Freiwillige Feuerwehr

Neue Löschzug-Führung: Kühler Kopf, wenn’s brenzlig wird

Carsten Suppanz und Andreas Schmidt sind seit der Jugendfeuerwehr Mitglieder des Löschzugs Scherlebeck. Jetzt hat das Duo die Führung übernommen.
Der Löschzug Herten der Freiwilligen Feuerwehr hat eine neue Führung: (v.l.) Andreas Schmidt und Carsten Suppanz haben das Amt von Theodor Koch und Ingo Ossenbühl übernommen, die den Löschzug 15 Jahre lang führten. © Feuerwehr Herten

Suppanz und Schmidt lösen Theodor Koch und Ingo Ossenbühl ab, die das Amt 15 Jahrelang innehatten. Nicht nur, wenn es brennt: Wann immer sie gebraucht werden, stehen die Mitglieder des Löschzugs Scherlebeck den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Herten zur Seite. Die 53 Feuerwehrleute sind im Jahr 2020 insgesamt 43 Mal zu Einsätzen ausgerückt.

Über Jahre haben Theodor Koch und Ingo Ossenbühl die Geschicke des Löschzugs geleitet. Anfang 2021 haben sie aber beschlossen, die Arbeit in die Hände jüngerer Feuerwehrleute zu übergeben. Koch und Ossenbühl bleiben aber aktive Mitglieder im Löschzug und stehen ihren Nachfolgern stets mit Rat und Tat zur Seite.

Große Mehrheit des Löschzugs für Suppanz und Schmidt

In einem sogenannten Anhörungs-Verfahren, sind die Mitglieder des Löschzugs in einem Brief aufgefordert worden, diejenigen zu benennen, die sie für dieses Amt für geeignet halten. Namen waren nicht vorgegeben, berichtet Roland Schulz von der Berufsfeuerwehr Herten. Die anonym gesendeten Bögen wurden dann ausgewertet. Carsten Suppanz und Andreas Schmidt wurden mit großer Mehrheit gewählt. „Es ist schön zu sehen, dass sie so eine breite Unterstützung in ihrem Löschzug haben“, sagt Roland Schulz.

Offiziell sind Carsten Suppanz und Andreas Schmidt seit dem 1. Mai in Amt und Würden. Der Hertener Feuerwehr-Chef Stefan Lammering übergab die Urkunde am Mittwoch. Vor dem Gerätehaus des Löschzugs Scherlebeck dankte er noch einmal den scheidenden Löschzugführern Brandoberinspektor Theodor Koch und seinem Stellvertreter Brandinspektor Ingo Ossenbühl für ihr jahrelanges ehrenamtliches Engagement.

„Es ist eine gewaltige Aufgabe, so ein Ehrenamt über so viele Jahre auszuführen. 15 Jahre sind eine reife Leistung“, sagte auch Roland Schulz. Coronabedingt konnte die Amtseinführung der beiden neuen Kräfte nur in kleinem Rahmen stattfinden.

Kameradschaft stärken und das Team zusammenzuhalten

Der neue Löschzugführer Brandinspektor Carsten Suppanz ist über die Jugendfeuerwehr in den Löschzug Scherlebeck gekommen. Er weiß, dass er in große Fußstapfen tritt: „Unsere Vorgänger haben den Löschzug immer zu unserer vollsten Zufriedenheit geführt“, sagt er und freut sich auf die neue Aufgabe als Motivator. „Uns ist es wichtig, die Kameradschaft zu stärken und das Team zusammenzuhalten“, sagt der 45-Jährige. Sowohl auf der Einsatz- als auch der Kameradschafts-Ebene sei es wichtig, dass sich die Feuerwehrleute aufeinander verlassen können.

Als stellvertretender Löschzugführer fungiert künftig Oberbrandmeister Andreas Schmidt. Der 32-Jährige hat die wichtigsten Fähigkeiten für seine Aufgabe bereits im Beruf als Bauleiter bei einer Wohnungsbaugesellschaft gelernt: Koordinieren und Probleme lösen. 2001 kam er über einen Bekannten im Alter von zwölf Jahren zur Jugendfeuerwehr. „Ich bin seit Tag eins Feuer und Flamme“, sagt er und lacht. Die ausgeprägte Kameradschaft hat ihn begeistert. Als Gruppenführer hat er erste Führungserfahrungen gesammelt.

Großes Thema: Neues Gerätehaus

Andreas Schmidt hofft darauf, dass so schnell wie möglich wieder Übungsabende bei der Feuerwehr stattfinden können. „Es ist sehr wichtig, dass wir das Gefühl für die großen Autos behalten und dass die Handgriffe im Einsatz sitzen“, sagt er. Er hofft, dass echte Treffen nach der zweiten Impfung wieder möglich sind.

Ein Thema wird die neue Führung des Löschzugs in den kommenden Monaten verstärkt beschäftigen: der Neubau des Feuerwehr-Gerätehauses. Immer wieder gab es Diskussionen um den Standort und den genauen Ausbau für die Scherlebecker Feuerwehrleute. Wann der Bau beginnt und die Einsatzkräfte des Löschzugs 2 der Freiwilligen Feuerwehr dort ihr Quartier beziehen können, ist derzeit allerdings noch nicht absehbar.

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