Schreck bei der Feldarbeit

Granate am Paschenberg gefunden – Kampfmittelräumdienst kommt

Schreck bei der Feldarbeit: Auf einem Acker am Paschenberg ist am Donnerstagabend eine Granate gefunden worden. Nach zweieinhalb Stunden war die Gefahr gebannt.
Feuerwehr, Polizei und Ordnungsamt sind an der Ecke Ebbelicher Weg/Talweg im Einsatz. © Ralf Deinl

Update 21:10 Uhr:
Nach Auskunft des Kampfmittelbeseitigungsdienstes handelte es sich um eine Granate amerikanischer Herkunft aus dem Zweiten Weltkrieg. Diese hatte zwar noch ihre Sprengladung, aber keinen Zünder mehr. Eine Frau und ein Mann vom Kampfmittelbeseitigungsdienst luden die Granate ein und bringen sie nun in ein Zwischenlager. Eine Entschärfung war nicht nötig. Der Einsatz ist beendet, der Acker wieder freigegeben.



Update 20:35 Uhr:

Die eingeladene Granate. © Ralf Deinl © Ralf Deinl

Nach näheren Erkenntnissen könnte es sich bei dem gefundenen Gegenstand um eine Granate handeln, also nicht um eine Bombe. Da diese Granate aber womöglich „scharf“ ist, muss jetzt das Eintreffen des Kampfmittelbeseitigungsdienstes abgewartet werden.

Nach einer vorläufigen Einschätzung des Ordnungsamtes werden wohl keine Evakuierungsmaßnahmen erforderlich sein.

Dieser Gegenstand – vermutlich eine Granate – wurden gefunden. © Stadt Herten © Stadt Herten

Unser erster Bericht von 20.05 Uhr:

Um 18.30 Uhr war ein Landwirt am Donnerstagabend (16.09.) mit einem Roder auf einem Feld im Bereich Talweg/Ebbelicher Weg unterwegs, als die Erntemaschine plötzlich einen auffälligen Gegenstand aus dem Boden holte. Der Landwirt stoppte sofort und alarmierte die Feuerwehr. Er sprach von einem „kriegsähnlichen“ Gegenstand.

Bombe, Granate oder etwas ganz Anderes?

Aktuell sind die Berufsfeuerwehr, die Polizei und Mitarbeiter des Hertener Ordnungsamtes vor Ort. Eine erste vorsichtige Begutachtung führte noch nicht zu einer konkreten Einschätzung, ob es sich um eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg handelt – was angesichts der Nähe zur Zeche Schlägel & Eisen durchaus denkbar wäre. Denn die Zechen waren in den 1940er-Jahren häufig das Ziel von alliierten Bomber-Angriffen. Erst am 24. August war in der Nähe der Zeche Ewald in Herten-Süd eine Bombe gefunden worden.

Es könnte sich bei dem Gegenstand aber auch um eine Granate handeln – oder um etwas ganz Anderes.

Inzwischen sind Fachleute des Kampfmittelbeseitigungsdienstes auf dem Weg nach Herten. Das kann bis etwa 21 Uhr dauern. Erst dann wird sich klären, ob weitere Maßnahmen nötig sind – im ungünstigsten Fall eine Entschärfung mit Evakuierungsmaßnahmen.

Wir halten Sie an dieser Stelle auf dem Laufenden.

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