Verdi ruft kurzfristig zu Warnstreiks in Kitas auf

Die Gewerkschaft Verdi ruft zu weiteren Warnstreiks auf.
Die Gewerkschaft Verdi ruft zu weiteren Warnstreiks auf. © Friso Gentsch/dpa/Symbolbild
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Die Eltern von Kita-Kindern haben es nicht leicht. Die Corona-Belastungen bis hin zur Schließung ganzer Einrichtungen sind kaum vorbei. Jetzt sorgt der Tarifstreit zwischen Gewerkschaften und kommunalen Arbeitgebern für neue Einschränkungen.

Schon die ersten Verhandlungsrunde am 25. Februar war gescheitert. Darauf folgte ein Warnstreik am 8. März. Eric Lobach von der Gewerkschaft Verdi in Recklinghausen meinte, dass die kommunalen Arbeitgeber die Chance vertan hätten, die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst zu verbessern. Gemeint sind neben den Kitas zum Beispiel auch Beschäftigte im Jugendamt, in der Sozialarbeit usw.

Zweite Verhandlungsrunde gescheitert

Am 22. März ist auch die zweite Verhandlungsrunde gescheitert. Die Gewerkschaft reagiert kurzfristig mit weiteren Warnstreiks, zum Beispiel am 24. März in Gelsenkirchen. Weitere Städte sollen am morgigen 25. März folgen: Aufgerufen zum Streik sind Sozialarbeiter/innen, Sozialpädagog/innen und die Beschäftigten in den kommunalen Kitas der Städte im Kreis Recklinghausen, also auch in Herten, sowie bei der Kreisverwaltung in Recklinghausen.

Vor allem städtische Kitas betroffen

Betroffen werden neben einzelnen Bereichen der Stadtverwaltung (z.B. Jugendamt) wohl vor allem die vier städtischen Kitas sein. Beim ersten Warnstreik blieb die „Pusteblume“ in Herten-Süd komplett geschlossen. In der „Sternschnuppe“, im „Distelpink“ und im „Kiko“ kam es zu Einschränkungen bzw. zur Bildung von Notgruppen. Ähnlich dürfte sich die Situation auch beim zweiten Warnstreik darstellen. Die Streikenden treffen sich morgen Früh um 9 Uhr im Dr. Helene-Kuhlmann-Park in Recklinghausen zu einer gemeinsamen Streikkundgebung.

Kampf für mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen

Warum Streiks? Für den öffentlichen Dienst gelten Tarifverträge. Endet deren Laufzeit, müssen sie zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften neu ausgehandelt werden. Das ist jetzt der Fall. Die Gewerkschaft Verdi argumentiert, dass nicht nur die Eltern, sondern auch die Beschäftigten eine harte Corona-Zeit hinter sich haben. Hinzu kämen, so Eric Lobach, mangelhafte Arbeitsbedingungen, nicht angemessene Gehälter, eine starke Fluktuation und ein sich zuspitzender Fachkräftemangel.