ZBH lädt zum Rundgang

Wie geht es den Bäumen im Katzenbusch?

Zwei Dürre-Sommer hintereinander haben vor zwei Jahren zu einem Buchensterben im Katzenbusch geführt. Wie es den Bäumen heute geht, können Interessierte sich bei einem Rundgang anschauen.
Auf diesem Bild, das im Juli 2019 im Katzenbusch entstanden ist, sieht man im Hintergrund Bäume, die unter der Dürre leiden - ihre Kronen sind licht, manche Äste tragen gar kein Laub mehr. Vorne rechts im Bild eine Fläche, die wiederaufgeforstet wurde. © Danijela Budschun (Archiv)

Die Nachricht schreckte im Juli 2019 die Hertener Öffentlichkeit auf: Die Stadt sperrte den Katzenbusch ab. Insbesondere im südlichen Bereich des Waldes waren zahlreiche Bäume abgestorben, es bestand akute Gefahr, dass Äste abbrechen oder ganze Bäume umstürzen. Erst nach knapp zweimonatiger Sperrung konnte der Katzenbusch wieder freigegeben werden.

Im Juli 2019 sperrte die Stadt Herten den Katzenbusch ab. Es herrschte akute Gefahr für Leib und Leben - Äste drohten abzubrechen, ganze Bäume umzustürzen. Folgen der extremen Trockenheit.
Im Juli 2019 sperrte die Stadt Herten den Katzenbusch ab. Es herrschte akute Gefahr für Leib und Leben – Äste drohten abzubrechen, ganze Bäume umzustürzen. Folgen der extremen Trockenheit. © Danijela Budschun (Archiv) © Danijela Budschun (Archiv)

Zwei Dürre-Sommer hintereinander hatten ihren Tribut gefordert: Im Katzenbusch hatte es damals ein regelrechtes Buchensterben gegeben. Insgesamt mussten mehr als 40 kapitale, 150 bis 180 Jahre alte Buchen gefällt werden. Alte und große Bäume waren besonders betroffen, da sie der Sonneneinstrahlung am stärksten ausgesetzt waren – den jüngeren, kleineren Bäumen im Schatten ging es etwas besser. Auch mehr als 30 Straßenbäume starben wegen der Trockenheit ab. Der Zentrale Betriebshof Herten (ZBH) nahm Ersatzpflanzungen vor.

Nicht genug Wasser von oben, nicht genug Wasser von unten

In Teilen des Katzenbuschs sind die Bäume mit erschwerten Bedingungen konfrontiert. Mancherorts zieht sich dort eine „Sperrschicht“ aus Gestein durch den Boden, die nicht nur verhindert, dass Bäume tief wurzeln, sondern auch, dass Wasser in tiefe Bodenschichten dringt bzw. durch das Kapillarsystem aus den Grundwassertiefen nach oben gelangt. Die Bäume bekamen also weder von oben genug Wasser, noch konnten sie sich von unten damit versorgen – und flach wurzelnde Baumarten erst recht nicht. Auch im vergangenen Jahr litten die Bäume weiter unter der Trockenheit. Der Regen im Frühjahr reichte nicht, um die Böden bis in die Tiefen zu durchfeuchten.

Und wie ist der Zustand der Bäume im Katzenbusch heute? Zu wenig Niederschlag dürfte in diesem Frühjahr und Sommer jedenfalls kein Thema sein. Um den aktuellen Baumzustand zu zeigen und geplante Maßnahmen vorzustellen, lädt der ZBH alle interessierten Bürgerinnen und Bürger am kommenden Mittwoch, 18. August, um 17 Uhr zu einem Rundgang ein. Treffpunkt ist der Parkplatz an der Katzenbuschstraße.

Und dabei werden Jan-Tobias Welzel, Bereichsleiter Grün beim ZBH, und Lars Kuhnt, Sachgebietsleiter Baummanagement, auch verkünden müssen, dass gut 20 weitere Bäume gefällt werden müssen. „Die Bäume sind bei regelmäßigen Kontrollen aufgefallen“, erklärt Jan-Tobias Welzel. „Die Verkehrssicherheit ist gefährdet, sodass wir um die Fällung leider nicht herumkommen.“ Außerdem wird es bei dem Rundgang im Katzenbusch Informationen über die positive Entwicklung einer im Jahr 2019 aufgeforsteten Fläche und über anstehende Ersatzpflanzungen geben.

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