Real-Gelände wird umgestaltet

„Marktkauf“ und „Trinkgut“ kommen nach Herten-Bertlich

Keine fünf Monate nach der Schließung des Real-Marktes sind die Pläne für eine umfassende Sanierung und Wiederbelebung des Areals am Hoppenwall in Herten-Bertlich in trockenen Tüchern.
Der seit Januar 2021 geschlossene Real-Markt am Hoppenwall in Bertlich. © Frank Bergmannshoff

Bereits im Februar hatte unsere Zeitung berichtet, dass sich die Edeka-Tochter „Marktkauf“ in dem früheren Real-Warenhaus ansiedeln will. Eine offizielle Bestätigung gab es damals aber nicht.

Die kommt jetzt von dem Dorstener Gewerbeimmobilien-Entwickler Lars Naumann: „Das zur Naumann Immobiliengruppe (NIG) gehörende Unternehmen Naumann Immobilienanlage & Vermögensmanagement (NIV) hat den ehemaligen Real-Markt gekauft und wird den Standort neu entwickeln.“ Die NIV habe ein knapp 40.000 Quadratmeter großes Areal erworben, zu dem neben dem Real-Hauptgebäude auch das gegenüberliegende Nebengebäude gehöre.

Langfristige Mietverträge mit Marktkauf und Trinkgut

Die Sanierung wird voraussichtlich bis ins Jahr 2022 hinein dauern. Für die anschließende Nutzung sind laut NIV langfristige Mietverträge mit der Edeka Rhein-Ruhr Stiftung & Co. KG für ein „Marktkauf“-Warenhaus und für einen „Trinkgut“-Getränkemarkt abgeschlossen worden.

Frank Bergmannshoff
Nach der Schließung am 30. Januar 2021 wurden am Real-Markt alle Werbeschilder entfernt. © Frank Bergmannshoff © Frank Bergmannshoff

Gemeinsam mit Stadtbaurätin Janine Feldmann und ihrem Team hat Lars Naumann für das seit langer Zeit unansehnliche und zum Teil brachliegende Gelände ein Konzept erarbeitet, das nicht nur für den wirtschaftlich gebeutelten Ortsteil Bertlich eine deutliche Aufwertung bewirken wird. Der neue Einzelhandelsstandort dürfte auch Kunden aus Westerholt, Hassel, Alt-Marl und darüber hinaus anziehen. Und er wird Arbeitsplätze schaffen, die im Zuge der Real-Schließung verloren gingen.

Auch Wohnhäuser und eine Kita geplant

Einzelhandel wird allerdings nur einen Teil der Fläche belegen. Ergänzend entstehen auch Wohnhäuser und eine Kindertagesstätte.

Lars Naumann, geschäftsführender Gesellschafter der NIV, lobt die Zusammenarbeit mit der Stadt Herten: „Wir möchten uns stellvertretend bei Stadtbaurätin Frau Feldmann, Herrn Frank sowie Frau Thomas für die konstruktiven Gespräche und die vertrauensvolle Zusammenarbeit bedanken.“

Janine Feldmann betont: „Für Bertlich und Westerholt und damit für die Stadt Herten insgesamt bedeutet die Investition eine wichtige Entwicklung. Ich freue mich sehr, dass die Versorgungslücke zügig geschlossen werden kann.“

Marktkauf und Edeka in Herten bisher nicht präsent

„Marktkauf“ ist in Herten bisher ein unbeschriebenes Blatt. Die nächste Filiale ist in Buer, sie genießt unter Kunden einen guten Ruf. Die Konzern-Mutter Edeka wiederum will 2022/23 im neuen Herten-Forum in der Innenstadt ihre erste Hertener Filiale eröffnen.

Ein deutsch-russisches Konsortium hatte die Warenhaus-Kette Real im vergangenen Jahr vom Metro-Konzern erworben, dann zerschlagen und die Märkte weiterverkauft. Damals fand sich für den Standort Bertlich kein Käufer.

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