Mengen begrenzt

Impfstoffe: Hertener Ärzte bitten um Geduld

Bei allem Verständnis für die Ungeduld beim Thema Impfen: Die Liefermengen sind weiter begrenzt. Hertens Ärzte bitten die Bürgerinnen und Bürger, von wiederholten Nachfragen abzusehen.
Viele warten sehnsüchtig auf die Corona-Impfung. © dpa

Zwar sollen laut Angaben des Bundesgesundheitsministeriums die Impfstoffe „schon bald“ in ausreichender Menge zur Verfügung stehen und ohne Priorisierung verimpft werden können. Im Mai sind die Liefermengen jedoch weiterhin begrenzt, teilt das Hertener Praxisnetz (HEP) in einer Pressemitteilung mit.

Betroffene Patienten werden von Praxen informiert

Und weiter: „Für die 20. KW werden auch die ausgelieferten Impfdosen für AstraZeneca weit hinter den vorbestellen Mengen zurückbleiben, sodass für die nächste Woche terminierte Impftermine mit AstraZeneca voraussichtlich nicht eingehalten werden können. Das ist für Patienten und Arztpraxen sehr ärgerlich, da vom Land die Bestellmenge an AstraZeneca für die nächste Woche im Gegenteil zu BioNTech nicht begrenzt war.“

Betroffene Patienten würden von den Praxen hierzu spätestens zum Anfang der kommenden Woche informiert, teilt das HEP mit.

Nachfragen beeinträchtigen regulären Praxisbetrieb

Darüber hinaus machen die Ärzte darauf aufmerksam, dass die vielen – verständlichen – Nachfragen der Patientinnen und Patienten zum Thema

Impfen den regulären Praxisbetrieb erheblich beeinträchtigen. „Die Ärztinnen und Ärzte des Hertener Praxisnetzes bitten daher alle Bürgerinnen und Bürger, von wiederholten persönlichen und telefonischen Terminanfragen zur Impfung möglichst abzusehen.“

Einige Praxen böten beispielsweise auf ihrer Homepage ein Online-Anmeldeportal an oder hätten eine separate Telefon-Hotline bzw. E-Mail-Adresse eingerichtet.

„Ferner bitten wir um Verständnis und Geduld“, schreiben die HEP-Ärzte in ihrer Pressemitteilung.

Zugesagte Lieferungen können vom Land oft nicht eingehalten werden

Die zugesagten Impfstofflieferungen können vom Land zurzeit oft nicht eingehalten werden, sodass Impftermine für Erstimpfungen nur kurzfristig vergeben, oder bei Nichtlieferung sogar verlegt werden müssen. Politische Entscheidungen seien, vor allem kurzfristig, in den Praxen nicht umsetzbar. Selbst mit Freigabe der Impfstoffe und ausreichender Verfügbarkeit, könne es unter Umständen einige Zeit dauern, bis impfwillige Patienten einen Termin erhalten können. „Dies liegt vor allem daran, dass wir Ärzte neben dem Impfen auch die Regelversorgung für unsere kranken Patienten aufrechterhalten müssen.“

Ministerium legt Priorisierung fest

Weiterhin gelte, dass der Impfstoff von BioNTech lediglich den unter 60-

jährigen priorisierten Personen angeboten werden könne, und der Impfstoff von

AstraZeneca priorisiert ab dem 60. Lebensjahr, sowie ohne Priorisierung ab 18 Jahren angeboten werde.

Laut Bundesgesundheitsministerium gelte ein Impfangebot und es gebe keine Impfberechtigung. „Das Ministerium legt die Priorisierung selbst fest, nach denen wir impfen dürfen. Wir bitten um Verständnis, dass wir in den Praxen daher keine Ausnahmen machen“, so die HEP-Ärzte.

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