Fluchtwagenfahrer verurteilt

Wilde Verfolgungsjagd nach Blitzeinbruch in Disteln: Nächste Haftstrafe

Nach einer Verfolgungsjagd im Anschluss an einen nächtlichen Gullydeckel-Einbruch in Disteln hat es auch den Fluchtwagenfahrer erwischt: Der 32-Jährige kassierte ebenfalls eine Haftstrafe.
Nach einem Gullydeckel-Einbruch in ein Tabakgeschäft in Disteln hat es jetzt auch den Fluchtwagenfahrer erwischt.
Nach einem Gullydeckel-Einbruch in ein Tabakgeschäft in Disteln hat es jetzt auch den Fluchtwagenfahrer erwischt. © picture alliance / dpa

Im Prozess um eine waghalsige Verfolgungsfahrt nach einem Gullydeckel-Einbruch in Disteln ist jetzt auch der Fahrer (32) des Fluchtfahrzeugs verurteilt worden. Die 1. Strafkammer am Bochumer Landgericht verhängte am Donnerstag drei Jahre und zehn Monate Haft – und damit vier Monate Haft mehr als vor Wochen bereits gegen den Beifahrer (33).

Das Duo aus Essen hatte im Prozess zugegeben, in der Nacht auf den 7. April einen Gullydeckel-Einbruch in einen Tabakladen in Disteln verübt und dabei Zigaretten im Wert von rund 10.000 Euro erbeutet zu haben. Anschließend hatten sich die Männer bei dichtem Schneefall eine temporeiche Verfolgungsjagd (teils bis zu Tempo 150) mit der Polizei über die Autobahnen 43 und 42 geliefert. Geendet hatte die rasante Wild-West-Fahrt am Autobahnkreuz Castrop-Rauxel-Ost, als der Flucht-Mercedes in einer Kurve in den damals schneebedeckten „Grünstreifen“ geschleudert war. Nach einem Pfefferspray-Einsatz und einem vorherigen Warnschuss eines Polizeibeamten in die Luft waren Fahrer und Beifahrer schließlich festgenommen worden.

Das Urteil gegen den Fluchtwagenfahrer lautet auf Einbruchdiebstahl und verbotenes Kraftfahrzeugrennen. Der vorbestrafte 32-Jährige und sein Verteidiger Olaf Krekeler hatten auf eine etwas geringere Haftstrafe gehofft. Nichtsdestotrotz sind beide Urteile bereits rechtskräftig.

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