Corona im Kreis Recklinghausen Vier weitere Tote - und ein negativer Wochenvergleich

Redakteur
Eine Arzthelferin zieht in einer Praxis einer Hausärztin eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff Janssen von Johnson & Johnson gegen das Corona-Virus auf.
Täglich zeigen wir an dieser Stelle die aktuelle Corona-Entwicklung im Kreis Recklinghausen und seinen Städten auf. © picture alliance/dpa
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Update 26. Januar, 7.50 Uhr

Im Kreis Recklinghausen ist die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen erneut leicht gestiegen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat für den Kreis am Donnerstag, 26. Januar, einen Wert von 81,8 veröffentlicht. Am Mittwoch lag dieser noch bei 76,9. Und selbst der Wochenvergleich fällt jetzt nicht mehr positiv aus: Am Donnerstag, 19. Januar, lag die Inzidenz im Kreis Recklinghausen bei 80,6 – also leicht unterhalb des aktuellen Werts.

Auch landes- und bundesweit sind die Werte im Vergleich zum Vortag leicht gestiegen. In NRW beträgt die Inzidenz, die die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den zurückliegenden sieben Tagen je 100.000 Einwohner wiedergibt, am Donnerstag, 26. Januar, 97,6 (Vortag: 92,5) – und im Bund 74,4 (Vortag: 71,2).

Die Inzidenzwerte sind allerdings grundsätzlich mit Vorsicht zu betrachten: Fachleute gehen davon aus, dass eine hohe Zahl an Fällen nicht in den RKI-Daten erfasst ist. Ein Grund dafür: ein überlastetes Melde- und Testsystem. Eine Rolle könnte auch spielen, dass einige Menschen ihren positiven Selbst- oder Schnelltest nicht mit einem PCR-Test abklären lassen. Sie tauchen dann nicht in der Statistik auf. Auch Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme können das Bild verzerren. Oder eben die Tatsache, dass viele Bundesländer am Wochenende oder Feiertag Zahlen gar nicht oder nicht vollständig ans Robert Koch-Institut (RKI) melden.

Bei der Bewertung der Corona-Lage werden auch die Zahl der Corona-Patienten im Krankenhaus und die Auslastung der Intensivbetten berücksichtigt. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz wird jedoch nur landesweit ausgewiesen (siehe ganz unten).

Regierungsbezirk: Bottrop hat die höchste Inzidenz

Im Regierungsbezirk Münster ist die Inzidenz am Donnerstag, 26. Januar, fast überall gestiegen. Nur der Kreis Steinfurt weist einen niedrigeren Wert auf als am Mittwoch. Die höchste Inzidenz hat weiter Bottrop – und Gelsenkirchen den niedrigsten Wert. Nachfolgend die Übersicht über den Regierungsbezirk Münster im Detail (Quelle: RKI, Stand: 26. Januar, 3.10 Uhr, Vortagswerte in Klammern):

Bottrop: 121,0 (108,3)

Kreis Steinfurt: 105,7 (107,1)

Kreis Coesfeld: 104,8 (87,2)

Kreis Warendorf: 99,2 (95,3)

Münster: 90,6 (79,6)

Kreis Borken: 88,1 (85,1)

Kreis RE: 81,8 (76,9)

Gelsenkirchen: 64,2 (61,1)

NRW-weit hat der Kreis Düren (210,3) die negative Spitzenposition inne, am unteren Ende steht der Kreis Soest (40,4). Und so sieht die Situation in den Nachbarregionen des Vests im Ruhrgebiet aus: Dortmund kommt auf eine Inzidenz von 80,1, Herne auf 82,4, Essen auf 93,2, Bochum auf 109,8, der Kreis Unna auf 94,6 und der Kreis Wesel auf 56,9.

