Carola Wagner, stellv. Leiterin der Lokalredaktion Herten © Gutzeit
Kommentar

Die Weihnachtsbotschaft ist vor allem eine Entschuldigung

Die Weihnachtsbotschaft des Bürgermeisters an die Anwohner des Westerholter Gewerbegebiets soll einen Funken Hoffnung säen. Doch ist die Kuh damit vom Eis? Keineswegs, betont Carola Wagner.

Im Kern vernehmen die von Verlustängsten geplagten Menschen neben Erläuterungen zum Prozedere des Anhörungsverfahrens eine entscheidende Botschaft: dass nämlich im kommenden Jahr (noch) niemand vor die Tür gesetzt wird. Fristverlängerung um sieben Monate – das heißt nicht mehr und nicht weniger, als dass ihnen mehr Zeit für die Suche nach einem neuen Zuhause bleibt. Verbunden mit dem Angebot der Stadtverwaltung, Kontakte zu Wohnungsgesellschaften zu knüpfen, ist das immerhin das Signal: Niemand wird auf der Straße landen. In Zeiten, da deutschlandweit mehr als eine Million Menschen wohnungslos sind, ist diese Zusage durchaus wertvoll und mildert Existenzängste.

Formulierungen im ersten Schreiben schüren Existenzängste

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