Millionen-Förderung soll Hallenbad Westerholt auf Vordermann bringen

Redakteur CvD/ Online
Außenansicht Hallenbad Westerholt
Die Außenansicht des Hallenbades an der Ecke Storcksmährstraße/Malteserstraße in Herten. © Oliver Kleine (Archiv)
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Was lange währt, wird endlich gut? Dieser Spruch könnte sich für das Hallenbad Westerholt bewahrheiten. Denn der Bund hat am Donnerstag (6.5.) Fördergelder für eine dringend nötige Sanierung des Gebäudes und der dortigen Einrichtungen freigegeben. Eine Millionensumme aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ (SJK) soll in das in die Jahre gekommene Hallenbad fließen.

Über diese Nachricht freut sich auch der heimische Bundestagsabgeordnete Michael Groß (SPD): „Mit der Entscheidung des Haushaltsausschusses beteiligt sich der Bund an der Sanierung mit drei Millionen Euro in diesem Jahr.“

Chronik: Das Hallenbad Westerholt

  • 1974 eröffnete die damals eigenständige Stadt Westerholt das Hallenbad an der Ecke Storcksmährstraße/Malteserstraße.
  • 1975 wurde Westerholt nach Herten eingemeindet und die Stadt Herten übernahm das Bad.
  • Seit 1990 betreiben die Hertener Stadtwerke das Westerholter Hallenbad. 1992 wurde am Copa Ca Backum das Hallenbad fertiggestellt. Seither wird das Westerholter Bad in erster Linie für Vereins- und Schulsport genutzt.
  • Ausstattung: 25-Meter-Becken, Ein-Meter-Sprungbrett, Drei-Meter-Sprungturm.

Lange Geschichte vor dem Happy-End?

Eine lange Geschichte scheint damit noch ein Happy-End zu bekommen. Schon 2018 hatten die Hertener Stadtwerke als Betreiber des Westerholter Hallenbades – kurzfristig und zunächst ohne entsprechenden Ratsentscheid – einen Förderantrag beim Bund gestellt, scheiterten jedoch mit dem Vorhaben.

Nun aber gab es doch einen positiven Bescheid, allerdings haben sich in der Zwischenzeit die Konditionen verschlechtert. Denn 2018 wären im Erfolgsfall sogar noch vier Millionen Euro an Fördersumme ins Bad geflossen. In dem neu aufgelegten Bundesprogramm gibt es maximal drei Millionen Euro pro Projekt.

Kosten sind gestiegen

Und während auf der einen Seite der Zuschuss geringer ausfällt, sind auf der anderen Seite die Sanierungskosten gestiegen. Im Jahr 2018 waren sie noch auf 5,6 Mio. Euro veranschlagt worden, 2020 gingen die Stadtwerke jedoch durch die aufgeheizte Baukonjunktur bereits von Kosten in Höhe von 7,12 Mio. Euro aus – Tendenz steigend. Eigenanteil der Stadt: 333.333 Euro, den Rest müssen die Stadtwerke stemmen.

Das Hallenbad, das 1974 an der Ecke Storcksmährstraße/Malteserstraße eröffnet wurde, bedarf dringend einer Kernsanierung. So ist die gesamte Technik völlig veraltet und das Gebäude meilenweit entfernt von heutigen energetischen Standards.

Innenansicht Hallenbad Westerholt
Becken, Sprungturm, Ein-Meter-Brett: Das Westerholter Bad ist ein klassisches Hallenbad. © Hertener Allgemeine (Archiv) © Hertener Allgemeine (Archiv)

Auch das Schwimmbad Copa Ca Backum im Backumer Tal wird aktuell fit für die Zukunft gemacht. Hier liegen die Kosten, um Umkleidebereiche und Schwimmbecken zu modernisieren, sogar bei knapp 13 Millionen Euro.