Kreis Recklinghausen: Inzidenz bleibt stabil bei 6,0

Die Zahlen zu den Corona-Infektionen im Kreis Recklinghausen aktualisieren wir regelmäßig. Wir halten Sie im Newsblog auf dem Laufenden. Am Donnerstag, 24. Juni, liegt die Inzidenz bei 6,0 - und bleibt damit im Vergleich zum Vortag stabil.
Das Impfzentrum des Kreises RE am Konrad-Adenauer-Platz in Recklinghausen. © Meike Holz

Update 24. Juni, 8.45 Uhr

Die Sieben-Tage-Inzidenz bleibt im Kreis Recklinghausen stabil – sie liegt am Donnerstag wie am Mittwoch bei 6,0. Das ist der vom Landeszentrum Gesundheit (LZG) veröffentlichte Wert, der maßgebend ist für die Umsetzung staatlicher Maßnahmen. Damit steht das Vest auch im Landesvergleich gut da: In NRW insgesamt liegt die Inzidenz derzeit bei 6,8.

Allerdings mahnt das Kreisgesundheitsamt zur Vorsicht. Denn die Gefahr, dass sich die Delta-Variante des Coronavirus weiter ausbreitet, wird als sehr real angesehen. Laut dem Robert-Koch-Institut kursiert die in Indien entdeckte und als deutlich ansteckender geltende Delta-Variante noch auf einem niedrigen Niveau von rund sechs Prozent. Sie werde aber, so die RKI-Prognose, spätestens im Herbst die Oberhand gewinnen. Ob es zu einer vierten Welle kommt, hänge stark davon ab, wie viele Menschen bis dahin noch vollständig geimpft werden können, so die Einschätzung von Kreis-Sprecherin Svenja Küchmeister. Der Impfstoff sei im Moment jedoch knapp – auch im Kreis Recklinghausen.

Der Inzidenzwert gibt die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen wieder. Weil er im Kreis deutlich unter dem Schwellenwert von 35 liegt, gelten seit Freitag, 11. Juni, nur noch die Regelungen der Stufe eins in der Corona-Schutzverordnung (siehe unten).

Im Regierungsbezirk hat Borken den höchsten Wert

Im Regierungsbezirk Münster liegen weiterhin alle Kreise und kreisfreien Städte unter dem Inzidenzwert 10. Die Tendenz ist insgesamt eher leicht sinkend. An der Spitze rangiert nun wieder Borken, Münster hat die wenigsten Fälle. Hier die Übersicht über die Inzidenzwerte aller Städte und Kreise im Regierungsbezirk (Stand 24. Juni, 0 Uhr; Vortageswert in Klammern):

– Kreis Borken 7,8 (7,3)

– Stadt Gelsenkirchen 7,3 (7,7)

– Kreis Coesfeld 6,8 (6,8)

– Kreis Recklinghausen 6,0 (6,0)

– Kreis Warendorf 5,4 (5,8)

– Stadt Bottrop 4,3 (4,3)

– Kreis Steinfurt 2,9 (4,0)

– Stadt Münster 1,9 (2,2)

Marl hat die niedrigste Inzidenz im Kreis Recklinghausen

Der vom Kreis Recklinghausen selbst erhobene Inzidenzwert ist am Donnerstag allerdings gestiegen – nämlich von 6,2 (Mittwoch) auf 6,7. Es wurden fünf Neuinfektionen gemeldet – am Vortag waren es zwölf. Die höchste Inzidenz unter den Städten im Vest weist jetzt Recklinghausen auf, wo der Wert – genau wie in Oer-Erkenschwick – über 10 liegt. Und so ist die Situation in den Städten des Kreises genau (Stand 24. Juni, 6 Uhr, Vortageswert in Klammern):

– Recklinghausen 13,5 (12,6)

– Oer-Erkenschwick 12,7 (12,7)

– Gladbeck 7,9 (6,6)

– Herten 6,5 (3,2)

– Dorsten 5,4 (5,4)

– Haltern 5,3 (5,3)

– Waltrop 3,4 (3,4)

– Datteln 2,9 (2,9)

– Castrop-Rauxel 2,7 (4,1)

– Marl 2,4 (2,4)

Insgesamt gelten am Donnerstag 122 Menschen im Kreis Recklinghausen als infiziert, am Vortag waren es noch 146.

Am Donnerstag wurden drei neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus im Kreis Recklinghausen gemeldet – aus Dorsten, Gladbeck und Marl. Damit stieg die Zahl der Corona-Toten auf insgesamt 962.

Neun Covid-19-Patienten sind – Stand 24. Juni – in den Kliniken im Kreisgebiet in stationärer Behandlung, drei von ihnen liegen auf der Intensivstation.

Geimpft wurden bisher – Stand 22. Juni – im Kreis 317.784 Personen. Davon haben 108.479 nur die Erstimpfung und 209.305 auch schon die Zweitimpfung erhalten. Seit dem 27.12.2020 wurden in den zehn Städten insgesamt 511.129 Impfdosen verabreicht. Die Zahlen auf Kreisebene sind aber nicht mehr vollständig, da die Impfungen der Betriebs- und Privatärzte fehlen. Diese geben ihre Zahlen direkt ans RKI und nicht an die Kassenärztliche Vereinigung und damit nicht an den Kreis weiter. Vollständig geimpft sind in ganz NRW 34,6 Prozent. Dazu kommen 19,2 Prozent, die nur die Erstimpfung erhalten haben.

