Spannende Video-Doku der Hertener Band Katharsis

Die drei Musiker der Hertener Band Katharsis sind vor Corona fast jedes Wochenende aufgetreten, seitdem nur im Stream. Jetzt gibt es einen Online-Rückblick.
Die Hertener Band Katharsis trat unter anderem beim Sparkassenclubraum-Contest auf. © Ellen Hempel

Ausgelassene Konzerte, gute Stimmung hinter den Kulissen und auf der Bühne: dafür stehen Tim „Tizzle“ Langer, Lilia Gurov und Michael „Melone“ Hinse von der Hertener Band Katharsis. Ganz intime Einblicke in die Entstehung ihrer Songs, Studio-Aufnahmen und die Zeit vor und nach dem Konzert, geben die Hertener Musiker in einer Video-Dokumentation mit dem Titel „Am Ende bleibt nur die Musik“. Zu hören gibt es auch Ausschnitte aus den neuen Liedern der „Traumfänger EP“

Fotografin Ellen Hempel begleitet die Band

Ein Jahr lang hat Fotografin Ellen Hempel die Musiker begleitet, interviewt und das Material auf eine Video-Dokumentation von einer halben Stunde zusammengeschnitten. „Am Ende bleibt nur die Musik“ ist auf Youtube zu finden. Entstanden sind Aufnahmen, die die Musiker zeigen, wie sie zum Beispiel auf der Bühne alles geben, wie sie gemeinsam lachen und über ihre Gefühlswelt und die Entstehung ihrer Songs sprechen.

Hinter den Kulissen beim Auftritt in der Schwarzkaue

Gefilmt ist die Doku aus Perspektiven, die die Konzertbesucher so sonst nicht zu sehen bekommen. Zum Beispiel beim Einsingen vor dem Konzert in der Schwarzkaue auf Schlägel & Eisen und beim Interview mit der Hertener Allgemeinen Zeitung. Viele Bilder sind in schwarzweiß. Ebenfalls gezeigt werden Studio-Aufnahmen für das Album Whiskey und Gedichte sowie die neue Platte, ihre „Traumfänger EP“.

Katharsis löst sich auf

Mit der Veröffentlichung der Songs endet die gemeinsame Bandgeschichte.

„Für mich war die Katharsis-Zeit aufregend und eine wirklich schöne Erfahrung. Egal wie oft wir auch live aufgetreten sind, ich war jedes Mal so aufgeregt wie beim ersten Mal“, berichtet Gitarrist Michael „Melone“ Hinse.

Gitarrist Michael
Gitarrist Michael “Melone” Hinse © Ellen Hempel © Ellen Hempel

Dass aus Musikern eine Band und anschließend Freunde geworden sind, war für ihn „einfach eine tolle Erfahrung“, ebenso wie die CD-Produktion. „Auch wenn es das ein oder andere Mal nervenaufreibend war und Zeit und Energie gekostet hat, würde ich es jedes Mal wieder machen. Und mal ehrlich: Wer kann schon behaupten, dass er eine eigene CD hat?“, sagt er mit einem Augenzwinkern.

Er nimmt sich erstmal eine Auszeit, um sich aufs Studium zu konzentrieren. „Die Gitarre werde ich aber nie ganz weglegen“, verspricht er.

Sängerin Lilia Gurov möchte weiter Songs schreiben

Weiterhin der Musik widmen möchte sich auch Sängerin Lilia Gurov, die auf der Traumfänger EP ihre ersten selbst geschriebenen Songs veröffentlicht hat. „Das Feedback war sehr positiv. Viele die oft bei unseren Auftritten gewesen sind, haben gesagt, dass sie erst jetzt merken, wie krass sie das vermissen und wie schade sie es finden, dass wir nicht mehr gemeinsam auftreten“.

Sängerin Lilia Gurov
Sängerin Lilia Gurov © Ellen Hempel © Ellen Hempel

Aber das bietet der jungen Musikerin auch eine neue Chance: Sie ist das erste Mal im Leben nun solo unterwegs und somit frei und offen in dem, was sie tun möchte. „Mich interessiert der instrumentale Sektor. Ich möchte mich nicht nur auf eine Richtung fokussieren“, sagt sie und kann sich neben R‘n‘B-Nummern auch vorstellen in Richtung Soul, Dance oder House zu gehen.

Rapper Tim „Tizzle“ Langer arbeitet schon an neuen Songs

Dabei bleibt auch Rapper Tim „Tizzle“ Langer. Er arbeitet schon wieder an neuen Songs. „Nur weil es Katharsis nicht mehr gibt, heißt es nicht, dass wir aufhören“, sagt er und arbeitet bereits an seinem neuen Projekt „Licht und Schatten“. Die Songs sollen bereits im Mai zu hören sein.

Sänger und Rapper Tim
Sänger und Rapper Tim “Tizzle” Langer © Ellen Hempel © Ellen Hempel

Er hat gemeinsam mit Ellen Hempel die Dokumentation ausgearbeitet und dabei den Titel ganz bewusst gewählt. „Die Musik bleibt. Das soll das Statement sein“, sagt er. Und das sind authentische Texte und rhythmisch passendes Gitarrenspiel. Songs, die von der Liebe erzählen wie „Notausgang“ oder zum Träumen einladen wie „Traumfänger“, aber den Musikern immer aus der Seele sprechen.

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