Kürze nehme auch der beliebte Schulkiosk wieder seinen Betrieb auf.

Neue Moodle-Lernplattform bleibt weiter im Einsatz

Kurz vor den Herbstferien sollen dann die neuen digitalen Tafeln, Laptops und Ipads endlich eintreffen. Schließlich hat das Gymnasium für die konzeptionelle Arbeit und Weiterentwicklung in diesem Bereich erst kürzlich die Auszeichnung „Digitale Schule“ erhalten. Im Lockdown wurde noch mit Leihgeräten gearbeitet. „Organisatorisch war das natürlich eine große Herausforderung, aber es hat geklappt, der Distanz-Unterricht konnte komplett stattfinden.“ Ein wichtiges Instrument für die Zusammenarbeit von Schülern und Lehrern im Lockdown war die neue sogenannte Moodle-Lernplattform, die mithilfe eines Schülervaters eingerichtet wurde und im Präsenz-Unterricht weiter im Einsatz bleiben wird.

Langfristig möchte Sascha Maurus seine Schule in puncto Nachhaltigkeit besser aufstellen: weniger Kopierpapier, Mülltrennung in den Klassenräumen, mehr Bewegungsmelder in den Gängen, um Energie zu sparen, nachhaltigere Produkte und Verpackungen im Schulkiosk… „Das wird zu Recht auch von unseren Schülerinnen und Schülern gefordert.“ Eine neue Sportlergruppe soll auf Dauer das Kollegium noch enger zusammenschweißen.

DAS Highlight für das nächste Jahr ist auch längst gebucht: Im September 2022 fährt die ganze Schule eine Woche lang per Sonderzug nach Sylt. Übernachten werden die Hertener in diversen Gästehäusern. Einmal musste der „Sonder-Urlaub“ für alle Schüler und Lehrer coronabedingt schon verschoben werden. Diesmal soll es endlich mit den „Ferien für alle“ auf der nordfriesischen Insel klappen und die Schule bleibt eine Woche lang dicht.

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