Corona im Kreis Recklinghausen Inzidenz bleibt über der 100er-Marke - vier weitere Todesfälle

Redakteur Regionales
Eine Arzthelferin zieht in einer Praxis einer Hausärztin eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff Janssen von Johnson & Johnson gegen das Corona-Virus auf.
Täglich zeigen wir an dieser Stelle die aktuelle Corona-Entwicklung im Kreis Recklinghausen und seinen Städten auf. © picture alliance/dpa
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Update 1. Februar, 7.45 Uhr

Im Kreis Recklinghausen hat sich die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen kaum verändert – und liegt damit weiterhin knapp über der 100er-Marke. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat für den Kreis am Mittwoch, 1. Februar, einen Wert von 102,6 veröffentlicht. Am Dienstag lag dieser bei 102,3. Der Wochenvergleich fällt eindeutig negativ aus: Am Mittwoch, 25. Januar, lag die Inzidenz im Kreis Recklinghausen noch bei 76,9 – also deutlich unterhalb des aktuellen Werts.

Bundes- und landesweit ist die Inzidenz, die die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den zurückliegenden sieben Tagen je 100.000 Einwohner wiedergibt, im Vergleich zum Dienstag gestiegen: Sie beträgt am Mittwoch bundesweit 88,3 (Vortag: 82,7). In NRW liegt die Inzidenz bei 118,0 (Vortag: 111,2).

Die Inzidenzwerte sind allerdings mit Vorsicht zu betrachten: Fachleute gehen davon aus, dass eine hohe Zahl an Fällen nicht in den RKI-Daten erfasst ist. Ein Grund dafür ist, dass viele Infizierte ihren positiven Selbst- oder Schnelltest nicht mit einem PCR-Test abklären lassen. Sie tauchen dann nicht in der Statistik auf. Oder eben die Tatsache, dass viele Bundesländer am Wochenende oder Feiertag Zahlen gar nicht oder nicht vollständig ans Robert Koch-Institut (RKI) melden.

Bei der Bewertung der Corona-Lage werden auch die Zahl der Corona-Patienten im Krankenhaus und die Auslastung der Intensivbetten berücksichtigt. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz wird jedoch nur landesweit ausgewiesen (siehe ganz unten).

Regierungsbezirk: Gelsenkirchen hat die niedrigste Inzidenz

Im Regierungsbezirk Münster hat sich die Inzidenz am Mittwoch, 1. Februar, uneinheitlich entwickelt – zum Teil sind die Werte gestiegen, zum Teil gesunken. Insgesamt sind die Veränderungen zum Vortag nicht sehr groß. Bottrop hat weiterhin den höchsten Wert, Gelsenkirchen weist nun die niedrigste Inzidenz auf. Nachfolgend die Übersicht über den Regierungsbezirk Münster im Detail (Quelle: RKI, Stand: 1. Februar, 3.09 Uhr, Vortagswerte in Klammern):

Bottrop: 141,5 (135,5)

Kreis Warendorf: 118,3 (123,7)

Kreis Steinfurt: 117,3 (120,4)

Münster: 109,2 (102,3)

Kreis RE: 102,6 (102,3)

Kreis Coesfeld: 98,5 (92,6)

Kreis Borken: 94,0 (90,2)

Gelsenkirchen: 80,3 (91,1)

NRW-weit hat der Kreis Düren (266,1) die negative Spitzenposition inne, am unteren Ende steht der Kreis Olpe (49,6). Und so sieht die Situation in den Nachbarregionen des Vests im Ruhrgebiet aus: Dortmund kommt auf eine Inzidenz von 108,7, Herne auf 111,1, Essen auf 122,2, Bochum auf 131,8, der Kreis Unna auf 105,3 und der Kreis Wesel auf 89,9.

