Im Projektraum Neustart Innenstadt

Imposantes Modell aus dem 3D-Drucker: So sieht es unter der Hertener Innenstadt aus

Vom St.-Antonius-Kirchturm bis 1300 Meter hinab zu den Flözen unter der Innenstadt reicht das Modell, das der Geschichtskreis Schlägel & Eisen gebaut hat. Spannend – nicht nur für Bergbau-Fans.
Das über- und unterirdische Innenstadt-Modell betrachten (v.l.) Sarah Loch (Stadt Herten, Stadtentwicklungsamt), Georg Meier, Uwe Hauschild, Stadtbaurätin Janine Feldmann, Pfarrer Norbert Mertens und Peter Kitzol-Kohn.
Das über- und unterirdische Innenstadt-Modell betrachten (v.l.) Sarah Loch (Stadt Herten, Stadtentwicklungsamt), Georg Meier, Uwe Hauschild, Stadtbaurätin Janine Feldmann, Pfarrer Norbert Mertens und Peter Kitzol-Kohn. © Privat

„Rund 2.000 Arbeitsstunden sind insgesamt zusammengekommen“, schätzt Peter Kitzol-Kohn vom Geschichtskreis den Arbeitsaufwand. Auch der 3D-Drucker hat „geglüht“. Öffentlich zu sehen ist das eindrucksvolle Grubenmodell mit dem Titel „Hertener Innenstadt Drunter & Drüber“ ab sofort im Projektbüro „Neustart Innenstadt“ an der Ewaldstraße 15.

Bürgern zeigen, wie die Welt unter ihnen aussieht

Die Mitglieder des Geschichtskreises erschufen bereits 2015/2016 mithilfe von Schülern und einem Lehrer der Willy-Brandt-Realschule eine dreidimensionale Darstellung des Langenbochumer Bergwerks Schlägel & Eisen mit den Schächten 3/4/7 und des südlich angrenzenden Stadtgebietes bis zum Hertener Schlosspark im Maßstab 1:1000. Ziel war es, den Bürgern zu verdeutlichen, wie die Welt unter ihnen aussieht.

Das Sanierungsprojekt „Neustart Innenstadt“ brachte die Bastler auf die Idee, auch ein Modul für Herten-Mitte zu entwickeln. In monatelanger Detailarbeit wurden Grubenpläne recherchiert und gesichtet und ein dreidimensionales Modell der Kohleabbau-Bereiche inklusive des Hauptstreckennetzes angefertigt. „Das Modul deckt den unterirdischen Höhenbereich von minus 450 bis minus 1300 Meter ab“, erklärt Uwe Pfeiffer vom Geschichtskreis.

Der unterirdische Teil des Modell zeigt die Stollen, Strecken und Flöze des Kohlebergbaus unter Herten-Mitte.
Der unterirdische Teil des Modell zeigt die Stollen, Strecken und Flöze des Kohlebergbaus unter Herten-Mitte. © Privat

Doch nicht nur die Innenstadt „drunter“ sollte abgebildet werden, sondern auch die Innenstadt über Tage. So wurden über ein Jahr hinweg fast täglich am PC gearbeitet. Pläne und Luftbilder wurden ausgewertet, die realen Gebäude-Kubaturen digital nachgebildet und schließlich durch einen 3D-Drucker angefertigt. Der Aufwand und das Engagement der Mitglieder des Geschichtskreises haben sich gelohnt. Die Erbauer sind stolz auf das imposante, originalgetreue Modell der Innenstadt über und unter Tage.

Pfarrer Mertens darf die Kirche aufstellen

Erster Ausstellungsort ist das Projektbüro in der Innenstadt. Stadtbaurätin Janine Feldmann weihte es ein. Pfarrer Norbert Mertens (St. Antonius) hatte die Ehre, „seine“ Kirche als letztes Gebäude auf dem Modell befestigen zu dürfen.

Die Gebäude der Innenstadt wurden am Computer detailgetreu nachgebaut und dann per 3D-Drucker hergestellt.
Die Gebäude der Innenstadt wurden am Computer detailgetreu nachgebaut und dann per 3D-Drucker hergestellt. © Privat

Uwe Hauschild vom Geschichtskreis bedankte sich bei allen engagierten Helferinnen und Helfern, insbesondere bei Georg Meier (Pläne und Karten), Uwe Pfeiffer (unterirdischer Teil) und Peter Kitzol-Kohn (überirdischer Teil). Das Projekt wurde ermöglicht mit Fördergeldern von Bund, Stadt und Land aus dem Aktionsfonds des Projektes Neustart Innenstadt.

Projektbüro „Neustart Innenstadt“
Ewaldstraße 15

Tel. 02366/9360620

innenstadtbuero@innenstadt-herten.de

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