Autobahn und Co.

Ferienbeginn: Die besten Tipps, um die Staus rund um den Kreis RE zu umfahren

Urlaubszeit gleich Stauzeit. In dieser Woche beginnen die Sommerferien in NRW - damit ist auch jede Menge Geduld für Reisende gefragt, wenn sie das Vest mit dem Auto oder Wohnmobil verlassen.
Ist die Autobahn gesperrt und hat sich dadurch ein Stau gebildet, hilft oftmals nur Geduld - wie bei diesen beiden Frauen auf der A2. © picture alliance / Julian Stratenschulte/dpa

Zur Erinnerung: Laut ADAC gab es 2021 in den NRW-Sommerferien 30.357 Staumeldungen mit einer Gesamt-Länge von 35.494 Kilometern und einer Dauer von 16.472 Stunden. Ähnliches ist auch ab kommenden Freitag zu erwarten.

A43 auch für Wohnmobile über 3,5 Tonnen gesperrt

Neben dem Verkehr warten zahlreiche Dauer-Baustellen – angefangen von der A43 mit dem sechsspurigen Ausbau zwischen Recklinghausen und Herne und der Sperrung der Emschertalbrücke zwischen Kreuz Recklinghausen und Kreuz Herne für Kfz ab 3,5 Tonnen (damit auch für viele Wohnmobile). Doch nicht nur an den Baustellen in unmittelbarer Nähe sind Staus programmiert, wenn sich die Urlaubslawine am kommenden Freitag (24. Juni) und Samstag (25. Juni) in Bewegung setzt. Hinzu kommen die Tagesausflügler.

Die höchste Staugefahr auf den Autobahnen sieht der ADAC in NRW während der Sommerferien immer freitags von 14 bis 20 Uhr und samstags von 10 bis 16 Uhr, vor allem auf den Strecken in Richtung Nord- und Ostseeküste (die A1 wird bekanntlich nördlich von Osnabrück auf rund 30 Kilometern sechsspurig ausgebaut), die Niederlande (Baustelle zwischen Bottrop und Osnabrück) und auf dem Weg in den Süden.

Antizyklisches Fahren als Alternative

Mit einem Stauchaos rechnet der ADAC in NRW zum Ferienstart aber nicht. „Angesichts wieder zunehmender Flugreisen verliert das Auto im Vergleich zu den letzten beiden Corona-Jahren für die Anreise etwas an Bedeutung. Und nicht alle fahren gleich in den ersten Wochen weg. Der Reiseverkehr verteilt sich über die gesamten Sommerferien“, erklärt ADAC-Experte Suthold.

Wer den Staus entkommen möchte, sollte am besten zwischen Montag und Donnerstag fahren. Auch der Sonntag als Anreisetag kann sich lohnen. Geht es partout nur an einem Freitag oder Samstag, ist die Zeit noch entscheidend. Deutlich zügiger dürfte es ganz früh am Morgen oder frühen Abend sein – allerdings muss man diese Zeiten als Fahrer auch mögen.

Wer erst einmal aus NRW heraus ist, könnte Glück haben und entspannter reisen. Erst Anfang Juli folgen weitere Bundesländer. Und gerade nach 14 Tagen könnte es dann auch auf anderen Autobahnen voller werden. Zudem wird es keine Tagesbaustellen an den Wochenende geben. „Um den Verkehrsteilnehmern eine möglichst staufreie und entspannte Fahrt in den Urlaub zu ermöglichen, verzichten wir deshalb an den Ferienwochenenden auf die Einrichtung von Tagesbaustellen, die nicht zwingend nötig sind“, sagt Niederlassungsdirektorin Elfriede Sauerwein-Braksiek.

Großräumiges Umfahren kann Sinn machen

Auf der A45 ist die Talbrücke Rahmede bei Lüdenscheid für den Verkehr nach wie vor aufgrund von Schäden voll gesperrt. Hier sollten Urlaubsreisende großräumig über Köln oder über Kassel ausweichen, denn die regionalen Umleitungsstrecken sind dauerhaft überlastet. Auch andere Strecken lassen sich im Kreis recht gut umfahren – vielleicht macht es in dem einen oder anderen Fall sogar Sinn, einige Ausfahrten später auf die Autobahn zu fahren und einige Kilometer Umweg in Kauf zu nehmen.

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