26. September bis 3. Oktober

Es geht auch anders: Früchteteppich trotzt diesmal der Coronakrise

Der Früchteteppich in St. Maria Heimsuchung kann durch ein spezielles Hygienekonzept wieder stattfinden. Für den Besuch müssen Interessierte einiges beachten und sich vorher anmelden.
So war es im Jahr 2019: Der kunstvolle Früchteteppich zog damals in St. Maria Heimsuchung viele Besucher in seinen Bann. © Harald Stanberger

41 Jahre wurde der Früchteteppich ohne eine einzige Unterbrechung von der katholischen Kirche St. Maria Heimsuchung veranstaltet. Doch Corona sorgte im letzten Jahr für eine unerwünschte Pause. Besucher aus der Umgebung und sogar weit entfernten Städten kamen jedes Jahr, um sich das Mosaik aus Gemüse, Früchten und Körnern zum Erntedankfest anzuschauen. Dass dies 2020 nicht möglich war, schmerzte nicht nur die Gemeinde, sondern auch viele langjährige Besucher. Damit es bei einer einjährigen Zwangspause bleibt, haben die Organisatoren ein spezielles Hygienekonzept erarbeitet.

„Einbahnstraßenverkehr“ am Früchteteppich

Unter Berücksichtigung der 3G-Regel (getestet, genesen oder geimpft) und einer Masken- und Abstandspflicht von 1,5 Metern, soll nun die Besichtigung des Teppichs möglich sein. Zu sehen sein wird er vom 26. September bis zum 3. Oktober. Am Früchteteppich sind die erlaubten Wege ausgeschildert, außerdem herrscht „Einbahnstraßenverkehr“, sodass die Besucher auch hier kein Risiko eingehen. Es wird vorab um Anmeldung gebeten, um den Besucherandrang besser regulieren zu können. Ab Montag, 23. August, ist diese über die Internetseite der Pfarrei möglich. Anmeldungen sind dort nur für Einzelpersonen vorgesehen, größere Besuchergruppen, sowie Schulklassen oder Kindergartengruppen sollten sich für eine Anmeldung direkt telefonisch im Pfarrbüro melden.

Thema Toleranz in der Kirche

Um auch die Bewirtung der Besucher mit dem Hygienekonzept vereinbaren zu können, wurde die Gastronomie in den Außenbereich gelegt. Es werden Holzbuden gemietet, an denen man wie gewohnt Kuchen, Waffeln, Bratwürstchen oder Getränke erwerben kann. Auch der Eine-Welt-Laden sowie die Handarbeitsfrauen bekommen einen eigenen Stand.

Es geht eben auch anders. Dieser Satz ist gleichzeitig Thema des kommenden Teppichs, dass sich jedoch nicht auf Corona, sondern auf mehr Toleranz in der Kirche bezieht. So greift der Teppich zwei aktuelle Themen auf. Zum einen die Debatte um die „Segnung für alle“. Zum anderen wird die Diskussionen um die Positionen von Frauen in der Kirche aufgenommen und stellt die erste Apostolin Junia in den Vordergrund, die lange zu Unrecht in der Bibel als Mann dargestellt wurde.

INFO: Auf der Internetseite www.stmartinus.de ist der Link zur Anmeldung zu finden oder kann durch Scannen eines QR-Codes direkt aufgerufen werden. Bei der Anmeldung ist zu beachten, dass nur Einzeltermine gebucht werden können. Wer den Teppich mit mehreren Personen besuchen möchten, muss zweimal die Anmeldung ausführen. Sollten Probleme bei der Online-Buchung auftreten, kann diese auch im Pfarrbüro unter Tel. 02366-998110 oder per E-Mail (baedke@bistum-muenster.de) erfolgen.

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