Rotary Club

Von Baumpflanzung bis Mathe-Kiste: „Schön, so viele Projekte unterstützen zu können“

Ulmus hollandica Lobel – das ist der wohlklingende botanische Name für die besonders schmalkronige Version der Ulme. Sieben Prachtexemplare dieses schönen Laubbaums komplettieren jetzt die Allee in der Scherlebecker Karl-Hermann-Straße.
Großer Bahnhof für den letzten der gespendeten Allee-Bäume in der Karl-Hermann-Straße: Jan Tobias Welzel (Leiter ZBH-Grün), Stadtbaurätin Janine Feldmann, die Baumpaten Sebastian Sdrenka, Babette Nieder, Ralph Hoffert und Rotary Club-Präsident Gregor Spohr (v.l.).
Großer Bahnhof für den letzten der gespendeten Allee-Bäume in der Karl-Hermann-Straße: Jan Tobias Welzel (Leiter ZBH-Grün), Stadtbaurätin Janine Feldmann, die Baumpaten Sebastian Sdrenka, Babette Nieder, Ralph Hoffert und Rotary Club-Präsident Gregor Spohr (v.l.). © Nachlik

Möglich gemacht haben dies der Rotary Club Herten und engagierte Einzelspender des Clubs als Baumpaten. Im Beisein zahlreicher Anwohner und Vertreter der Siedlergemeinschaft Gertrudenau wurde jetzt die letzte der sieben Ulmen gepflanzt.

Durch Erkrankung einiger der bisher in der Straße vorhandenen Kastanienbäume und durch die Erneuerung der Gasleitung waren Lücken in der Allee entstanden. Lücken, die schnellstens geschlossen werden sollten, denn die Alleen bestimmen seit dem Bau der Bergmannssiedlung Gertrudenau im Jahr 1899 den Charakter des Viertels und sorgen auch in heißen Sommern für ein angenehmes Klima.

Ulmen sind robuster

Und warum nun Ulmen statt Kastanien? Zum einen, so erklären Jan-Tobias Welzel, der Bereichsleiter Grün des ZBH, und Hertens Baumsachverständiger Lars Kuhnt, sind die Stadtulmen robuster. Außerdem kehrt man damit zurück zur Geburtsstunde der Siedlung. Jogi Lenort, Vorsitzender der Siedlergemeinschaft: „Ursprünglich waren hier Ulmen gepflanzt. Die Kastanien kamen erst später.“

Bevor die Baumpaten Sebastian Sdrenka, Babette Nieder, Ralph Hoffert und Club-Präsident Gregor Spohr zu Schaufel und Besen griffen, um die letzte Ulme einzupflanzen, bedankte sich Stadtbaurätin Janine Feldmann im Namen der Stadt Herten herzlich für das Engagement der Rotarier. „Ohne Ihre Spende hätten wir diese Pflanzung nicht finanzieren können.“

Die Pflanzaktion in Scherlebeck ist eines von vielen Beispielen, mit denen der Rotary Club Herten Einrichtungen und Projekte fördert. Nach seiner Spendenaktion für die Ukraine-Hilfe des DRK vergab jetzt der Förderverein des Clubs Spenden in einer Gesamthöhe von 13.640 Euro. Gelder, die unter anderem durch den Verkauf des Jahreskalenders und durch andere Aktionen zur Verfügung standen und die nun wie folgt verteilt werden:

  • Das Hertener Frauenhaus wird mit 3000 Euro unterstützt.
  • Das Therapiezentrum Hof Feuler hat bereits 2000 Euro für eine dringende Reparatur erhalten und bekommt weitere 1000 Euro.
  • Ebenfalls 3000 Euro gibt es für die Kinder- und Jugendarbeit auf dem Hof Wessels der Hertener Bürgerstiftung.
  • Die Achtenbeckschule bekommt für die Möblierung ihrer geplanten Study Hall einen Zuschuss in Höhe von 2000 Euro.
  • 1000 Euro bekommt der Verein EPP, der sich für die Belange der an einer seltenen Lichtkrankheit erkrankten Personen einsetzt.
  • Nachdem im letzten Jahr die Hertener Grundschulen mit Mathe-Kisten ausgestattet wurden, spenden die Rotarier jetzt weitere fünf Kisten an die Achtenbeckschule und an die Christy-Brown-Schule.
  • Und schließlich finanzieren die Rotarier noch die Miet-Busse für die Jugendlichen des SC Herten für die Fahrt zum Pfingstturnier in der Patenstadt Arras.

„Wie schön, so viele Projekte unterstützen zu können“, freut sich Club-Präsident Gregor Spohr. Er bedankt sich auch bei Dirk Mattheis, Ulrich Suttmeyer und Petra Gabrielidis, dem Vorstand des Fördervereins, für deren Tätigkeit. „Neben dem internationalen Engagement von Rotary legen wir besonderen Wert darauf, hier vor Ort Hilfestellung zu geben.“

Um dafür weitere Spenden zu sammeln, lädt der Rotary Club am Samstag, 30. April, von 13 bis 18 Uhr zu einem bunten Frühlingsfest mit Flohmarkt ein auf den Hof Wessels, Langenbochumer Straße 341. Für Verpflegung – von Würstchen bis zu Kuchen und Waffeln – ist ebenso gesorgt wie für einige Kinder-Aktionen. Und unter den ausgesuchten Flohmarkt-Stücken ist vielleicht auch das eine oder andere Schätzchen zu finden. Es soll ein Treffen für die ganze Familie sein, zu dem alle herzlich eingeladen sind. Wer mit dem Auto kommt, sollte bitte auf der Schlägel-und-Eisen-Straße parken und den kleinen Verbindungsweg zum Hof nutzen.

Info: Rotary lädt ein: Frühlingsfest mit Flohmarkt, Samstag, 30. April 2022, 13 – 18 Uhr, Hof Wessels, Langenbochumer Straße 341

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