Weihen die Gedenkplatte ein, die an Anna Spiekermann, genannt „Hexen Änneken“, erinnert (v.l.): Brigitte und Clemens August Spiekermann, Silvia Godde, Thorsten Westerheide, Berthold Hetterscheidt, Bernd Halsch, Mechtild Hetterscheidt, Günther Thunecke, Carlo und Silvia von Westerholt.
Weihen die Gedenkplatte ein, die an Anna Spiekermann, genannt „Hexen Änneken“, erinnert (v.l.): Brigitte und Clemens August Spiekermann, Silvia Godde, Thorsten Westerheide, Berthold Hetterscheidt, Bernd Halsch, Mechtild Hetterscheidt, Günther Thunecke, Carlo und Silvia von Westerholt. © Danijela Budschun
Altes Dorf

Gedenken in Herten: Eine Hexe und ein Pfarrer prägen die Geschichte Westerholts

In Westerholt wird jetzt an zwei Menschen erinnert, deren Leben die Geschichte des Stadtteils geprägt hat: an Pfarrer Theodor Mensinck und an Anna Spiekermann, genannt „Hexen Änneken“.

Wenn einer ihrer Nachfahren, Clemens August Spiekermann, diesen Rufnamen hört, dann hat er das Bedürfnis, etwas geradezurücken. „Hexen Änneken ist eine Verniedlichung dessen, was ihr angetan wurde“, sagt der 75-Jährige. Vielen Westerholtern ist der Rufname geläufig und die Geschichte dahinter auch: Die schöne junge Frau wurde in jenen Zeiten, in denen der Hexenwahn grassierte, als Hexe verbrannt. Wo das geschah in Westerholt, wissen allerdings nicht viele Menschen. Doch jetzt weist eine Gedenktafel in unmittelbarer Nähe des Hinrichtungsortes auf das grausame Schicksal der jungen Frau hin. Sie wurde im Juli 1706 ermordet.

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Geborene Recklinghäuserin, leidenschaftliche Ruhrpottlerin und überzeugte Europäerin. Nach einem Ausflug in die Tourismusbranche hat meine journalistische Reise im Medienhaus Bauer vor mehr als zwei Jahrzehnten begonnen. Los ging es in Recklinghausen, und über Marl führte mich der Weg nach Herten. Ich will wissen, was vor unseren Haustüren passiert, verstehen, warum es passiert, einordnen können, was es bedeutet – und es dann unseren Leserinnen und Lesern berichten, klassisch in der Tageszeitung, digital über die elektronischen Medien. Privat zieht es mich auf die Tanzfläche, in den Lesesessel und hinaus in die Welt. Weil das Leben eine Reise ist.
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