Klimaschutz

Wie viel CO₂ verbraucht ein Seniorenheim? Hertener Einrichtung will Öko-Bilanz verbessern

Das Wally-Windhausen-Seniorenzentrum will seine Öko-Bilanz verbessern. Dazu hat sich ein Klimaschutzteam gegründet.
Das Projektteam des Wally-Windhausen-Seniorenzentrums während der Klimaschutz-Entwicklungswerkstatt (v.l.): Sabrina Weiß (Regionalkoordinatorin West), Rabia Ates (stellv. Wohnbereichsleitung), Sabine Faltin (Wohnbereichsleitung), Björn Przybysz (Einrichtungsleiter), Thomas Wachowitz (Hausmeister), Christian Cin (Hauswirtschaftleiter) und Rafael Kus (Pflegedienstleiter).
Das Projektteam des Wally-Windhausen-Seniorenzentrums während der Klimaschutz-Entwicklungswerkstatt (v.l.): Sabrina Weiß (Regionalkoordinatorin West), Rabia Ates (stellv. Wohnbereichsleitung), Sabine Faltin (Wohnbereichsleitung), Björn Przybysz (Einrichtungsleiter), Thomas Wachowitz (Hausmeister), Christian Cin (Hauswirtschaftleiter) und Rafael Kus (Pflegedienstleiter). © AWO

Zuvor hat es eine Bestandsanalyse in der Einrichtung gegeben, infolge derer das Wally-Windhausen-Seniorenzentrum seinen CO₂-Fußabdruck ermitteln lassen konnte. Die Eingruppierung erfolgte in eine von sechs Klimaeffizienzklassen (A – F), die denen der Europäischen Union nachempfunden sind. Schriftlich hat das Haus nun, dass es in der Klimaeffizienzklasse C eingestuft wurde und 7,136 Tonnen CO₂ pro Bewohner/in verbraucht.

Vergleichswerte ermöglichen passgenaue Maßnahmen

„Die Arbeit hat sich gelohnt, da wir nun Bestandteil eines umfassenden Datenpools in der stationären Altenhilfe sind. Durch die für uns jetzt transparenten Vergleichswerte sind wir in der Lage, unsere Öko-Bilanz durch passgenaue Maßnahmen zu verbessern. Zu diesem Zweck hat sich kürzlich das eigens hierfür einberufene Klimaschutzteam des AWO Wally-Windhausen-Seniorenzentrums getroffen und einen Workshop abgehalten“, sagt Einrichtungsleiter Björn Przybysz.

Dabei wurde an realistischen Zielen und Maßnahmen zur Senkung des CO₂-Ausstoßes gearbeitet. Die für NRW zuständige Regionalkoordinatorin Sabrina Weiß unterstützte dabei und stellte nachahmenswerte Beispiele vor. Der Weg zur besseren Öko-Bilanz beginne in der Regel mit Sofortmaßnahmen, die einfach umzusetzen sind. Anfangs geht es beispielsweise um Mülltrennung oder es entstehen insektenfreundliche Wildblumenwiesen an den Einrichtungen.

„Im nächsten Schritt wird es schon wesentlich komplexer“, so Weiß.

Da werde geschaut, ob man Prozesse im Bereich der Verpflegung verbessern könne, um Lebensmittelabfälle weiter zu reduzieren und somit CO₂ einzusparen. „Im weiteren Projektverlauf entwickelt sich häufig eine bemerkenswerte Eigendynamik, bei der auch mal ein neues LED-Beleuchtungskonzept umgesetzt oder in eine Fotovoltaikanlage investiert werden soll. So auch hier in unserem Seniorenzentrum in Herten, was mich ganz besonders freut“, berichtet Sabrina Weiß.

LED-Beleuchtung und Bewegungssensoren

Zusätzlich zu der vollständigen Umstellung auf LED-Beleuchtung werden die Funktionsräume mit Bewegungssensoren ausgestattet, um auch hier energiesparend zu arbeiten. „Da mittlerweile immer mehr Kolleginnen und Kollegen das Fahrrad bzw. E-Bike nutzen, wollen wir eine Garage mit entsprechender Ladestation für E-Bikes bauen lassen“, kündigt Einrichtungsleiter Björn Przybysz an. „Um es ‚rund‘ zu machen, führen wir intensive Gespräche mit einer Solarinstallationsfirma bezüglich einer Fotovoltaikanlage.“

Das Wally-Windhausen-Seniorenzentrum des Bezirksverbandes Westliches Westfalen der AWO (Arbeiterwohlfahrt) ist eines von rund 90 Häusern, das sich unter dem Leitsatz „Gemeinsam für eine gesunde Welt“ dem Klimaschutz verpflichtet. Gefördert werden die Projekte durch die Nationale Klimaschutzinitiative (NKI).

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