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Hundesteuer im Kreis RE: Dorsten, Waltrop und Herten sind teure Pflaster

Bei der Höhe der Hundesteuer gibt es große Unterschiede zwischen den Kreisstädten - und wer sich einen Kampfhund zulegt, muss in Herten mehrere Hundert Euro mehr zahlen als z. B. in Marl.
Auf Besitzer von Kampfhunden kommen in der Regel höherer Steuern zu als bei normalen Hunden, so auch für Barbara Gerzmehle, hier mit Hundedame Tascha. © picture alliance / dpa

Hundebesitzer in Nordrhein-Westfalen werden in diesem Jahr zum Teil kräftig zur Kasse gebeten. Durchschnittlich wurden die Steuern für den ersten Hund um 20,05 Prozent, für den zweiten Hund um 16,63 Prozent und für den dritten Hund um 18,98 Prozent erhöht. Das zeigt eine Auswertung des Bundes der Steuerzahler NRW.

Trotz höherer Kosten große Nachfrage

Trotzdem ist der Run auf Hunde ungebrochen. Gerade in den letzten (Corona-)Jahren haben sich viele Menschen in NRW einen neuen tierischen Freund zugelegt. Der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) schätzt, dass es seit Corona-Beginn rund 20 Prozent mehr Hunde gibt als vorher.

Die zehn Städte im Kreis Recklinghausen sind nicht von Steuererhöhungen betroffen. Dennoch sind die Unterschiede enorm. Bei der Höhe der Hundesteuer im Ruhrgebiet pendeln die Werte zwischen 24,6 (Verl) und 180 Euro (Hagen). Aber auch im Kreis RE sind sich die Städte nicht einig. So kostet ein Hund in Oer-Erkenschwick, Castrop-Rauxel, Datteln und Haltern am See 96 Euro. Dagegen verlangen Herten, Dorsten und Recklinghausen jeweils 108 Euro. Nochmals teurer wird es in Marl mit 109,80 Euro sowie in Waltrop mit 112 Euro. Ganz oben in der Tabelle steht Gladbeck mit 132 Euro.

Kreis RE liegt landesweit im oberen Drittel

Insgesamt bewegen sich die Vest-Kommunen landesweit damit im oberen Drittel. Deutlich teurer wird es teilweise für Besitzer sogenannter Kampfhunde. Sie müssen in Schwelm mit 1000 Euro jährlich für den ersten Listenhund besonders tief in die Tasche greifen. Die Kommune im Ennepe-Ruhr-Kreis gehört zu den 305 NRW-Städten und Gemeinden, die eine Kampfhundesteuer vorsehen. Im Vest liegt Herten vorne mit 540 Euro, gefolgt von Dorsten mit 432 Euro. Während Waltrop 336, Oer-Erkenschwick sowie Datteln 288 Euro verlangen, ist der Kampfhund in den anderen Gemeinden nicht teurer als ein nicht gefährlicher Vierbeiner.

Wer sich seinen treuen Begleiter aus dem Tierheim holt, der wird von vielen Städten und Gemeinden übrigens dafür belohnt: Immerhin 165 NRW-Kommunen bieten eine Tierheim-Befreiung an. In diesen Orten zahlen die Neu-Herrchen und -Frauchen (meist aufs erste Jahr begrenzt) keine Hundesteuer.

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