Beide Seiten sollen profitieren

Projekt: Herta kooperiert mit einer Berufsschule

So soll die Zusammenarbeit aussehen: Schüler bekommen beim IHK-Projekt Unterstützung bei der Berufsorientierung, das Unternehmen bekämpft aktiv den Fachkräftemangel.
Vereinbarung besiegelt: Gabriele Dinter (Schulsozialarbeiterin), Eva Hild (IHK), Christina Koslowsky (Human Recources), Diana Spevak (StuBo), Wolfgang Großler (Schulleiter Hans-Böckler Berufskolleg) und Bettina Fürstenberg (Geschäftsführerin Herta). © Andre'Chrost

Das Hans-Böckler-Berufskolleg in Marl und die Herta GmbH sind offizielle Kooperationspartner im Projekt „Partnerschaft Schule-Betrieb“ der Industrie- und Handelskammer (IHK). Vertreter von Unternehmen und Schule unterzeichneten jetzt eine entsprechende Vereinbarung.

Hauptziel des IHK-Projektes ist es, Schülerinnen und Schüler bei der Berufsorientierung sowie Unternehmen bei der Sicherung des Fachkräftenachwuchses zu unterstützen. „Der Schlüssel zum Erfolg ist das persönliche Kennenlernen: Die Schüler entdecken ihre Interessen und das Unternehmen findet Talente, die es zu fördern lohnt“, erklärt Eva Hild von der IHK.

Ausbildung und Duales Studium sind möglich

Herta vertreibt deutschlandweit Fleischereiprodukte und Wurstwaren. Nach eigenen Angaben ist das Unternehmen in wichtigen Segmenten Marktführer. Am Stammsitz an der Westerholter Straße 750 befinden sich die Verwaltung sowie die neue Produktion mit rund 400 Beschäftigten. Jedes Jahr bildet Herta in den Berufen Industriekaufmann/-frau, Fachkraft für Lebensmitteltechnik, Elektroniker/-in für Betriebstechnik sowie Chemielaborant/-in aus. Zudem können Nachwuchskräfte ihre betriebliche Ausbildung mit einem Dualen Studium verknüpfen.

Praxiserfahrung durch Betriebspraktika

Im IHK-Projekt „Partnerschaft Schule-Betrieb“ berichten Fachkräfte des Unternehmens im Unterricht von ihrem beruflichen Alltag und vermitteln betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse. Auszubildende gehen als IHK-Ausbildungsbotschafter in die Schulklassen, um über Berufswahl, Berufe und Ausbildung zu informieren. Darüber hinaus bietet Herta Schülerinnen und Schülern Betriebspraktika an, damit sie ihre erworbenen Kenntnisse direkt in der Praxis anwenden können.

Keine Talente unentdeckt lassen

Herta-Geschäftsführerin Bettina Fürstenberg unterstreicht angesichts des spürbaren Fachkräftemangels die Notwendigkeit, keine Talente unentdeckt zu lassen: „Unternehmen bleiben auf Dauer nur wettbewerbsfähig, wenn man frühzeitig junge Menschen ausbildet und so rechtzeitig den Bedarf an neuen Fachkräften deckt.“

Info: Die IHK Nord Westfalen bietet allen Schulen und Unternehmen in ihrem Bezirk Unterstützung bei der Anbahnung von Kooperationen an. Ansprechpartnerin ist Eva Hild, Tel. 0209/388-539.

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