Die detaillierten Corona-Zahlen aus den Städten vom 24. Juni:

(Fälle insgesamt, Genesene, Verstorbene, aktuell bestätigte Fälle):

Castrop-Rauxel: 3872 // 3776 // 87 // 9

Datteln: 1826 // 1735 // 83 // 8

Dorsten: 2902 // 2816 // 73 // 13

Gladbeck: 4868 // 4705 // 147 // 16

Haltern am See: 1002 // 986 // 13 // 3

Herten: 3553 // 3418 // 115 // 20

Marl: 4410 // 4277 // 120 // 13

Oer-Erkenschwick: 1761 // 1686 // 67 // 8

Recklinghausen: 6188 // 5934 // 222 // 32

Waltrop: 1314 // 1279 // 35 // 0

Gesamt: 31.696 // 30.612 // 962 // 122

Es gelten weitere Lockerungen seit dem 11. Juni

Für den Kreis Recklinghausen gilt seit Freitag, 11. Juni, die Inzidenz-Stufe eins der Coronaschutzverordnung des Landes NRW. Wir haben einige Beispiele für die damit verbundenen Lockerungen aufgelistet:

Private Veranstaltungen:

Private Veranstaltungen sind außen mit bis zu 250 Gästen erlaubt, innen sind private Feiern wie Hochzeiten oder Geburtstage mit bis zu 100 Gästen möglich – Negativtests vorausgesetzt. Tanzpartys sind außen mit bis zu 100 Gästen und innen mit bis zu 50 Gästen ohne Abstand möglich, sofern negative Tests vorliegen.

Gastronomie:

Gut für Kneipen, Gaststätten und Restaurants – ab sofort darf die Innengastronomie im Vest auf vorherige Tests verzichten.

Kultur:

Endlich wieder aktiv werden darf die Veranstaltungsbranche: Theater, Oper und Kinos sind mit bis zu 1.000 Personen erlaubt, sofern ein Sitzplan, ein Negativtest sowie eine Sitzordnung nach Schachbrettmuster vorhanden sind.

Sport:

Aufatmen auch bei Sportvereinen und Fitnessbranche: Außen und innen ist Kontaktsport mit bis zu 100 Personen möglich (mit Negativtest). In Stadien und Arenen sind über 1.000 Zuschauer erlaubt (max. 33 Prozent der Kapazität), in Hallen bis zu 1.000 Zuschauer (max. 33 Prozent der Kapazität), sofern ein Sitzplan sowie eine Sitzordnung nach Schachtbrettmuster vorhanden sind. Da auch die Landesinzidenz unter 35 liegt, ist der Innensport ohne Test erlaubt.

Freizeit:

Passend zu den sommerlichen Temperaturen dürfen die Freibäder im Kreis RE ohne vorherigen Test öffnen – inklusive der beliebten Strandbäder in Haltern.

Clubs und Diskotheken mit Außenbereichen dürfen für bis zu 100 Personen öffnen, sofern negative Tests vorliegen. Der Innenbereich muss noch bis zum 1. September warten, wenn dann die Landesinzidenz weiter unter 35 liegt. Ein Negativtest ist auch für Bordelle u. ä. vorgeschrieben.

Busreisen:

Busreisen ohne Kapazitätsbegrenzung sind ab sofort möglich, wenn alle Teilnehmer aus Regionen mit einer Inzidenz von unter 35 kommen.

Maskenpflicht wurde teilweise aufgehoben

Darüber hinaus müssen Bürger seit Samstag, 12. Juni, auch keine Maske mehr in Fußgängerzonen und an belebten Plätzen im Kreis Recklinghausen tragen – die Maskenpflicht wurde aufgehoben. Darauf haben sich der Kreis Recklinghausen und seine zehn Städte mit Blick auf die sinkende Sieben-Tage-Inzidenz geeinigt. Auch die Maskenpflicht auf Schulhöfen wurde aufgehoben.

Allerdings gilt die Maskenpflicht weiterhin an allen durch die Coronaschutzverordnung des Landes definierten Orten, zum Beispiel beim Frisör oder in geschlossenen Räumlichkeiten wie Museen, Bibliotheken oder Kinos.

Seit Montag keine Maskenpflicht an Haltestellen mehr

An Busbahnhöfen und Haltestellen im Freien gibt es seit Montag (21. Juni) keine Maskenpflicht mehr. Darauf weist die Vestische in Herten hin. An unterirdischen Haltestellen und in Bahnhofsgebäuden bleibe die Maskenpflicht allerdings bestehen. Gleiches gelte für Warteschlangen.

In den Bussen selbst gilt nach Angaben des Nahverkehrsunternehmens nach wie vor folgende Regelung: Das Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske/OP-Maske ist ausreichend. Es besteht keine Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske. Für Kinder zwischen sechs und 13 Jahren ist eine Alltagsmaske erlaubt, soweit diese Personen aufgrund der Passform keine medizinische Maske tragen können. Diese Regelung gelte auch für die Kunden-Center der Vestischen.

  • Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts am Donnerstag auf 6,6 gesunken (Vortag: 7,2). Vor einer Woche lag die Inzidenz noch bei 11,6. Innerhalb eines Tages wurden 1008 Neuinfektionen gemeldet, am Vortag waren es 1016 Neuinfektionen. Zudem wurden 93 weitere Todesfälle registriert. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 90.616 angegeben. Seinen bislang höchsten Stand hatte die Inzidenz mit 197,6 am 22. Dezember erreicht.

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