Ferienzeit ist Einbruchszeit

Einbrüche verhindern: Polizeisprecherin gibt Tipps, wie es beruhigter in den Urlaub geht

Der Beginn der Sommerferien steht bevor und auch für viele Hertener geht es bereits am ersten Ferienwochenende in den Urlaub. Ferienzeit ist aber auch Einbruchszeit. Hier einige Tipps.
Urlaubszeit ist auch Einbruchzeit: Polizeisprecherin Corinna Kutschke gibt Tipps, wie man sich schützen kann.
Urlaubszeit ist auch Einbruchzeit: Polizeisprecherin Corinna Kutschke gibt Tipps, wie man sich schützen kann. © dpa/Polizei Recklinghausen

Erst unlängst berichtete unsere Redaktion darüber, dass gleich in mehreren Gärten im Hertener Stadtgebiet verdächtige Personen gesehen worden waren, die sich dort herumtrieben oder die Gärten ausspähten.

In Disteln wurden zum Beispiel ganz konkret zwei Männer beobachtet, die sich unbefugt in einem privaten Garten aufhielten.

Grundsätzlich verweist die Polizei darauf, dass Urlaubszeit auch Einbruchszeit ist.„Wer auf Reisen geht, sollte dafür sorgen, dass Einbrecher nicht sofort erkennen, dass man eben nicht zu Hause ist“, erklärt Corinna Kutschke im Gespräch mit unsrer Redaktion.

Die Polizeisprecherin hat Tipps parat, wie man mögliche Einbrecher schon im Vorfeld „abschrecken“ kann:

  • Treffen Sie Vorsorge, dass Ihr Briefkasten nicht überquillt. Bitten Sie Freunde oder Nachbarn, den Kasten regelmäßig zu leeren.
  • Bei dieser Gelegenheit können auch gleich Blumen gegossen und Jalousien hoch- und runtergelassen werden.
  • Mit Zeitschaltuhren können Sie auch selbst die Jalousien oder das Licht steuern und damit Anwesenheit simulieren. Geht früh morgens oder abends
    automatisiert das Licht an, schreckt das Einbrecher ab.
  • Gute Nachbarschaft ist ein guter Einbruchschutz. Rufen Sie sofort die 110, wenn Sie Verdächtiges in Ihrem Wohnviertel beobachten.
  • Vielleicht hat ein Nachbar einen Zweitwagen, den er in Ihrer Einfahrt parken kann. Auch so sieht das Haus bewohnt aus.
  • Türen und Fenster schließen. Auf Kipp stehende Fenster sind für Einbrecher geradezu eine Einladung.
  • Es zeigt sich immer wieder, dass es sich lohnt, in Sicherheitstechnik an Türen und Fenstern (Riegel, Zusatzschlösser, Pilzkopfbeschläge etc.) zu investieren. Gelingt es Einbrechern innerhalb weniger Minuten nicht, ins Haus zu kommen, geben die Täter oftmals auf. Denn mit jedem weiteren Versuch, ein Fenster aufzuhebeln, steigt für Einbrecher das Risiko, entdeckt zu werden.

Die Einbruchschutzexperten der Polizei Recklinghausen erklären Sicherheitstechnik, beantworten Fragen und geben Tipps und das alles kostenfrei. Eine individuelle Beratung kann man telefonisch vereinbaren unter: 02361/553344.

Gefahren lauern auch in sozialen Medien

Schon seit einiger Zeit gibt es aber auch einen anderen Bereich, über den man sich vor Urlaubsantritt Gedanken machen sollte: die Welt der sozialen Medien wie Facebook, Instagram, Twitter und so weiter.

Die Polizei rät dazu: „Überlegen Sie sich genau, wenn Sie Fotos posten, wer diese sehen kann. Nicht jeder sollte wissen, dass Sie gerade nicht zu Hause sind. Schränken Sie gegebenenfalls den Personenkreis ein, der von Ihrer Abwesenheit weiß.“

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