Lara-Aylin Yildirim (17) auf dem Weg zum Traumberuf: „Jahrespraktikum hat geholfen“

Lara-Aylin Yildirim nutzt das Jahrespraktikum in der Pflege im St. Elisabeth-Hospital zur beruflichen Orientierung.
Lara-Aylin Yildirim nutzt das Jahrespraktikum in der Pflege im St. Elisabeth-Hospital zur beruflichen Orientierung. © PROSELIS
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Noch vor ihrem ersten Arbeitstag hatte Lara-Aylin große Zweifel, ob sie vielleicht zu schüchtern für den Pflegeberuf auf einer Krankenhausstation sein könnte und ob sie als junge Frau in einem eingespielten Team aus erfahrenen Pflegerinnen und Pflegern ihren Platz findet. „Vor meinem Jahrespraktikum dachte ich, dass ich hier untergehe und mich nicht traue, im Team zu arbeiten. Aber vom ersten Tag an wurde mir das Gegenteil gezeigt und ich wurde von allen Seiten unterstützt. Wenn ich Fragen hatte oder unsicher war, war immer ein Praxisanleiter an meiner Seite und hat mir geholfen. Das hat mir direkt am Anfang viel Sicherheit gegeben“, erzählt Lara-Aylin Yildirim.

„Kann ich das?“

Das Jahrespraktikum ist für viele junge Menschen, die sich für den Pflegeberuf interessieren, eine wichtige Orientierungsphase, um sich die Frage zu beantworten „Kann ich das?“, weiß Heide Korte, die als Pflegedienstleiterin im St. Elisabeth auch Ansprechpartnerin für die Jahrespraktikantinnen und -praktikanten ist. „Bei uns gibt es eine vorgeschaltete sechswöchige Probezeit, um anzukommen und sich diese Frage zu beantworten.

Wenn es ein ‚Ja‘ ist, ist es für viele der schönste Beruf, für den das Jahrespraktikum eine super Perspektive bietet. Denn viele junge Kolleginnen und Kollegen beginnen nach dem Jahr direkt eine Ausbildung als Pflegefachfrau oder -fachmann bei uns an der Proselis Pflegeschule“, sagt Heide Korte.

Wichtige praktische Erfahrungen sammeln

Lara-Aylin Yildirim geht genau diesen Weg. Denn während ihrer Zeit als Praktikantin, in der sie auf der Station für Orthopädie und Unfallchirurgie im Einsatz war, hat sie bereits wichtige praktische Erfahrungen und Kenntnisse als Grundlage für die Ausbildung gesammelt. „Ich habe sehr viel Bestätigung von den Praxisanleitern und den Stationsleitungen bekommen, weil sie gesehen haben, dass ich viel dazulerne und mir die Arbeit Spaß macht, und das hat mir geholfen, die Entscheidung für diesen Beruf zu treffen“, sagt die 17-Jährige. Zum 1. Oktober 2022 startet sie ihre Ausbildung zur Pflegefachfrau an der Pflegeschule des Stiftungsklinikums Proselis, zu dem neben dem St. Elisabeth-Hospital auch das Prosper in Recklinghausen gehört.

Info: Das Jahrespraktikum ist Teil des zweijährigen Bildungsgangs der Fachoberschule Gesundheit und Soziales vom Herwig-Blankertz-Berufskolleg Recklinghausen, wo die Schülerinnen und Schüler an 3,5 Tagen einen praktischen Einblick im pflegerischen Bereich einer Einrichtung wie etwa dem St. Elisabeth-Hospital Herten erfahren, begleitet vom theoretischen Teil in der Schule an 1,5 Tagen in der Woche.