Stadt Herten lässt ihre Bäume erfassen

Jedem Baum seine Nummer

Wer sich zum Beispiel im Schlosspark verabreden möchte, könnte künftig auch sagen: „Wir treffen uns an Baum Nummer 35.“ Denn Hertens Bäume werden derzeit nummeriert.
So sehen die Plättchen aus, die an den Bäumen auf städtischen Flächen angebracht werden. © Stadt Herten

Nummeriert werden aber nicht nur die Bäume im Schlosspark. Laut Stadtverwaltung ist das nur der Anfang. Die Bäume im Backumer Tal, Gertrudenpark, Buchenbusch, Paschenberg-Wald, Grünzug Paschenberg und die Bäume an den Grünverbindungswegen im Stadtgebiet sollen folgen.

Die Nummern werden mit speziellen Nägeln durch die Rinde in das sogenannte Splintholz getrieben, damit die Bäume möglichst wenig geschädigt werden, teilt die Stadtverwaltung weiter mit. „Die Bäume werden nummeriert, um die anschließende Kontrolle und Zählung zu erleichtern.“

Plättchen hängen in rund zweieinhalb Metern Höhe

Die Baum-Nummerierung werde durch ein externes Fachunternehmen durchgeführt. Mithilfe eines Spezialhammers bringen dessen Mitarbeiter die Nummernplättchen in gut zweieinhalb Metern Höhe an den Bäumen an. Die verwendeten Nägel böten eine Zuwachsreserve, sodass die Plättchen viele Jahre im Baum verbleiben und ihn kennzeichnen können. „Die Nummerierung ist für die Kolleginnen und Kollegen wichtig, damit wir im Nachgang bei den Baumkontrollen eine eindeutige Zuordnung bekommen“, erklärt Jan-Tobias Welzel, Bereichsleiter Grün beim Zentralen Betriebshof Herten (ZBH). „Die regelmäßigen Baumkontrollen stehen an, und so können alle möglichen Probleme, Schäden und eventuelle Maßnahmen besser dokumentiert und auch dem jeweiligen Baum zugeordnet werden.“

ZBH führt ein Baumkataster

Außerdem helfe die Nummerierung dabei, die genaue Anzahl der Bäume an den jeweiligen Standorten zu erfassen. Aktuell weiß man bei der Stadt zum Beispiel gar nicht genau, wie viele Bäume im Schlosspark stehen. Oder im Bertlicher Buchenbusch, oder im Backumer Tal…

Beim ZBH wird zwar schon lange ein sogenanntes Baumkataster geführt, das beinhaltete bisher aber nur die Bäume, die an Straßen, Spielplätzen, Schulen sowie Kindergärten und Sportanlagen stehen sowie einen Teil der Bäume auf städtischen Friedhöfen. Laut dem aktuellsten Baumzustandsbericht, der den Zeitraum August 2019 bis August 2020 abdeckt, gibt es in Herten 10.966 solcher Bäume, die meisten von ihnen stehen in Süd (1837), gefolgt von Disteln (1785), Scherlebeck (1751), Langenbochum (1638), Westerholt (1503), Mitte (1455), Paschenberg (600) und Bertlich (397).

Im Dezember des vergangenen Jahres hatte der ZBH im Baumzustandsbericht bereits angekündigt, dass die Zahl der Bäume noch wachsen werde, weil die Erfassung des Baumbestandes auf allen weiteren städtischen Flächen, zum Beispiel den Grün- und Parkanlagen sowie den Verbindungswegen, noch ausstehe. Das passiert jetzt.

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