Für den guten Zweck

Dieser Verein und sein Pferd haben Vorbild-Charakter

Selbst Prominente Köpfe wie Berlins Ex-Bürgermeister Klaus Wowereit unterstützen die Bürgertraber. Und die Hertener helfen bei der Gründung des Vereins „Traber-Herz“.
Herten stand Pate für den “Stall Charity” - hier mit (v.l.) Boxer Marco Huck, Trainer Ulli Wegner und Klaus Wowereit mit dem Benefiz-Pferd „Glückauf“. © Michael Polubinski

Zum inzwischen dritten Mal hat der Bürgertraber-Verein eine Blaupause für die Gründung einer ähnlichen Organisation geliefert. In Drensteinfurt (Kreis Warendorf) ist der Verein „Traber-Herz e.V.“ aus der Taufe gehoben worden. Initiator Rodegang Elkendorf: „Wer Mitglied wird, tut Gutes und wird gleichzeitig Mitbesitzer eines Trabrennpferdes.“ Hier ist es die Stute „Lilly Marleen H“. Für den Verein gilt: Spenden und mögliche Geldgewinne kommen ohne Abzug bedürftigen Kindern und Jugendlichen zugute.

Hertener beraten und geben Tipps

Die Hertenerinnen und Hertener haben konkrete Geburtshilfe geleistet. „Wir haben die Initiatoren in Satzungsfragen beraten und weitere Tipps für den Betrieb gegeben“, berichtet Bürgertraber-Geschäftsführer Michael Polubinski. Dafür hat sich Rodegang Elkendorf, inzwischen 2. Vorsitzender in Drensteinfurt, aktuell bedankt.

100 Mitglieder sind das Ziel des Traber-Herz e.V.

Im ersten Schritt haben sich 30 Mitglieder für die Idee begeistern können. Elkendorf: „Wir steuern mindestens 100 Mitglieder an. Das haben unsere Freunde in Herten auch geschafft.“

Berlins Ex-Bürgermeister Klaus Wowereit unterstützt Bürgertraber

Bereits vier Jahre nach Gründung der Bürgertraber profitierte Berlin vom Wissenstransfer aus Herten. Daraus erwuchs der „Stall Charity“ mit dem Traber „Glückauf“. Der hat mit „Bernas Storm“ denselben Vater wie „Sir Herten“ und stammt ebenfalls vom Gestüt Messmann in Waltrop. Das Benefiz-Pferd lief erfolgreich zugunsten der Kinderkrebsstation des Tempelhofer Krankenhauses und wusste Prominente wie den damaligen Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit und bekannte Sportler wie Boxer Marco Huck als Mitmacher zu gewinnen.

Bürgertraber erläuft Geld für kranke Kinder

Das nächste Mal stand Herten Pate für den Stall „For Children Living“ in Kleve. Das Pferd „Hope for Children“ (übersetzt: Hoffnung für Kinder) kassierte noch am Wochenende eine Geldprämie für kranke Kinder. Die Bürgertraber-Familie mag die Rolle als Ideengeber und Geburtshelfer. Vorsitzender Winfried Kunert sagt: „Für den guten Zweck lassen wir uns liebend gern kopieren und stehen bereitwillig als Ratgeber zur Verfügung.“

„Ignatz von Herten“ startet am Montag, 26. Juli, in Dinslaken im vierten Rennen um 19.50 Uhr mit dem jungen Amateur-Rennfahrer Jan Steinhaus für den „Integrativen Reitverein in der Ried“. Das mögliche komplette Preisgeld geht ohne Abzug an den Verein. Der Integrative Reitverein will die Spende für ein Fortbildungsangebot für die Mitglieder nutzen. Jessica Torgant und Nina Giebler vom Vereinsvorstand drücken vor Ort die Daumen.

Der Abend in Herten

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