Kreis RE: 131 Neuinfektionen

Der Kreis Recklinghausen hat gemeinsam mit seinen zehn Städten beschlossen, die detaillierte Veröffentlichung der Zahlen auf einen Tag in der Woche zu beschränken. Es werden immer freitags die Daten für die kreisangehörigen Städte zur Verfügung gestellt (siehe unten), nicht mehr täglich. Der Kreis meldet seine Daten nach eigenen Angaben jedoch täglich an die übergeordneten Behörden – allerdings mit Ausnahme von Wochenenden und Feiertagen. Der Statistik des RKI für Donnerstag, 26. Januar, ist zu entnehmen, dass im Kreis Recklinghausen seit Pandemie-Beginn 241.774 Corona-Fälle registriert wurden (bei 615.000 Einwohnern). Es sind zuletzt also 131 Neuinfektionen hinzugekommen. Vier weitere Menschen sind in Verbindung mit dem Virus gestorben: ein 86-jähriger Mann in Castrop-Rauxel und ein 79-jähriger Mann in Herten sowie eine Frau im Alter von 88 Jahren in Datteln und eine Frau im Alter von 90 Jahren in Oer-Erkenschwick. Die Zahl der Covid-19-Toten liegt hier nun bei 1662.

Die jüngsten lokalen Daten aus dem Kreis:

Hier sind die am Freitag, 20. Januar, vom Kreis Recklinghausen veröffentlichten Zahlen für die zehn kreisangehörigen Städte. Im Wochenvergleich sind die Inzidenzwerte erneut in allen Städten stark gesunken. Bis auf Herten liegen jetzt alle Städte unter der Marke von 100. Den niedrigsten Wert weist jetzt Haltern auf. Und so sieht die Situation in den zehn kreisangehörigen Städten konkret aus (Stand: 20. Januar, 6.30 Uhr; der Wert vom 13. Januar in Klammern):

Herten: 121,1 (172,8)

Marl: 94,4 (106,3)

Gladbeck: 84,9 (139,4)

Datteln: 83,2 (126,2)

Recklinghausen: 72,3 (115,6)

Castrop-Rauxel: 68,4 (136,8)

Dorsten: 64,4 (103,3)

Waltrop: 57,8 (61,2)

Oer-Erkenschwick: 54,1 (92,4)

Haltern: 45,0 (84,6)

Gesamt: 77,7 (119,0)

In der folgenden Übersicht ist die Zahl der bisherigen Corona-Fälle insgesamt in den jeweiligen Städten sowie die Zahl der Verstorbenen aufgelistet (Stand: Freitag, 20. Januar):

Castrop-Rauxel: 28.573; 162;

Datteln: 11.895; 118;

Dorsten: 30.624; 144;

Gladbeck: 30.158; 232;

Haltern am See: 13.888; 42;

Herten: 26.175; 195;

Marl: 33.545; 215;

Oer-Erkenschwick: 11.378; 122;

Recklinghausen: 45.822; 362;

Waltrop: 9310; 66;

Gesamt: 241.368; 1658;

Acht Corona-Patienten liegen auf der Intensivstation

Laut Divi-Intensivregister (Stand: 26. Januar, 7.18 Uhr) befinden sich im Kreis Recklinghausen acht Corona-Patienten auf der Intensivstation (Vortag: 6), davon müssen vier künstlich beatmet werden (Vortag: 4). Zurzeit sind 43 von 189 Intensivbetten frei. Das sind 22,75 Prozent (Vortag: 19,05). Der Anteil der Covid-19-Patienten an der Gesamtzahl der Intensivbetten liegt im Kreis bei 4,23 Prozent (Vortag: 3,17).

Die Impfquote in NRW bleibt unverändert

Der Kreis Recklinghausen veröffentlicht keine kreisweiten Impfzahlen mehr, sondern verweist in seinem Dashboard nur noch auf die Impfquoten des Landes. Vollständig geimpft sind in ganz NRW demnach 79,5 Prozent, unvollständig weitere 2,3 Prozent der Menschen (Stand: 18. Januar 2023). Die Impfquote hat sich damit innerhalb der letzten Wochen nicht verändert.

Niedersachsen hat den höchsten Inzidenzwert

In Nordrhein-Westfalen liegt der Inzidenzwert am Donnerstag, 26. Januar, bei 97,6 (Vortag: 92,5). Den höchsten Wert unter den Bundesländern hat Niedersachsen (121,2), den niedrigsten weist Thüringen auf (31,9).

Die für die Lagebewertung wichtige Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz liegt in Nordrhein-Westfalen laut Landeszentrum Gesundheit (LZG) am Donnerstag, 26. Januar, bei 4,38 (Vortag: 4,39).