Corona im Kreis Recklinghausen Die Inzidenz sinkt - aber sieben weitere Todesfälle

Redakteur Regionales
Eine Arzthelferin zieht in einer Praxis einer Hausärztin eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff Janssen von Johnson & Johnson gegen das Corona-Virus auf.
Täglich zeigen wir an dieser Stelle die aktuelle Corona-Entwicklung im Kreis Recklinghausen und seinen Städten auf. © picture alliance/dpa
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Update 2. Dezember, 7.55 Uhr

Bei den Corona-Infektionen ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Recklinghausen eindeutig gesunken. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Freitag, 2. Dezember, für den Kreis einen Inzidenzwert von 228,1 veröffentlicht. Am Donnerstag betrug dieser 243,8. Am vergangenen Freitag lag die Inzidenz im Kreis RE bei 248,2. Der Wochenvergleich fällt damit wieder positiv aus.

Den höchsten Inzidenzwerte bei den Städten des Kreises Recklinghausen hat nach aktuellen Zahlen vom 2. Dezember nun Castrop-Rauxel (272,3), den niedrigsten Oer-Erkenschwick (137,0).

Landes- und bundesweit gibt es beim Inzidenzwert im Vergleich zum Donnerstag keine großen Veränderungen. In NRW beträgt die Inzidenz, die die Zahl der Neuinfektionen in den zurückliegenden sieben Tagen je 100.000 Einwohner wiedergibt, am Freitag 244,4 (Vortag: 244,9) – und im Bund 205,0 (Vortag: 201,9).

Allerdings sind die Inzidenzwerte grundsätzlich mit Vorsicht zu betrachten: Fachleute gehen davon aus, dass eine hohe Zahl an Fällen nicht in den RKI-Daten erfasst ist. Ein Grund dafür: ein überlastetes Melde- und Testsystem. Eine Rolle könnte auch spielen, dass einige Menschen ihren positiven Selbst- oder Schnelltest nicht mit einem PCR-Test abklären lassen. Sie tauchen dann nicht in der Statistik auf. Auch Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme können das Bild verzerren. Oder eben die Tatsache, dass viele Bundesländer am Wochenende oder Feiertag Zahlen gar nicht oder nicht vollständig ans Robert Koch-Institut (RKI) melden.

Bei der Bewertung der Corona-Lage werden auch die Zahl der Corona-Patienten im Krankenhaus und die Auslastung der Intensivbetten berücksichtigt. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz wird jedoch nur landesweit ausgewiesen (siehe unten).

Regierungsbezirk Münster: Bottrop steht am besten da

Im Regierungsbezirk Münster ist die Entwicklung am Freitag uneinheitlich. Die höchste Inzidenz hat weiter der Kreis Warendorf, gefolgt jetzt vom Kreis Borken. Den niedrigsten Wert weist Bottrop auf. Nachfolgend die Übersicht über den Regierungsbezirk Münster im Detail (Quelle: RKI, Stand: 2. Dezember, 3.08 Uhr, die Werte vom Vortag in Klammern):

Kreis Warendorf: 259,5 (263,1)

Kreis Borken: 242,2 (234,5)

Münster: 233,5 (226,6)

Gelsenkirchen: 228,7 (224,1)

Kreis RE: 228,1 (243,8)

Kreis Steinfurt: 215,2 (206,4)

Kreis Coesfeld: 194,7 (239,9)

Bottrop: 155,1 (179,9)

NRW-weit hat Leverkusen (481,5) die negative Spitzenposition inne, am unteren Ende steht Oberhausen (139,9). Und so sieht die Situation in den Nachbarregionen des Vests im Ruhrgebiet aus: Dortmund kommt auf eine Inzidenz von 202,6, Herne auf 317,3, Essen auf 229,0, Bochum auf 265,0, der Kreis Unna auf 241,2 und der Kreis Wesel auf 233,7.

Kreis RE: Sieben weitere Todesfälle

Der Kreis Recklinghausen hat gemeinsam mit seinen zehn Städten beschlossen, die detaillierte Veröffentlichung der Zahlen auf einen Tag in der Woche zu beschränken. Es werden immer freitags die Daten für die kreisangehörigen Städte zur Verfügung gestellt (siehe unten), nicht mehr täglich. Der Kreis meldet seine Daten nach eigenen Angaben jedoch täglich an die übergeordneten Behörden – allerdings mit Ausnahme von Wochenenden und Feiertagen. Der Statistik des RKI für Freitag, 2. Dezember, ist zu entnehmen, dass im Kreis Recklinghausen seit Pandemie-Beginn 232.141 Corona-Fälle registriert wurden. Es sind zuletzt also 236 Neuinfektionen hinzugekommen. Außerdem wurden sieben weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona gemeldet. Verstorben sind nach Angaben des Kreises ein 86-jähriger Mann aus Datteln, eine Frau aus Dorsten im Alter von 96 Jahren, ein 90-jähriger Mann aus Gladbeck, zwei Männer im Alter von 74 und 83 Jahren aus Marl, eine 91-jährige Frau aus Recklinghausen und ein 84-jähriger Mann aus Waltrop. Die Zahl der Covid-19-Todesfälle liegt kreisweit damit bei 1605.

