Kreis Recklinghausen Inzidenzwert sinkt deutlich - keine weiteren Todesfälle

Redakteur Regionales
Eine Arzthelferin zieht in einer Praxis einer Hausärztin eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff Janssen von Johnson & Johnson gegen das Corona-Virus auf.
Täglich zeigen wir an dieser Stelle die aktuelle Corona-Entwicklung im Kreis Recklinghausen und seinen Städten auf. © picture alliance/dpa
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Update 26. November, 8.30 Uhr

Bei den Corona-Infektionen ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Recklinghausen relativ deutlich gesunken. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Samstag, 26. November, für den Kreis einen Inzidenzwert von 226,5 veröffentlicht. Am Freitag betrug er noch 248,2. Am vergangenen Samstag lag die Inzidenz im Kreis RE bei 257,8. Der Wochenvergleich fällt damit eindeutig positiv aus.

Landes- und bundesweit hat sich der Inzidenzwert im Vergleich zum Freitag kaum bewegt. In NRW beträgt die Inzidenz, die die Zahl der Neuinfektionen in den zurückliegenden sieben Tagen je 100.000 Einwohner wiedergibt, am Samstag 242,2 (Vortag: 243,6) – und im Bund 189,5 (Vortag: 190,8).

Allerdings sind die Inzidenzwerte grundsätzlich mit Vorsicht zu betrachten: Fachleute gehen davon aus, dass eine hohe Zahl an Fällen nicht in den RKI-Daten erfasst ist. Ein Grund dafür: ein überlastetes Melde- und Testsystem. Eine Rolle könnte auch spielen, dass einige Menschen ihren positiven Selbst- oder Schnelltest nicht mit einem PCR-Test abklären lassen. Sie tauchen dann nicht in der Statistik auf. Auch Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme können das Bild verzerren. Oder eben die Tatsache, dass viele Bundesländer am Wochenende oder Feiertag Zahlen gar nicht oder nicht vollständig ans Robert Koch-Institut (RKI) melden.

Bei der Bewertung der Corona-Lage werden auch die Zahl der Corona-Patienten im Krankenhaus und die Auslastung der Intensivbetten berücksichtigt. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz wird jedoch nur landesweit ausgewiesen (siehe unten).

Regierungsbezirk Münster: Kreis Steinfurt steht am besten da

Im Regierungsbezirk Münster ist das Bild am Samstag, 26. November, uneinheitlich. Teilweise sind die Inzidenzwerte gestiegen, teilweise gesunken. Insgesamt gibt es keine großen Veränderungen. Die höchste Inzidenz hat weiter der Kreis Warendorf, den niedrigsten Wert weist der Kreis Steinfurt auf. Nachfolgend die Übersicht über den Regierungsbezirk Münster im Detail (Quelle: RKI, Stand: 26. November, 3.08 Uhr, die Werte vom Vortag in Klammern):

Kreis Warendorf: 260,6 (263,9)

Kreis RE: 226,5 (248,2)

Bottrop: 209,7 (215,7)

Münster: 206,8 (205,5)

Kreis Coesfeld: 205,6 (207,4)

Gelsenkirchen: 203,0 (201,4)

Kreis Borken: 200,8 (199,7)

Kreis Steinfurt: 192,6 (189,9)

NRW-weit hat Leverkusen (410,1) die negative Spitzenposition inne, am unteren Ende steht der Kreis Olpe (146,5). Und so sieht die Situation in den Nachbarregionen des Vests im Ruhrgebiet aus: Dortmund kommt auf eine Inzidenz von 221,0, Herne auf 289,2, Essen auf 201,7, Bochum auf 245,4, der Kreis Unna auf 261,3 und der Kreis Wesel auf 229,1.

Kreis RE: 227 Neuinfektionen

Der Kreis Recklinghausen hat gemeinsam mit seinen zehn Städten beschlossen, die detaillierte Veröffentlichung der Zahlen auf einen Tag in der Woche zu beschränken. Es werden immer freitags die Daten für die kreisangehörigen Städte zur Verfügung gestellt (siehe unten), nicht mehr täglich. Der Kreis meldet seine Daten nach eigenen Angaben jedoch täglich an die übergeordneten Behörden – allerdings mit Ausnahme von Wochenenden und Feiertagen. Der Statistik des RKI für Samstag, 26. November, ist zu entnehmen, dass im Kreis Recklinghausen seit Pandemie-Beginn 230.993 Corona-Fälle registriert wurden. Es sind zuletzt also 227 Neuinfektionen hinzugekommen. Weitere Todesfälle in Verbindung mit Corona gibt es nicht. Damit sind kreisweit 1586 Menschen im Zusammenhang mit der Pandemie gestorben.

