Schwimmen trotz Regenwetters

Freibad geöffnet: So sah es am ersten Tag aus

Freiluftschwimmen bei neun Grad Außentemperatur und Nieselregen? Kein Problem! Vorher noch schnell zum Corona-Test und dann ab ins Freibad am Copa Ca Backum - ein Erlebnisbericht
Bereit, sich in die Fluten zu stürzen – trotz neun Grad Außentemperatur und Nieselregen.
Bereit, sich in die Fluten zu stürzen - trotz neun Grad Außentemperatur und Nieselregen. © Daniel Maiß

Pling – das Ergebnis des Corona-Tests ist da: negativ. Auch wenn man sich eigentlich sicher ist, dass es nicht anders sein kann, ist man doch jedesmal erleichtert. Nun kann der Freibad-Besuch im Copa Ca Backum starten. Das Wetter ist fürs Freiluftschwimmen allerdings – vorsichtig formuliert – suboptimal: neun Grad und leichter Regen. Egal, man quält sich ja nicht umsonst um 6 Uhr aus dem Bett. Gebucht ist nämlich das allererste Zeitfenster in dieser Freibad-Saison überhaupt: von 7 bis 10 Uhr.

Am Hertener Drive-in-Testcenter läuft es reibungslos

Das Fenster ist jetzt allerdings schon ein wenig kleiner geworden, weil der Corona-Test im Drive-In auf dem Herta-Parkplatz erst ab 7 Uhr möglich ist. Der läuft übrigens wie am Schnürchen: Fensterscheibe herunterkurbeln, kurz das Smartphone vorzeigen und Daten abgleichen, Stäbchen in die Nase, fertig. Nach zwei Minuten sind wir wieder weg. Das Ergebnis ist eine Viertelstunde später da. Pling eben.

Auf dem Herta-Parkplatz wurde unlängst ein Drive-In-Testcenter eingerichtet.
Auf dem Herta-Parkplatz wurde unlängst ein Drive-In-Testcenter eingerichtet. © Daniel Maiß

Vor dem Copa-Eingang steht ein Pavillon. Das ist der „Check in Copa“ wie das angepinnte Schild verrät. Viel los ist hier um 7.35 Uhr noch nicht. Kein Wunder bei dem Wetter. „Geimpft, genesen oder getestet?“, fragt eine Angestellte. Sie kontrolliert unsere Tests und Personalausweise, dann geht es ins Copa-Foyer.

Dort wird erneut kontrolliert, diesmal die vorher online gebuchten Tickets.

Umkleiden und Duschen sind Corona-bedingt gesperrt

Der Barcode passt, wir können rein. Der Regen ist mittlerweile etwas mehr geworden, die Tempergrade leider nicht. Jetzt schnell die überflüssige Kleidung abwerfen, Badeanzug und -hose wurden schon zu Hause angezogen.

Einen solchen Barcode muss man an der Copa-Kasse vorzeigen.
Einen solchen Barcode muss man an der Copa-Kasse vorzeigen. © Daniel Maiß

Der Grund: Umkleiden und Duschen sind aus Corona-Gründen genauso gesperrt wie alle anderen Bereiche des Freibads außer jeweils einer Toilette für Männer und Frauen sowie das 50-Meter-Schwimmerbecken. Letzteres ist jetzt auch unser Ziel. Kaum am Beckenrand angekommen, treffen wir auf einen alten Bekannten: Zihni Artar. Den haben wir vor ziemlich genau einem Jahr an dieser Stelle interviewt, weil er einer der ersten Gäste bei der Freibad-Eröffnung 2020 war, die auch damals schon unter Corona-Bedingungen ablief.

Zeitfenster und Preise

Gäste können maximal sechs E-Tickets pro Tag im Internet für das Freibad kaufen. Die Ticket-Buchung ist jeweils für die kommenden drei Tage freigeschaltet. Nach jedem Zeitfenster müssen alle Gäste das Freibad verlassen, da im Anschluss die vorgeschriebenen Reinigungs- und Desinfektionsarbeiten durchgeführt werden. Maximal 200 Gäste sind pro der folgenden Zeitfenster erlaubt: 7 bis 10 Uhr, 10.30 bis 13.30 Uhr, 14 bis 17 Uhr, 17.30 bis 20 Uhr.

Es gelten folgende Preise für die einzelnen Zeitfenster: Erwachsene (ab 16 Jahre): 2,50 Euro, Kinder (ab 4 Jahre): 1,50 Euro (keine weiteren Rabattierungen).

„Heute war ich sogar der allererste“, erklärt der 48-Jährige. Viel mehr sind es dann aber auch erst einmal nicht geworden, eine Handvoll Schwimmer trotzt an diesem Morgen dem schlechten Wetter.

„Check in Copa“ heißt es zunächst an einem Pavillon vor dem Haupteingang. © Daniel Maiß

Zihni Artar warnt uns vor. „Ist noch ziemlich kalt heute.“ Damit meint er allerdings nicht die Außentemperatur, sondern das Wasser des 50-Meter-Beckens. Das hat sich nämlich noch nicht wirklich aufgewärmt. Das Problem: Nachts wird es noch zu kalt, so schnell kann das Becken dann nicht aufgeheizt werden, erklärt einer der Schwimmmeister. Mehr als 19 Grad seien es deshalb noch nicht. Es sollen aber bald mehr werden.

Wassertemperatur noch ein wenig niedrig

Das nutzt Tochter und Papa aber im Moment herzlich wenig. Wir testen die Wassertemperatur, aber gerade meiner Begleitung ist es eindeutig zu kalt. Die ist zwar eine exzellente Schwimmerin, aber eben erst neun Jahre alt und nicht mit einem eingebauten Neopren-Anzug ausgestattet. Da sie aber unbedingt nach monatelanger Trainingspause wieder ins Wasser möchte, probieren wir es noch einmal für ein paar Minuten, streichen dann aber die Segel.

Schon auf dem Parkplatz des Copa Ca Backum wird man darauf hingewiesen, dass der Zutritt nur mit  einem vorher im Internet gebuchten Ticket möglich ist.
Schon auf dem Parkplatz des Copa Ca Backum wird man darauf hingewiesen, dass der Zutritt nur mit einem vorher im Internet gebuchten Ticket möglich ist. © Daniel Maiß

Kurz darauf steigt auch Zihni Artar aus dem Wasser. Die täglichen 30 Bahnen beendet? „Nicht ganz, sind nur 26. Aber auch mir ist das zu kalt“, gibt der 48-Jährige zu. Das ist allerdings nur eine Momentaufnahme, die Schwimmmeister versichern, dass die Wassertemperatur steigen wird. Zudem hoffen sie auf deutlich besseres Wetter. Und dann werden auch wir einen erneuten Anlauf nehmen, die Freibad-Saison 2021 so richtig zur eröffnen.

Weitere Infos und Ticket-Buchung: www.copacabackum.de/corona

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