Wochenend-Übersicht

Veranstaltungen am laufenden Band: Herten feiert – aber beweist auch Mitgefühl aus traurigem Anlass

Jubel, Trubel, Heiterkeit: Das Wochenende bietet alles, worauf Herten in der Corona-Zeit sehnsüchtig gewartet hat. Es gibt Veranstaltungen zuhauf und eine Solidaritätsaktion für die Ukraine.
Die Gelsenkirchenerin Cornelia Landau ist am Wochenende mit ihren Acrylbildern auf dem Kunst-Hippie-Markt auf Schlägel & Eisen vertreten.
Die Marler Band "Blues Generation N" ist am Freitagabend bei der Blues-Session zu Gast auf Schlägel & Eisen (v.l.), Marcel Koritnik, Max Borkenstein, Bogdan Mider, Henner Becker und Volker Drees. © Privat

Bereits am Freitag um 19 Uhr läutet die nächste Blues-Session im Tiefkeller der Schwarzkaue auf der ehemaligen Zeche Schlägel & Eisen (Glückauf-Ring 35-37) die tollen Tage ein. Im Mittelpunkt steht als Opener eine Gruppe aus der Nachbarstadt Marl, deren Bandname „Blues Generation N“ verdeutlichen soll, dass ihre Musiker aus verschiedenen Generationen stammen. Vor fast zehn Jahren im Umfeld von Chris Kramer entstanden, hat die Band kontinuierlich ihre Interpretation der Blues-Musik vorangetrieben.

Nach dem Auftritt heißt es für alle weiteren Musiker wieder: „Es darf gejammt werden!“ Der Eintritt ist frei. Um Voranmeldung wird gebeten unter Tel. 0151/15677697 oder per E-Mail:info@blues-session-herten.de.

Was lange währt, wird endlich gut: Diese Weisheit passt zur Wiedereröffnung der Orangerie am Samstag, 11. Juni. Ab 11 Uhr wird das neue Dach sowie der behindertengerechte Aufgang des historischen Bauwerks aus dem Jahr 1725 im Stil der italienischen Spätrenaissance nach langen Bangen um die Fertigstellung feierlich eingeweiht. Teilnehmen bei der Veranstaltung des Fördervereins Orangerie e.V. wird unter anderem Dr. Ute Röder aus dem Vorstand der NRW-Stiftung, durch deren Förderung in Höhe von 155.000 Euro der Bau des Daches erst möglich gemacht wurde. Die musikalische Begleitung des Programms gestalten mehrere Chöre: Chorus female 1999 e.V., der Shanty Chor Herten und das Akkordeon Orchester Recklinghausen.

Ein sportlicher Wettbewerb, den es in dieser Form in Herten noch nicht gegeben hat, steigt ebenfalls am Samstag (11.6.) auf der Halde Hoheward. Und „steigen“ kann man dabei wörtlich nehmen: Denn beim 1. Ruhrpott-Groundhandling-Cup werden Gleitschirmpiloten sich von 10 bis 15 Uhr in die Höhe schwingen und in einem Parkour-Lauf messen.

Spektakuläre Aussichten genießen am Samstag auf der Halde Hoheward nicht nur die Gleitschirmpiloten beim 1. Ruhrpott-Groundhandling-Cup. Für die Zuschauer gibt es eine besondere Aktion, die auf die Lage in der Ukraine hinweisen soll.
Spektakuläre Aussichten genießen am Samstag auf der Halde Hoheward nicht nur die Gleitschirmpiloten beim 1. Ruhrpott-Groundhandling-Cup. Für die Zuschauer gibt es eine besondere Aktion, die auf die Lage in der Ukraine hinweisen soll. © Winfried John

Eine besondere Aktion gibt es nach der Hauptveranstaltung: Um 15 Uhr bilden die Cup-Teilnehmer mit ihren Gleitschirmen eine große Peace-Formation, um ein Zeichen gegen den Ukraine-Krieg zu setzen.

Eine weitere Premiere ist unterm Zechenturm von Schlägel & Eisen in Langenbochum zu erleben. Am Samstag und Sonntag (11./12. Juni) gibt es im Innenhof das erste Pütt-Art-Festival. 15 Künstlerinnen und Künstler werden jeweils von 12 bis 22 Uhr ihre Arbeiten präsentieren – die teilweise direkt vor Ort erstellt werden. Denn zum Konzept gehört auch Live-Streetart.

Die Marler Band
Die Gelsenkirchenerin Cornelia Landau ist am Wochenende mit ihren Acrylbildern auf dem Kunst-Hippie-Markt auf Schlägel & Eisen vertreten. © Privat

Hippie-Markt und Ibiza-Party

In die Stöbermeile reihen sich auf einem Hippie-Markt Kunsthandwerker mit handgefertigtem Schmuck, Kerzen, Traumfängern oder Hundehalsbändern ein. Eine Präsentation imposanter US-Cars liefert weitere Schauwerte. Den Samstagabend können die Besucher ab 22 Uhr mit einer Aftershow-Ibizaparty in der Schwarzkaue ausklingen lassen. Und auch in einer Chillout-Area sollen DJs für ausgelassene Stimmung sorgen.

Ganz andere Klänge gibt es am Samstag und Sonntag rund um den Kaiserhof in der City. Beim Musik-Festival „Vest im Revier“ haben sich bekannte Künstler angesagt. Gaststar ist Achim Petry. Das Motto für die zweitägige Sause, die das Wirte-Ehepaar Sandra und Dirk Lasarz organisiert hat, lautet – in Anlehnung an einen der bekanntesten Hits seines Vaters Wolfgang („Wolle“) Petry: „Wir sind das Ruhrgebiet“. Zum Auftakt am Samstag um 16 Uhr spielt die „Siebenbürger Blaskapelle“ ein Platzkonzert, ab 18 Uhr rocken die „Servants“, bevor ab 20 Uhr bei Achim Petry Schlager im Mittelpunkt stehen.

„The Servants“ begeisterten das Publikum schon im vergangenen Jahr bei der „Rockparty“ auf der Antoniusstraße.
„The Servants“ begeisterten das Publikum schon im vergangenen Jahr bei der „Rockparty“ auf der Antoniusstraße. © Danijela Budschun

Viel Musik – natürlich gespickt mit jeder Menge kulinarischem Drumherum – wird auch am Sonntag geboten. Tagestickets (Samstag: 21,50 Euro; Sonntag: 10 Euro) sind erhältlich im Kaiserhof (Antoniusstraße 16), im Tattoo 63 (Bahnhofstraße 63) in Westerholt oder in der Fahrschule Ackermann in Dorsten (Freiheitsstraße 19).

Klein, aber fein ist dagegen das Jubiläumsfest zum 70-jährigen Bestehen, das der Kleingärtnerverein Paschenberg e.V. am Samstag in seiner Anlage am Talweg auf die Beine stellen wird. Um 15 Uhr bestreitet die Tanzgruppe „come together“ der Lebenshilfe in Recklinghausen den Auftakt.

Kleingärtner feiern 70-jähriges Jubiläum

Danach gibt es Kaffee und Kuchen sowie am Abend leckeres Essen vom Grill. Für die Kinder steht eine Hüpfburg bereit und locken Schminkaktionen. Am 28. September 1952 wurde die Kleingartenanlage, bestehend aus 79 Gärten mit ca. 200 m² Fläche, von Zechenangehörigen gegründet.

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