Die jüngsten lokalen Daten aus dem Kreis:

Hier die Zahlen vom Kreis Recklinghausen für die zehn kreisangehörigen Städte – vom Freitag, 25. November. Der einheitliche positive Trend ist gebrochen. In mehreren Städten ist die Inzidenz im Wochenvergleich gestiegen – so in Dorsten, Herten, Recklinghausen, Haltern, Datteln und Oer-Erkenschwick. Die höchste Inzidenz weist jetzt Dorsten auf, die niedrigste Waltrop. Und so sieht die Situation in den zehn kreisangehörigen Städten konkret aus (Stand: 25. November, 6.30 Uhr; der Wert vom 18. November in Klammern):

Dorsten: 291,1 (272,3)

Herten: 289,1 (252,0)

Marl: 274,8 (311,8)

Recklinghausen: 256,5 (211,4)

Castrop-Rauxel: 244,9 (306,5)

Gladbeck: 220,3 (270,8)

Haltern: 219,5 (216,9)

Datteln: 215,0 (169,2)

Oer-Erkenschwick: 197,5 (124,2)

Waltrop: 152,9 (139,3)

Gesamt: 248,0 (245,3)

In der folgenden Übersicht ist die Zahl der bisherigen Corona-Fälle insgesamt in den jeweiligen Städten sowie die Zahl der Verstorbenen aufgelistet (Stand: Freitag, 25. November):

Castrop-Rauxel: 27.257; 153;

Datteln: 11.352; 115;

Dorsten: 29.294; 137;

Gladbeck: 28.919; 222;

Haltern am See: 13.295; 38;

Herten: 24.826; 190;

Marl: 32.094; 199;

Oer-Erkenschwick: 11.005; 119;

Recklinghausen: 43.837; 351;

Waltrop: 8887; 62;

Gesamt: 230.766; 1586;

Acht Corona-Patienten liegen auf der Intensivstation

Laut Divi-Intensivregister (Stand: 26. November, 8.18 Uhr) befinden sich im Kreis Recklinghausen acht Corona-Patienten auf der Intensivstation (Vortag: 9), davon müssen drei künstlich beatmet werden (Vortag: 3). Zurzeit sind 31 von 182 Intensivbetten frei. Das sind 17,03 Prozent (Vortag: 18,68). Der Anteil der Covid-19-Patienten an der Gesamtzahl der Intensivbetten liegt im Kreis bei 4,4 Prozent (Vortag: 4,95).

Die Impfquote in NRW bleibt unverändert

Der Kreis Recklinghausen veröffentlicht keine kreisweiten Impfzahlen mehr, sondern verweist in seinem Dashboard nur noch auf die Impfquoten des Landes. Vollständig geimpft sind in ganz NRW demnach 79,5 Prozent, unvollständig weitere 2,3 Prozent der Menschen (Stand: 23. November 2022). Die Impfquote hat sich damit innerhalb der letzten Wochen nicht verändert.

Die aktuellen Öffnungszeiten der Impfstellen

Seit dem 24. September verabreicht der Kreis Recklinghausen den auf die Omikron-Varianten BA.1 und BA.4/5 angepassten Corona-Impfstoff von Biontech in seinen kommunalen Impfstellen.

Die aktuellen Öffnungszeiten der letzten kommunalen Impfstelle des Kreises: In Recklinghausen an der Kölner Straße 20 wird jeden Samstag von 14 bis 18 Uhr immunisiert. Die Impfstelle ist für den gesamten Kreis Recklinghausen zuständig.

Darüber hinaus besteht auch weiterhin für alle die Möglichkeit, sich bei niedergelassenen Ärzten und in einigen Apotheken gegen das Corona-Virus impfen zu lassen. In Arztpraxen wird auch teilweise bereits der neue angepasste Corona-Impfstoff verimpft. Mehr Informationen zu den Impfungen gibt es auf www.kreis-re.de/coronaimpfung.

Weitere Impfmöglichkeiten:

– Marl, Paracelsus-Klinik (Kapelle), Öffnungszeiten: mittwochs und donnerstags, jeweils 16 bis 20 Uhr, Erst- und Zweitimpfungen sowie Boosterimpfungen, Anmeldung erforderlich: www.klinikum-vest.deoder Tel. 02361 5684917 (werktags von 8 bis 12 Uhr)

– Recklinghausen, Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen (Pflegeschule), Dorstener Straße 151, Öffnungszeiten: montags, dienstags, freitags und samstags jeweils 16 bis 20 Uhr, Erst- und Zweitimpfungen sowie Boosterimpfungen, Anmeldung erforderlich: www.klinikum-vest.deoder Tel. 02361 5684917 (werktags von 8 bis 12 Uhr)

Der Kreis Recklinghausen hat einen Handlungsleitfaden entwickelt. Der ist zu finden unter: www.kreis-re.de/positiv.

24.687 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Samstagmorgen mit 189,5 angegeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 190,8 gelegen (Vorwoche: 192,0; Vormonat: 528,0). Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 24.687 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 25.328) und 107 Todesfälle (Vorwoche: 203) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 36.373.164 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Bundesweit sind insgesamt 157.495 Menschen im Zusammenhang mit Corona gestorben.

Bayern hat den besten Inzidenzwert

In Nordrhein-Westfalen liegt der Inzidenzwert am Samstag bei 242,2 (Vortag: 243,6). Den höchsten Wert unter den Bundesländern hat Niedersachsen (305,2), den niedrigsten Bayern (109,1).

Die für die Lagebewertung wichtige Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz liegt in Nordrhein-Westfalen laut Landeszentrum Gesundheit (LZG) am Freitag, 25. November, bei 7,20 (Vortag: 6,96). Aktuellere Daten liegen nicht vor.