Die jüngsten lokalen Daten aus dem Kreis:

Hier die Zahlen vom Kreis Recklinghausen für die zehn kreisangehörigen Städte – vom Freitag, 2. Dezember. Die Inzidenz ist in acht Städten im Wochenvergleich gesunken, nur Castrop-Rauxel und Datteln haben gestiegene Werte. Die höchste Inzidenz weist jetzt Castrop-Rauxel auf, die niedrigste Oer-Erkenschwick. Und so sieht die Situation in den zehn kreisangehörigen Städten konkret aus (Stand: 2. Dezember, 7.00 Uhr; der Wert vom 25. November in Klammern):

Castrop-Rauxel: 272,3 (244,9)

Marl: 258,1 (274,8)

Herten: 252,0 (289,1)

Dorsten: 250,8 (291,1)

Recklinghausen: 238,5 (256,5)

Datteln: 217,9 (215,0)

Gladbeck: 188,5 (220,3)

Haltern: 177,2 (219,5)

Waltrop: 139,3 (152,9)

Oer-Erkenschwick: 137,0 (197,5)

Gesamt: 227,0 (248,0)

In der folgenden Übersicht ist die Zahl der bisherigen Corona-Fälle insgesamt in den jeweiligen Städten sowie die Zahl der Verstorbenen aufgelistet (Stand: Freitag, 2. Dezember):

Castrop-Rauxel: 27.458; 155;

Datteln: 11.422; 116;

Dorsten: 29.480; 138;

Gladbeck: 29.060; 223;

Haltern am See: 13.357; 39;

Herten: 24.982; 193;

Marl: 32.312; 204;

Oer-Erkenschwick: 11.042; 120;

Recklinghausen: 44.098; 353;

Waltrop: 8923; 64;

Gesamt: 232.134; 1605;

Drei Corona-Patienten liegen auf der Intensivstation

Laut Divi-Intensivregister (Stand: 2. Dezember, 6.18 Uhr) befinden sich aktuell im Kreis Recklinghausen drei Corona-Patienten auf der Intensivstation (Vortag: 4), von ihnen muss niemand künstlich beatmet werden (Vortag: 1). Zurzeit sind 37 von 191 Intensivbetten frei. Das sind 19,37 Prozent (Vortag: 17,36). Der Anteil der Covid-19-Patienten an der Gesamtzahl der Intensivbetten liegt im Kreis bei 1,57 Prozent (Vortag: 2,11).

Die Impfquote in NRW bleibt unverändert

Der Kreis Recklinghausen veröffentlicht keine kreisweiten Impfzahlen mehr, sondern verweist in seinem Dashboard nur noch auf die Impfquoten des Landes. Vollständig geimpft sind in ganz NRW demnach 79,5 Prozent, unvollständig weitere 2,3 Prozent der Menschen (Stand: 30. November 2022). Die Impfquote hat sich damit innerhalb der letzten Wochen nicht verändert.

Die aktuellen Öffnungszeiten der Impfstellen

Seit dem 24. September verabreicht der Kreis Recklinghausen den auf die Omikron-Varianten BA.1 und BA.4/5 angepassten Corona-Impfstoff von Biontech in seinen kommunalen Impfstellen.

Die aktuellen Öffnungszeiten der letzten kommunalen Impfstelle des Kreises: In Recklinghausen an der Kölner Straße 20 wird jeden Samstag von 14 bis 18 Uhr immunisiert. Die Impfstelle ist für den gesamten Kreis Recklinghausen zuständig.

Darüber hinaus besteht auch weiterhin für alle die Möglichkeit, sich bei niedergelassenen Ärzten und in einigen Apotheken gegen das Corona-Virus impfen zu lassen. In Arztpraxen wird auch teilweise bereits der neue angepasste Corona-Impfstoff verimpft. Mehr Informationen zu den Impfungen gibt es auf www.kreis-re.de/coronaimpfung.

Weitere Impfmöglichkeiten:

– Marl, Paracelsus-Klinik (Kapelle), Öffnungszeiten: mittwochs und donnerstags, jeweils 16 bis 20 Uhr, Erst- und Zweitimpfungen sowie Boosterimpfungen, Anmeldung erforderlich: www.klinikum-vest.deoder Tel. 02361 5684917 (werktags von 8 bis 12 Uhr)

– Recklinghausen, Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen (Pflegeschule), Dorstener Straße 151, Öffnungszeiten: montags, dienstags, freitags und samstags jeweils 16 bis 20 Uhr, Erst- und Zweitimpfungen sowie Boosterimpfungen, Anmeldung erforderlich: www.klinikum-vest.deoder Tel. 02361 5684917 (werktags von 8 bis 12 Uhr)

Der Kreis Recklinghausen hat einen Handlungsleitfaden entwickelt. Der ist zu finden unter: www.kreis-re.de/positiv.

30.420 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Freitagmorgen mit 205,0 angegeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 201,9 gelegen (Vorwoche: 190,8; Vormonat: 279,1). Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen.

Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 30.420 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 30.016) und 166 Todesfälle (Vorwoche: 274) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 36.530.020 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Bundesweit sind insgesamt 158.109 Menschen in Verbindung mit Corona gestorben

Bayern hat den besten Inzidenzwert

In Nordrhein-Westfalen liegt der Inzidenzwert am Freitag, 2. Dezember, bei 244,4 (Vortag: 244,9). Den höchsten Wert unter den Bundesländern hat Niedersachsen (397,8), den niedrigsten Bayern (107,3).

Die für die Lagebewertung wichtige Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz liegt in Nordrhein-Westfalen laut Landeszentrum Gesundheit (LZG) am Freitag, 2. Dezember, bei 8,80 (Vortag: 8,11).