Um „Ignatz von Herten“ ist es ruhig geworden – das ist der Grund

Bürgertraber „Ignatz von Herten“ (links) erholt sich in diesen Wochen auf der Nordsee-Insel Neuwerk.
Bürgertraber „Ignatz von Herten“ (links) erholt sich in diesen Wochen auf der Nordsee-Insel Neuwerk. © Anke Rosenkranz
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Der Grund: Der Achtjährige weilt seit Anfang Juni zur Kur auf der Insel Neuwerk. Dort soll sich er sich dank der jodhaltigen Nordsee-Luft erholen. Kerstin Oex aus dem Bürgertraber-Vorstand berichtet: „Der Igi zog bei den letzten Auftritten nicht mehr richtig durch, was wir überhaupt nicht von ihm kannten. Unsere Ärztin Dr. Ingrid Hornig hat bei einer Blutgas-Untersuchung festgestellt, dass nicht ausreichend Sauerstoff in die Lunge kommt. Nach einer Behandlung mit Medikamenten haben wir ihn auf Anraten von Ingrid Hornig anschließend zur Nordsee geschickt.“

„Abschalten und den Kopf freibekommen“

Das Quartier bei der Familie Griebel auf Neuwerk ist für Rennpferde bestens erprobt. Spitzenpferde wie Derbysieger Rambo Corner (Gewinnsumme 538.000 Euro) haben hier Kraft getankt. Unabhängig von seinem gesundheitlichen Problem sei für den Dunkelbraunen ein längeres Ausspannen ohnehin wichtig: „Igi hat zwischendurch zwar kleine Pausen eingelegt. Aber jetzt kann er mal so richtig abschalten und den Kopf freibekommen“, sagt Vorstandsfrau Alexa Brachmann.

Auf der Insel sieht das so aus, dass Ignatz mit 20 anderen Pferden Tag und Nacht draußen auf dem Außendeich bleibt. Anke Rosenkranz, die ihn vor Ort betreut, erinnert sich: „Am ersten Tag hat er etwas sparsam geguckt. Er fühlte sich wohl verlassen.“ Doch mittlerweile habe er sich eingewöhnt und genieße es, sich auf den Salzwiesen in der Herde gemeinsam mit anderen Pferden zu bewegen.