Stellungnahme der CDU

Feuerwehr an der Backumer Straße: Es würde „wertvolle Zeit gewonnen“

In der Diskussion über den Neubau eines Feuerwehr-Gerätehauses für den Löschzug Scherlebeck an der Backumer Straße wird aus Sicht der CDU den positiven Argumenten zu wenig Beachtung geschenkt.
Ganz oder teilweise auf diesen Sportflächen an der Backumer Straße ist aktuell das neue Gerätehaus für den Löschzug Scherlebeck angedacht. Unten links ist der Sportplatz von BWWL zu sehen, oben links die Kita "Villa Kunterbunt" und oben rechts die angrenzende Wohnbebauung. © René Preuss

Die Christdemokraten hatten den Standort an der Backumer Straße gegenüber der Sportanlage Nord vorgeschlagen. In einer Stellungnahme zu unserem Bericht vom 17. September erläutert der stellvertretende Vorsitzende der Ratsfraktion, Matthias Waschk, noch einmal die Sicht der Partei.

„Kreisverkehr in großer Distanz zu Langenbochum“

„Einen Neubau am Standort ,Scherlebecker Kreisverkehr‘, wie ursprünglich von der Stadt vorgesehen, halten wir für problematisch“, erklärt Waschk. Er verweist darauf, dass der Löschzug Scherlebeck für die Stadtteile Scherlebeck und Langenbochum zuständig sei. Der Kreisverkehr befinde sich allerdings am Rand von Scherlebeck und damit in großer Distanz zu Langenbochum. Waschk: „Dadurch verlängert sich die Zeitspanne von der Alarmierung bis zum Eintreffen von Rettungskräften am Einsatzort.“ Zu beachten sei dabei, dass die freiwilligen Feuerwehrleute nicht nur vom Gerätehaus zum Einsatzort ausrücken müssen, sondern dass sie das Gerätehaus nach ihrer Alarmierung auch erst einmal erreichen müssen. „Da sich der Standort Backumer Straße mittig zwischen Scherlebeck und Langenbochum befindet, wird im Falle einer Alarmierung wertvolle Zeit gewonnen“, meint Matthias Waschk. Er betont: „Minuten oder Sekunden können über Leben und Tod entscheiden! Die Standortfrage ist daher aus unserer Sicht eine extrem wichtige Frage im Hinblick auf die Sicherheit der Bevölkerung.“

Darüber hinaus böte der Standort perspektivisch die Möglichkeit, einen weiteren Rettungswagen zu stationieren, womit insbesondere die nördlichen Stadtteile deutlich schneller als bisher erreicht werden könnten.

Ferner vertritt die CDU den Standpunkt, dass „die Nähe eines Feuerwehrhauses zur Sportanlage bzw. zu den Trainingsflächen des Vereins Blau-Weiß Westfalia Langenbochum unproblematisch“ sei. Waschk: „Wir sind sicher, dass hier eine Lösung möglich ist, von der alle Seiten profitieren. Dazu haben bereits konstruktive Gespräche zwischen Vertretern der CDU und Vereinsfunktionären von BWWL stattgefunden.“

Lärm-Emissionen wären „zumutbar“

Die Darstellung, dass der enge Baumbewuchs an der Backumer Straße und die nahe Wohnbebauung dem Feuerwehrhaus entgegenstehen, weist die CDU zurück: „Tatsache ist, dass sich auf der Backumer Straße auch Busse entgegenkommen und einander ohne Probleme passieren können.“ Mögliche Lärm-Emissionen bei Einsätzen seien „im Sinne des Bevölkerungsschutzes zumutbar“. Die Hauptwache der Berufsfeuerwehr befinde sich auch in direkter Nähe zur Wohnbebauung.

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