Kreis RE: 114 Neuinfektionen

Der Kreis Recklinghausen hat gemeinsam mit seinen zehn Städten beschlossen, die detaillierte Veröffentlichung der Zahlen auf einen Tag in der Woche zu beschränken. Es werden immer freitags die Daten für die kreisangehörigen Städte zur Verfügung gestellt (siehe unten), nicht mehr täglich. Der Kreis meldet seine Daten nach eigenen Angaben jedoch täglich an die übergeordneten Behörden – allerdings mit Ausnahme von Wochenenden und Feiertagen. Der Statistik des RKI für Mittwoch, 1. Februar, ist zu entnehmen, dass im Kreis Recklinghausen seit Pandemie-Beginn 242.265 Corona-Fälle registriert wurden (bei 615.000 Einwohnern). Es sind zuletzt also 114 Neuinfektionen hinzugekommen. Vier weitere Menschen sind laut RKI in Verbindung mit dem Virus gestorben: In Castrop-Rauxel ein 84-jähriger Mann, eine 86-jährige Frau in Dorsten sowie in Marl eine Frau im Alter von 78 Jahren und ein Mann im Alter von 84 Jahren, wie der Kreis Recklinghausen mitteilt. Die Zahl der Covid-19-Toten liegt im Kreis nun bei 1684.

Die jüngsten lokalen Daten aus dem Kreis:

Hier sind die am Freitag, 27. Januar, vom Kreis Recklinghausen veröffentlichten Zahlen für die zehn kreisangehörigen Städte. Im Wochenvergleich sind die Inzidenzwerte in fast allen Städten gestiegen. Lediglich in Waltrop sind die Zahlen unverändert geblieben, und in Herten – dem bisherigen „Spitzenreiter“ – gesunken. Den höchsten Wert weist jetzt Datteln auf, den niedrigsten Waltrop. Und so sieht die Situation in den zehn kreisangehörigen Städten konkret aus (Stand: 27. Januar, 6.30 Uhr; der Wert vom 20. Januar in Klammern):

Datteln: 120,4 (83,2)

Gladbeck: 114,1 (84,9)

Marl: 109,9 (94,4)

Herten: 96,9 (121,1)

Castrop-Rauxel: 95,8 (68,4)

Recklinghausen: 77,7 (72,3)

Oer-Erkenschwick: 76,4 (54,1)

Haltern: 74,1 (45,0)

Dorsten: 71,1 (64,4)
Waltrop: 57,8 (57,8)

Gesamt: 91,1 (77,7)

In der folgenden Übersicht ist die Zahl der bisherigen Corona-Fälle insgesamt in den jeweiligen Städten sowie die Zahl der Verstorbenen aufgelistet (Stand: Freitag, 27. Januar):

Castrop-Rauxel: 28.640; 166;

Datteln: 11.932; 119;

Dorsten: 30.676; 144;

Gladbeck: 30.241; 232;

Haltern am See: 13.912; 42;

Herten: 26.231; 196;

Marl: 33.635; 215;

Oer-Erkenschwick: 11.397; 123;

Recklinghausen: 45.906; 363;

Waltrop: 9322; 66;

Gesamt: 241.892; 1666;

Vier Corona-Patienten liegen auf der Intensivstation

Laut Divi-Intensivregister (Stand: 1. Februar, 7.18 Uhr) befinden sich im Kreis Recklinghausen vier Corona-Patienten auf der Intensivstation (Vortag: 2), davon muss einer künstlich beatmet werden (Vortag: 1). Zurzeit sind 44 von 189 Intensivbetten frei. Das sind 23,28 Prozent (Vortag: 27,51). Der Anteil der Covid-19-Patienten an der Gesamtzahl der Intensivbetten liegt im Kreis bei 2,12 Prozent (Vortag: 1,06).

Die Impfquote in NRW bleibt unverändert

Der Kreis Recklinghausen veröffentlicht keine kreisweiten Impfzahlen mehr, sondern verweist in seinem Dashboard nur noch auf die Impfquoten des Landes. Vollständig geimpft sind in ganz NRW demnach 79,5 Prozent, unvollständig weitere 2,3 Prozent der Menschen (Stand: 25. Januar 2023). Die Impfquote hat sich damit innerhalb der letzten Wochen nicht verändert.

Niedersachsen hat den höchsten Inzidenzwert

In Nordrhein-Westfalen liegt der Inzidenzwert am Mittwoch, 1. Februar, bei 118,0 (Samstag: 111,2). Den höchsten Wert unter den Bundesländern hat Niedersachsen (137,2), den niedrigsten weist Thüringen auf (29,5).

Die für die Lagebewertung wichtige Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz liegt in Nordrhein-Westfalen laut Landeszentrum Gesundheit (LZG) am Mittwoch, 1. Februar, bei 5,43 (Vortag: 4,90).