Schulweg: Polizei will nicht nur ermahnen, sondern Verstöße auch ahnden

Auch das sichere Überqueren von Straßen sollte mit den Kindern geübt werden, rät die Polizei. © picture-alliance/ dpa
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Am Mittwoch, 10. August, ist der erste Schultag nach den Sommerferien. Für viele Erstklässler im Kreis Recklinghausen beginnt in der Woche ein neuer Lebensabschnitt. Verkehrsteilnehmer müssen dann im Bereich von Schulen und auf den Schulwegen mit verstärkten Kontrollen der Polizei rechnen, wie das Polizeipräsidium in Recklinghausen mitteilt.

Die gezielte Schulwegsicherung zu Beginn des neuen Schuljahres beinhaltet jedoch nicht nur Geschwindigkeitsmessungen. Die Polizei werde ebenso auf die Kindersicherung im Auto (Gurt, Kindersitz), die Verkehrssicherheit von Fahrrädern (Beleuchtung, technische Einrichtungen), das Tragen von Fahrradhelmen und auf viele weitere Dinge achten, so die Behörde. Verstöße sollen nicht nur angesprochen und erläutert, sondern auch geahndet werden.

Polizei rät: Schulweg im Vorfeld planen

Ein großes Augenmerk gilt zum Beispiel dem „richtigen“ Aussteigen aus den Autos. Dabei gehe es nicht nur darum, dass die Kinder das Fahrzeug auf der sicheren Seite, der Gehwegseite verlassen, sondern auch um das anschließende Queren der Fahrbahn.

Die Polizei rät den Eltern, den „sicheren“ Schulweg im Vorfeld zu planen und den Weg dann zusammen mit den Kindern abzugehen. „Bringen Sie Ihren Jüngsten die richtigen Verhaltensweisen im Straßenverkehr bei und erläutern Sie Ihnen die Gefahren, die dort auf sie lauern können. So erhalten die Schulanfänger die beste Chance, ein Bewusstsein dafür zu entwickeln“, appelliert Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen an die Erziehungsberechtigten.

Auf die richtige Kleidung kommt es an

Auch an die „richtige“ Kleidung sollten die Eltern denken. Helle und gut sichtbare Bekleidung sowie lichtreflektierende Applikationen verhelfen zu mehr Sichtbarkeit. Das sei vor allem in der dunklen Jahreszeit wichtig.

Im vergangenen Jahr verzeichnete das Polizeipräsidium Recklinghausen in seinem Zuständigkeitsbereich (Kreis RE und Bottrop) zwölf Schulwegunfälle. In den Jahren vor Corona waren es immer jeweils deutlich über 50, wie dem Verkehrsunfallbericht zu entnehmen ist.