Kostenlose Aktion im Glashaus - mit Video

Voller Schutz, ohne Anmeldung: 250 Impfdosen vor Ort – mindestens

Im Glashaus laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Am Freitag, 9. Juli, startet hier eine große Impf-Aktion. 250 Dosen stehen mindestens bereit, Erwachsene können ohne Anmeldung kommen.
Den Plan für die Impfaktion am Freitag im Glashaus hält Sozialmanagerin Uschi Dorka in Händen. Bürgermeister Matthias Müller präsentiert das Plakat, Sven Taschke vom Kulturbüro hat schon mal probeweise im Wartebereich der Rotunde Platz genommen.
Den Plan für die Impfaktion am Freitag im Glashaus hält Sozialmanagerin Uschi Dorka in Händen. Bürgermeister Matthias Müller präsentiert das Plakat, Sven Taschke vom Kulturbüro hat schon mal probeweise im Wartebereich der Rotunde Platz genommen. © Daniel Maiß

Erst einmal 250 Dosen des Impfstoffes der Firma Johnson & Johnson, mit dem man bereits durch eine Impfung vollständigen Schutz erhält, stehen für die Aktion am Freitag, 9. Juli, zur Verfügung. Weitere befinden sich aber auf Abruf.

Zwischen 14 und 17 Uhr können alle, die älter als 18 Jahre sind und bisher noch nicht geimpft wurden, in die Glashaus-Rotunde, Hermannstraße 16, in der Hertener Innenstadt kommen.

Ärzte des Hertener Praxisnetzes impfen

Mitzubringen sind der Personalausweis, wenn vorhanden der Impfausweis und eine Medikamentenliste. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Interessierte sollten einfach frühzeitig kommen. Ärzte des Hertener Praxisnetzes (HEP) kümmern sich mit eigenem medizinischen Fachpersonal um das Impfen. Für einen Ruhebereich nach der Impfung und auch ausreichend Flüssigkeit ist vor Ort gesorgt.

Die Aufbauarbeiten begannen am gestrigen Mittwoch (7. Juli). Auch Hertens Bürgermeister Matthias Müller machte sich ein Bild davon, wie die Impfstraßen in der Rotunde des Glashauses eingerichtet werden. „Wir hatten ja gerade einmal eine Woche Zeit für die Vorbereitung. Dafür sieht das doch schon sehr gut aus“, erklärte Müller im Gespräch mit der Hertener Allgemeinen. Ein guter Teil des Lobes geht an Uschi Dorka. Sie ist Sozialmanagerin der Stadt und zeichnet für die Organisation der Impaktion verantwortlich.

30 Freiwillige stehen bereit

Erst am vergangenen Freitag bekam die Stadt Herten dafür grünes Licht. Jetzt, nur wenige Tage später, haben sich bereits 30 Helfer, hauptsächlich Mitarbeiter der Stadtverwaltung bereit erklärt, das medizinische Fachpersonal am Freitag zu unterstützen. Und die möglichst zahlreichen Impfwilligen dann auch ein wenig an die Hand zu nehmen.

Dass am Freitag diese idealerweise in großer Anzahl den Weg zum Glashaus finden, dafür hat die Stadt ordentlich die Werbetrommel gerührt. „Wir haben in allen Stadtteilen Flyer verteilt, Plakate aufgehängt und den Termin über zahlreiche Kanäle bekannt gemacht“, zählt Müller auf.

Durchsagen der Feuerwehr

Zudem fuhren am gestrigen Mittwoch auch Fahrzeuge der Löschzüge Herten, Scherlebeck und Westerholt der Freiwilligen Feuerwehr Herten durch die Straßen der Stadt und ließen über Lautsprecher immer wieder eine Durchsage laufen, die in deutscher, türkischer, arabischer und englischer Sprache Werbung für die Impfaktion machte. Einige besorgte Bürger hatten sogar bei der Feuerwehr angerufen, weil sie die Durchsage so schnell nicht verstanden hatten, berichtet Wachabteilungsleiter Mike Huge.

„Wir haben also ganz viel getan, damit möglichst viele am Freitag kommen“, ist auch Uschi Dorka überzeugt. Und wenn es deutlich mehr werden als 250? „Wenn wir das frühzeitig merken“, so Dorka, „können wir nachbestellen. Wir haben praktisch eine Standleitung zum Impfzentrum nach Recklinghausen. Dort ist ausreichend Impfstoff da.“ Reicht die Zeit dann am Freitag nicht aus, wird es auf jeden Fall eine weitere Aktion geben, versprechen die Verantwortlichen. „Impfen ist momentan der wichtigste Schutz gegen Corona. Wir werden alles dafür tun, dass am Freitag möglichst viele Menschen geimpft werden“, so Bürgermeister Müller.

Die Impfaktion im Rahmen der Kampagne „Gemeinsam stark gegen Corona“ richtet sich ganz besonders an Menschen, die aus verschiedensten Gründen bisher nicht geimpft wurden: weil sie keinen Termin bekommen haben, weil sie falsch oder gar nicht über das Impfen informiert sind, weil sie keinen Hausarzt haben oder mit dem Online-Anmeldeverfahren der Impfzentren überfordert sind…

Die Aktion entlastet aber auch die Hausärzte, die nach den jüngsten Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (Stiko) wieder alle Hände voll zu tun haben:

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