Betreiber tritt Gerüchten entgegen

Kurze Auszeit beim Drive-in-Testcenter vor Herta – das war der Grund

Der Coronatest-Drive-in vor Herta war am Montagmorgen geschlossen. Gerüchte über ein Ende des Testbetriebs seien aber falsch, sagt der Betreiber und klärt über den Grund der Auszeit auf.
Blick auf das Drive-In-Testzentrum vor dem Herta-Werk in Langenbochum. © Danijela Budschun

Zu Beginn der neuen Woche rieben sich einige Bürgerinnen und Bürger, die sich auf das Coronavirus testen lassen wollten, ungläubig die Augen. Ausgerechnet das größte Corona-Testzentrum in Herten – der Drive-in vor dem Fleischverarbeiter Herta in Langenbochum – hatte am frühen Montagmorgen seine Pforten geschlossen.

Die Nachricht verbreitete sich in unserer Stadt wie ein Lauffeuer. Jedoch gibt Betreiber Michael Schaedel von Test4Health Entwarnung. „Natürlich machen wir weiter“, stellt er im Gespräch mit unserer Zeitung klar.

Verkehrsunfall führt zur verspäteten Öffnung

Dass das Testcenter an der Westerholter Straße 750 am Montag zunächst geschlossen hatte, sei auf einen Verkehrsunfall zurückzuführen gewesen, den die Mitarbeiterinnen unmittelbar vor Dienstantritt hatten. „Wir hätten eigentlich um 7.30 Uhr aufgemacht. Das war dann aber erst um 9.15 Uhr der Fall“, so Schaedel. Bei dem Unfall sei es glücklicherweise bei einem Blechschaden geblieben und dem Team nichts passiert. Offenbar noch aufgewühlt, hätten die Mitarbeiterinnen danach aber falsch reagiert und nicht sofort die richtigen Leute verständigt. „Dadurch hatten wir keine Möglichkeit, kurzfristig mit einem Aushang über die Verzögerung zu informieren“, stellt Schaedel klar. Somit es sei es zu der unglücklichen Situation gekommen, dass die ersten Testkunden unverrichteter Dinge wieder umkehren mussten und Gerüchte um eine Schließung ins Kraut schossen.

Testcenter hat an den Wochenenden länger geöffnet

Dem sei definitiv aber nicht so. „Im Gegenteil: Wir haben unsere Öffnungszeiten an den Wochenenden sogar ausgeweitet“, sagt der Betreiber. Das Testcenter vor Herta ist samstags von 9 bis 19 Uhr und sonntags von 10 bis 19 Uhr geöffnet, werktags werden dort von 7.30 bis 19.30 Uhr Corona-Schnelltests durchgeführt.

Ob das auch nach dem 11. Oktober so sein wird, sei aber noch nicht klar. Für Test4Health und die anderen Betreiber in Herten ergeben sich aus der dann in Kraft tretenden neuen Corona-Testverordnung des Bundesgesundheitsministeriums einige Probleme – zum Beispiel die Frage nach der Abrechnung. Denn die Test-Kosten, die ungeimpfte Kunden ab dem Stichtag aus eigener Tasche tragen müssen, seien in dem Werk nicht geregelt, wie Michael Schaedel kritisiert. Außerdem gebe es einige Ausnahmen von der Regel (siehe Info unten) – und wie die dokumentiert werden müssen, sei ebenfalls noch offen. Man stehe also vor „Herausforderungen, die aber nicht unlösbar sind“, wie Schaedel anmerkt.

Corona-Schnelltests sind beim Drive-in zwar auch ohne Anmeldung möglich, der Betreiber empfiehlt aber, online einen Termin zu vereinbaren: corona.chayns.de

Neue Testverordnung ab dem 11. Oktober

Ab dem 11. Oktober 2021 entfallen die Bürgertestungen. Ausschließlich folgende Personengruppen haben weiterhin nach § 4a TestV mindestens einmal wöchentlich einen Anspruch auf Testungen mittels PoC-Antigentest (dieser ist zwingend von einer anderen Person zu entnehmen):
– Personen, die zum Zeitpunkt der Testung das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder in den letzten drei Monaten vor der Testung das zwölfte Lebensjahr vollendet haben
– Personen, die aufgrund einer medizinischen Kontraindikation, insbesondere einer Schwangerschaft im ersten Schwangerschaftsdrittel, zum Zeitpunkt der Testung nicht gegen das Coronavirus geimpft werden können oder in den letzten drei Monaten vor der Testung aufgrund einer medizinischen Kontraindikation nicht gegen das Coronavirus geimpft werden konnten
– bis zum 31. Dezember 2021 Personen, die zum Zeitpunkt der Testung das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben (ab 1. Januar 2022 nur noch Kinder bis 12 Jahre und die medizinischen Sonderfälle)
– zum Zeitpunkt der Testung Schwangere und Studierende, bei denen eine Schutzimpfung mit anderen als den vom Paul-Ehrlich-Institut im Internet unter der Adresse www.pei.de/impfstoffe/covid-19 genannten Impfstoffen erfolgt ist
– Personen, die zum Zeitpunkt der Testung an klinischen Studien zur Wirksamkeit von Impfstoffen gegen das Coronavirus teilnehmen oder in den letzten drei Monaten vor der Testung an solchen Studien teilgenommen haben

– Personen, die sich zum Zeitpunkt der Testung aufgrund einer nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus in Absonderung befinden, wenn die Testung zur Beendigung der Absonderung erforderlich ist

Die oben genannten Personen haben dem Leistungserbringer vor der Testung folgende Dokumente vorzulegen:
– einen amtlichen Lichtbildausweis, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren können anstelle des amtlichen Lichtbildausweises auch einen sonstigen geeigneten Lichtbildausweis (Schülerausweis, Kinderreisepass) vorlegen
– Nachweis darüber, dass die Person anspruchsberechtigt ist
– Bei einer medizinischen Kontraindikation zur Durchführung einer Impfung ein ärztliches Zeugnis hierüber

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