Bürgermeister im Gespräch – mit Video

Viele Hertener fordern mehr Präsenz des Ordnungsamtes

Mit einem Maßnahmenpaket will Bürgermeister Müller die hohen Corona-Zahlen in Herten drücken. Zum Auftakt stand er in der Innenstadt den Menschen Rede und Antwort – und hatte gut zu tun.
Am Antonius-Denkmal in der Innenstadt diskutiert Bürgermeister Matthias Müller (2.v.r.) mit Passantinnen und Passanten über die Corona-Situation und die Maßnahmen. © Frank Bergmannshoff

Die neue Kampagne steht unter dem Motto „Gemeinsam stark gegen Corona“. Sie soll nicht nur jetzt akut dazu beitragen, dass die Corona-Zahlen in Herten sinken. Sondern sie soll bis ins Jahr 2022 hinein mit Aktionen und Informationen dazu beitragen, dass die Menschen in allen gesellschaftlichen Gruppen zum Beispiel die Hygiene-Regeln beachten und über die Impf- und Testangebote aufgeklärt werden.

Zum Auftakt stand Bürgermeister Matthias Müller am Freitagvormittag am Antonius-Denkmal in der Innenstadt für Gespräche zur Verfügung. Mehr als anderthalb Stunden lang war er dauerhaft im Dialog. Kaum war ein Passant gegangen, kamen schon zwei neue. Einige nutzten die Gelegenheit und trugen auch Themen jenseits von Corona an ihn heran – zum Beispiel fehlende und überfüllte Abfalleimer im Schlosspark und Berge von McDonald’s-Müll in den Grünanlagen.

Bürger fordern mehr Präsenz des Ordnungsamtes

Besonders oft bekam Müller zu hören, das Ordnungsamt müsse mehr kontrollieren. Ein schwieriges Thema, denn der Kommunale Ordnungsdienst wurde in der Corona-Krise schon von 10 auf 14 Mitarbeiter/innen aufgestockt – mehr kann die Stadt nicht finanzieren. „Wir können nur prüfen, ob wir die Schwerpunkte der Kontrollen verändern“, erklärt Müller.

Und er betont, dass die Stadt das flächendeckende Kontrollieren rund um die Uhr nicht im Alleingang meistern könne. Auch die Polizei müsse einen Beitrag leisten – und auch Akteure abseits der Ordnungsbehörden. Müller: „Die Ladeninhaber und Gastronomen zum Beispiel müssen sich auch tatsächlich von ihren Kunden die negativen Schnelltests zeigen lassen, damit wir wiederum nicht gezwungen sind, den Ordnungsdienst durch die Tischreihen zu schicken.“

Der Kampf gegen Corona, so Müller, könne nur als Gemeinschaftswerk gelingen. Die große Resonanz am Freitagvormittag will er zum Anlass nehmen, in nächster Zeit weitere Bürgergespräche anzubieten.

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