Eine Menschenkette für Afghanistan

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Auch im letzten Jahr bildeten mehr als 120 Hertenerinnen und Hertener zum Abschluss der Interkulturellen Woche als Zeichen gegen Rassismus eine Menschenkette in der Hertener Innenstadt.
Auch im letzten Jahr bildeten mehr als 120 Hertenerinnen und Hertener zum Abschluss der Interkulturellen Woche als Zeichen gegen Rassismus eine Menschenkette in der Hertener Innenstadt. © Archiv
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Für die Mitglieder des Runden Tisches gegen Rassismus und für Demokratie steht fest, dass das Schicksal der Menschen in Afghanistan nicht in Vergessenheit geraten darf. Mit einem prallen Paket an Veranstaltungen machen sie auf die Situation in der Krisenregion aufmerksam und hoffen auf zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer:

  • Filmvorstellungen „Drachenläufer“, eine Geschichte über Kindheit und Freundschaft in Afghanistan. 28.9., 19 Uhr, Kirche St. Josef, Herten-Süd, Adalbertstraße 2 (Veranstalter: Pfarrei St. Antonius Herten); 30.10., 18.30 Uhr, Kreativ.Campus in der Ludothek, Ewaldstraße 20 (Veranstalter: Waldritter e.V.). Interessierte Schulklassen und Gruppen können sich melden, um den Film auszuleihen.
  • Ausstellungseröffnung „Hoffnungsland Deutschland?!“, „Demokratiefenster Herten“ (Ein Projekt der Integrationsagenturen und Waldritter e.V.), 28.9., 11 Uhr, Ewaldstraße 9-11, Biografische Porträts von Hertenerinnen und Hertenern als erstes Projekt im „Demokratiefenster Herten“ (Veranstalter: Integrationsagenturen im Haus der Kulturen)
  • Theatervorstellung „Das kleine Zottel Mottel“, ein Theaterstück über die Begegnung mit dem Ich und dem Anderen (in Kooperation mit dem Kinder- und Jugendschutz der Stadt Herten), 29.9., für Kinder im Evangelischen Familienzentrum Thomas-Kita in Westerholt (keine öffentliche Veranstaltung).
  • „Menschenkette“ – Lasst uns Stärke und Mut zeigen und macht mit unter dem Motto – „Herten gegen Gewalt – Herten für Menschlichkeit“, 1.10., 17 Uhr, Treffpunkt: Ewaldstraße 9-11, gegenüber der Sparkasse Herten-Mitte. Zur Gewährleistung der Abstandsregel sollen zwischen zwei Personen Schals oder ähnliche Kleidungsstücke gehalten werden. Künstler Adnan Kassim zeigt hier seine Ausstellung „Die andere Seite“ mit Bildern von Menschen, die gegen Ungerechtigkeit und Unterdrückung rebelliert haben.

Gefährdete müssen das Land verlassen können

„Obwohl klar vorhersehbar war, dass die Taliban nach dem Truppenabzug das Land übernehmen würden, haben die USA und ihre Verbündeten die Chancen nur unzureichend genutzt, gefährdete Menschen zu retten“, heißt es in einer Stellungnahme des Runden Tisches. Die Gewalt der Taliban, zum Beispiel gegen die für ihre Rechte demonstrierenden Frauen und gegen afghanische Journalisten, mache deutlich, wie Menschenrechte mit Füßen getreten würden. Außerdem leide die Bevölkerung unter einer akuten Unterversorgung mit Nahrungsmitteln.

Der Appell: „Die Bundesregierung muss sich mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln dafür einsetzen, dass möglichst viele Gefährdete das Land verlassen können und den bereits Geflüchteten gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht wird.“