Tarifstreit

Warnstreik am Dienstag hat Auswirkungen auf städtische Kitas

Der dritte Warnstreik am Dienstag, 5. April, wird Auswirkungen auf die städtischen Kitas in Herten haben. Allerdings in anderer Form als bei den bisherigen Warnstreiks.
Die Gewerkschaft Verdi ruft für Dienstag, 5. April, wieder zum Warnstreik auf.
Die Gewerkschaft Verdi ruft für Dienstag, 5. April, wieder zum Warnstreik auf. © Friso Gentsch/dpa

Update, 4. April:
Die vier städtischen Kitas werden vom morgigen Warnstreik betroffen sein. Aber: Es wird keine Kita schließen, erklärt Kirsten Wietoska, Leiterin des Jugendamts. Das war bei den vergangenen beiden Warnstreiks anders: Da blieb die Kita „Pusteblume“ in Herten-Süd komplett geschlossen, in den anderen Kitas wurden Notgruppen eingerichtet. Für morgen teilt die Jugendamtsleiterin mit: „In unseren Einrichtungen werden Notgruppen angeboten.“ Auch das Jugendamt selber sei erreichbar.

So haben wir bisher berichtet:

Wieder einmal trifft der Tarifstreit zwischen kommunalen Arbeitgebern und Gewerkschaften vor allem Eltern von Kita-Kindern. Und die sind ohnehin durch die Belastungen der Pandemie-Zeit arg gebeutelt, mussten Kinderbetreuung immer wieder neu organisieren, wenn Einrichtungen coronabedingt eingeschränkt oder auch gar nicht geöffnet hatten. Jetzt sind sie mit dem nächsten Warnstreik-Tag konfrontiert.

Schließung und Notgruppen

Am Dienstag, 5. April, ruft Verdi wieder zum Warnstreik auf. Man wolle die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst verbessern, so die Gewerkschaft. Gemeint sind neben den Kitas zum Beispiel auch Beschäftigte im Jugendamt, in der Sozialarbeit usw. Betroffen werden in Herten neben einzelnen Bereichen der Stadtverwaltung (z.B. Jugendamt) wohl vor allem die vier städtischen Kitas sein. Beim ersten und zweiten Warnstreik blieb die „Pusteblume“ in Herten-Süd komplett geschlossen. In der „Sternschnuppe“, im „Distelpink“ und im „Kiko“ kam es zu Einschränkungen bzw. zur Bildung von Notgruppen. So dürfte es auch am kommenden Dienstag sein. Die Streikenden fahren zur Kundgebung nach Bochum.

Am 22. März war die zweite Verhandlungsrunde zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaft gescheitert. Bis zur nächsten Verhandlungsrunde im Mai soll es noch mehrere Streiktage in Herten geben.

Der Abend in Herten

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