Rätsel-Rundgang auf Halde Hoppenbruch

Kirchengemeinden trainieren Muskeln und Gehirnzellen

Die Gemeinden St. Antonius und St. Martinus haben einen Rätsel-Rundgang auf der Halde Hoppenbruch organisiert. Hier konnten Teilnehmer ihre Muskeln und Gehirnzellen auslasten.
Der Startpunkt sind ein Kasten Bier und eine Kiste Limo bei Vanessa Egner und Simon Kirchhoff. Diese halten schon den QR-Code parat, der zum Start benötigt wird. Ist der Code mit der App eingescannt, kann es losgehen. © Josephine Struckmeier

Strahlende Sonne, klare Sicht und QR-Codes, die im Gestrüpp flattern. Ein paar Meter weiter ein Busch, in dem Eierkartons und Socken baumeln und ein Baum, an dem ein Schild mit verwirrenden Symbolen hängt. Wer am Sonntag auf der Halde Hoppenbruch spazieren war, hat an der ein oder anderen Stelle vielleicht gerätselt, was diese seltsame Szenerie soll. Doch genau das wollen die Kirchengemeinden St. Antonius und St. Martinus erreichen, die am Sonntag einen Rätsel-Rundgang auf der Halde Hoppenbruch organisiert haben.

Startpunkt sind eine Kiste Bier und Kasten Limo

Startpunkt der Aktion sind eine Kiste Bier und ein Kasten Limo am Waldfriedhof. Hier nehmen Vanessa Egner und Simon Kirchhoff die Teilnehmer in Empfang und versorgen sie mit Proviant, denn ganz unvorbereitet muss man den Rätsel-Rundgang nicht bestreiten. Die Beiden sind Teil des „Auf Schicht“ Teams – eine Gruppe der Gemeinden, die Aktionen für junge Erwachsene organisiert. Sie haben gemeinsam mit anderen die Rätsel gestaltet und den Rundgang auf der Halde aufgebaut.

Die App „Actionbound“ macht dieses Projekt möglich, denn in ihr können die selbsterdachten Rätsel eingegeben werden, sodass die Teilnehmer nur noch dem Pfeil folgen müssen.
Die App „Actionbound“ macht dieses Projekt möglich, denn in ihr können die selbsterdachten Rätsel eingegeben werden, sodass die Teilnehmer nur noch dem Pfeil folgen müssen. © Josephine Struckmeier © Josephine Struckmeier

Möglich macht diese Aktion die App „Actionbound“, denn: „Hat man die Rätsel erstellt, müssen nur noch die Wegpunkte auf einer Karte in der App festgelegt werden. So kann sie später die Leute zu den Aufgaben navigieren“, erklärt Kirchhoff, der schon einen QR-Code parat hält.

„Actionbound“-App ist Voraussetzung für Teilnahme

Dieser muss mit der App auf dem Handy gescannt werden, dann kann es losgehen. Nach einer kurzen Erklärung, dass man den fiktiven Figuren Antonia und Martin beim Suchen einer verschwundenen Grubenlampe helfen soll, leuchtet auch schon ein weißer Pfeil auf, der einem die Richtung vorgibt.

Eines der Rätsel beinhaltet Socken und Eierkartons, die in ein Gestrüpp gehangen wurden. Bei dem Anblick haben wahrscheinlich auch unbeteiligte Spaziergänger gerätselt.
Eines der Rätsel beinhaltet Socken und Eierkartons, die in ein Gestrüpp gehangen wurden. Bei dem Anblick haben wahrscheinlich auch unbeteiligte Spaziergänger gerätselt. © Josephine Struckmeier © Josephine Struckmeier

Ist man am Rätsel angekommen, verschwindet der Pfeil und macht Platz für weitere Erklärungen in Form von Fotos, Videos oder sogar einem imaginären Social Media Profil. Jedoch blickt man nicht nur auf das Smartphone, denn meistens müssen die Rätsel erstmal in der Natur gefunden werden, bevor diese gelöst werden können.

Rätsel-Rundgang soll zum Nachdenken anregen

Stück für Stück wandert man so die Halde hoch, begleitet von Rätseln unterschiedlicher Art, aber auch anderen Impulsen: „Wir möchten die Leute auf verschiedene Weise zum Nachdenken bringen. Es sollen nicht nur Fragen beantwortet werden, die zur Lösung des Rätsels beitragen, sondern wir wollen auch dazu anregen, über das eigene Leben nachzudenken“, erklärt Vanessa Egner.

Auch wenn das Smartphone navigiert, muss man nicht die ganze Zeit auf den Bildschirm starren. Die meisten Rätsel müssen erst in der Natur gefunden werden, bevor man diese lösen kann.
Auch wenn das Smartphone navigiert, muss man nicht die ganze Zeit auf den Bildschirm starren. Die meisten Rätsel müssen erst in der Natur gefunden werden, bevor man diese lösen kann. © Josephine Struckmeier © Josephine Struckmeier

Das Ziel des Rätsel-Rundgangs ist das Windrad und eine dort versteckte Truhe, die mit einem Zahlenschloss versehen ist. Die richtigen Ziffern ermittelt man auf dem Weg dorthin.

Eine Truhe am Windrad ist des Rätsels Lösung

Anhand der Truhe wird getestet, ob man die vorherigen Rätsel richtig gelöst hat. Geht die Truhe auf, hat man auch das letzte Rätsel erfolgreich gelöst und kann danach entspannt die Halde wieder runterwandern.

Das Ziel des Rätsel-Rundgangs ist eine Truhe mit einem Zahlenschloss. Die richtigen Ziffern erarbeitet man sich durch das Lösen der Rätsel auf dem Weg die Halde hoch. Geht die Truhe am Ende auf, weiß man, dass man die vorherigen Rätsel richtig gelöst hat.
Das Ziel des Rätsel-Rundgangs ist eine Truhe mit einem Zahlenschloss. Die richtigen Ziffern erarbeitet man sich durch das Lösen der Rätsel auf dem Weg die Halde hoch. Geht die Truhe am Ende auf, weiß man, dass man die vorherigen Rätsel richtig gelöst hat. © Josephine Struckmeier © Josephine Struckmeier

In den letzten Monaten sind viele das Spazierengehen leid geworden – neben den Muskeln auch mal die Gehirnzellen anzustrengen, ist deshalb eine dankbare Abwechslung.

Auch auf der benachbarten Halde Hoheward tut sich zurzeit einiges – in Sachen Horizontobservatorium.

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