Die Halle glüht Die Resonanz überrascht genauso wie der Blick auf den Ökostrom-Akku

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Mit farbigen LED-Strahlern in alten Kauenkörben wurden das Maschinenhaus Scherlebeck, die historische Fördermaschine und der dazu gehörende Leitstand (Foto) in Szene gesetzt.
Mit farbigen LED-Strahlern in alten Kauenkörben wurden das Maschinenhaus Scherlebeck, die historische Fördermaschine und der dazu gehörende Leitstand (Foto) in Szene gesetzt. © Förderverein Schacht 5
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Seit 2016 heißt es im Maschinenhaus der früheren Zeche Scherlebeck jährlich „Die Halle glüht“. Angesichts der Energiekrise wurden die Gebäude und die historische Fördermaschine diesmal aber nicht mit großen Strahlern beleuchtet, sondern in erster Linie mit 60 Kauenkörben gezielt in Szene gesetzt, in denen LED-Lampen für farbiges Licht sorgen.

Diese neue Variante der Lichtkunst-Aktion kam beim Publikum sehr gut an. „An den beiden Tagen konnten wir 250 Gäste begrüßen, was für uns ein toller Erfolg war – damit haben wir, um ehrlich zu sein, nicht gerechnet“, berichtet Björn Verch, Mitglied des Fördervereins Maschinenhaus Scherlebeck Schacht 5. „Es waren alle Altersklassen vertreten: Babys, Kinder, Erwachsene und Senioren. Wir hatten alle zwei tolle Tage mit vielen netten und interessanten Gesprächen, mit alten Freunden und neuen Interessierten.“

Besonders groß war das Interesse an den Führungen, bei denen der nachgebaute Stollen das Highlight war. Die Gäste bekamen, um die Authentizität noch weiter zu erhöhen, Grubenhelme gestellt.

Am Ende noch 60 Prozent Energie übrig

Alle 60 farbigen LEDs und die größeren Strahler wurden mit einem Akkupack geladen beziehungsweise betrieben. Der wiederum war im Vorfeld über Solar-Panels mit Ökostrom geladen worden. Am Ende der Aktion gab es dann eine Überraschung. Björn Verch: „Alle LEDs hielten die zwei Tage in den Kauenkörben durch. Und unser solarbetriebener Akkupack hatte noch über 60 Prozent Energie übrig.“