Stellungnahme als Videobotschaft

Hertens Bürgermeister Müller äußert sich erstmals zum „Illegalen Wohnen“

Das Drama ums illegale Wohnen im Gewerbegebiet Westerholt sorgt für Aufregung. Viele Bürger fühlen mit den 174 Betroffenen. Manche vermissten ein Statement des Bürgermeisters. Das gibt es jetzt.
Hertens Bürgermeister Matthias Müller © Andre'Chrost

Sowohl als Video-Beitrag im Internet-Netzwerk Facebook als auch in einer schriftlichen Stellungnahme hat sich Hertens Bürgermeister Matthias Müller erstmals öffentlich zur Thematik „Illegales Wohnen“ im Gewerbegebiet „W2“ in Westerholt geäußert.

Müller erklärt, dass man „mit einem ernsten Thema konfrontiert“ sei. 174 Menschen würden in einem Gebiet leben, das „als reines Gewerbegebiet ausgezeichnet und das Wohnen dort deshalb nicht rechtmäßig ist“.

Rechtlich gesehen handele es sich bei dem Schreiben an die Anwohner, das auch unserer Redaktion vorliegt, um eine Anhörung. Dies sei der erste Schritt zur Einleitung des gesetzlichen Verfahrens. „Ich kann die Sorgen und das Unverständnis der betroffenen Mieterinnen und Mieter und Teilen der Bevölkerung absolut nachvollziehen“, betont der Bürgermeister in der Stellungnahme.

Da man aber den Bebauungsplan nicht ohne weiteres ändern könne, werde man seitens der Verwaltung „alle Optionen prüfen und in engen Austausch mit den betroffenen Personen treten und die politischen Vertreterinnen und Vertreter ebenfalls eng mit einbinden.“

Zum Abschluss wirbt das Hertener Stadtoberhaupt um Verständnis dafür, dass er aufgrund des laufenden Verfahrens keine Details kommunizieren werde und beendet seine Stellungnahme mit dem Hinweis, dass ihm „als Bürgermeister dieser Stadt sehr daran gelegen ist, dass wir hier eine für alle sozialverträgliche Lösung der Situation finden“.

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