Sensoren senden Daten

Smarte Stadt Herten: Stadtwerke bauen Funk-Netzwerk auf

Sensoren, die den Füllstand der Mülltonne anzeigen, die melden, wo es einen freien Parkplatz gibt oder die den Fernwärme-Zähler auslesen? Letzteres wird in Herten gerade getestet.
Ein neues Netzwerk als weiterer Schritt auf dem Weg zur smarten Stadt Herten (v.r.): Bürgermeister Matthias Müller, Stadtwerke-Geschäftsführer Thorsten Rattmann und Carsten Honz präsentieren die neue LoRaWAN-Technik im Hertener Stadtgebiet.
Ein neues Netzwerk als weiterer Schritt auf dem Weg zur smarten Stadt Herten (v.r.): Bürgermeister Matthias Müller, Stadtwerke-Geschäftsführer Thorsten Rattmann und Carsten Honz präsentieren die neue LoRaWAN-Technik im Hertener Stadtgebiet. © Stadtwerke

Temperatur, Feuchtigkeit, CO2 oder Wetterdaten – all das und vieles mehr ist mithilfe von Sensoren messbar. Sind diese Geräte mit einem Netzwerk verbunden, können die Daten über größere Entfernungen gesendet werden. Ein solches Netzwerk bauen die Stadtwerke gerade in Herten auf: das LoRaWAN. Das ist die Abkürzung für „Long Range Wide Area Network“. Die Stadtwerke legen damit einen weiteren Baustein für die „Smarte Stadt Herten“.

„Die LoRaWAN-Technologie kann vieles vernetzen, was mit Sensormessung möglich ist“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Thorsten Rattmann. „Das eröffnet uns im Rahmen der Digitalisierung diverse Möglichkeiten, um Prozesse und Abläufe zu vereinfachen.“ So testen die Stadtwerke das neue Funknetz aktuell beispielsweise zur Fernauslesung von Fernwärme-Zählern. „Unsere Fernwärmezähler werden standardmäßig mit einem Funkmodul versehen. Dieses Modul ermöglicht die drahtlose und sichere Kommunikation zwischen dem Zähler und unseren Servern“, erklärt Carsten Honz, Leiter der Abteilung Zählermanagement. „Mithilfe der Funktechnik ist eine Ablesung vor Ort nicht mehr erforderlich – das spart Zeit und bietet unseren Fernwärme-Kunden in Zukunft einen besonderen Service.“

Die LoRaWAN-Technik biete zudem weitere Vorteile: Die Datenübertragung funktioniert kabellos per Funk über relativ große Entfernungen. Die Sensoren verbrauchen wenig Platz und Energie und sind wartungsarm. Für ein flächendeckendes Netz haben die Stadtwerke an sechs öffentlichen Gebäuden sogenannte „Gateways“ angebracht, die die Daten der Sensoren aus dem Stadtgebiet an ein Dashboard senden – eine Art digitales Armaturenbrett. Geltende Sicherheitsbestimmungen würden eingehalten.

„Möglichkeiten der Digitalisierung weiter nutzen“

„LoRaWAN bietet somit die idealen Voraussetzungen für die Entwicklung smarter Anwendungen – gerade auch im kommunalen Bereich“, stellt Bürgermeister Matthias Müller fest. „Herten soll eine smarte Stadt werden, die den Bürgerinnen und Bürgern in vielen Bereichen einen Mehrwert bietet. Wir müssen die Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen und weiter ausbauen.“

Die Anwendungsgebiete sind vielfältig. So könnte LoRaWAN künftig etwa dazu beitragen, den Füllstand von Mülltonnen zu ermitteln, freie Parkplätze anzuzeigen oder Brandentwicklungen zu melden. Derzeit existieren über 150 unterschiedliche Sensoren für verschiedenste Anwendungen.

Die Stadtwerke wollen in Kürze weitere testen, etwa Sensoren in Fernwärmeschächten, die Feuchtigkeit bzw. Wassereinbrüche melden, oder auch Kurzschlussanzeiger, mit denen Kabelfehler bei Störungen im Stromnetz einfacher gefunden werden können.

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