„Dooring-Unfall“ in Herten: Keine Seltenheit im Straßenverkehr – aber so einfach zu vermeiden

Solche brenzligen Situationen haben schon viele Radfahrer erlebt: Auch in Herten und Marl gibt es an vielen Stellen die Gefahr eines „Dooring-Unfalls“.
Solche brenzligen Situationen haben schon viele Radfahrer erlebt: Auch in Herten und Marl gibt es an vielen Stellen die Gefahr eines „Dooring-Unfalls“. © Symbolfoto: picture alliance/dpa
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Nach Angaben der Polizei wollte ein 32-jähriger Radfahrer aus Gelsenkirchen am Mittwochnachmittag (13.7.) gegen 14.30 Uhr auf der Bahnhofstraße in Westerholt an einem geparkten Pkw vorbeifahren. Er hatte aber nicht damit gerechnet, was dann passierte.

Denn im selben Moment öffnete die 61-jährige Autofahrerin aus Marl die Fahrertür und der Radfahrer prallte dagegen. Der 32-Jährige konnte zwar einen Sturz vermeiden, wurde bei dem Unfall aber dennoch leicht verletzt. Er kam mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus. Der Sachschaden liegt bei gut 500 Euro.

Autofahrer sollten „holländischen Griff“ kennen

Um solche „Dooring-Unfälle“ zu vermeiden, hilft nach Angaben der Polizei der sogenannte „holländische Griff“. Der funktioniert so: Jemand, der auf der linken Seite im Auto sitzt, sollte die Tür mit der rechten Hand öffnen – jemand, der rechts sitzt, mit der linken Hand. Dadurch wird der Körper gedreht, man schaut automatisch nach hinten und sieht, ob sich von hinten ein anderes Fahrzeug, Fahrrad oder ein Fußgänger nähert.

Weitere Informationen dazu gibt es auch hier: www.kurzelinks.de/0kl0.

Bei Kollisionen zwischen Auto und Fahrrad sind übrigens beide beteiligte Verkehrsteilnehmer laut Straßenverkehrsordnung in der Pflicht: Demnach muss jeder Autofahrende für die Unversehrtheit anderer Verkehrsteilnehmer Sorge tragen. Wer ein- oder aussteigt, ist verpflichtet, sich so verhalten, dass eine Gefährdung anderer ausgeschlossen ist.

Doch es gibt noch eine zweite Seite: Radfahrende müssen ihrerseits einen Abstand zu den parkenden Autos einhalten – und zwar zwischen 80 und 100 Zentimeter –, sonst gelten sie vor Gericht als mitschuldig am Unfall.