Notfall

Woran erkennt man einen Hitzschlag?

Extreme Hitze wie heute hat mit Sommerspaß nicht mehr viel zu tun. Denn: Die hohen Temperaturen können für den Körper richtig gefährlich werden. So erkennen Sie einen Hitzschlag.
Bei Temperaturen weit über 30 Grad kann man schnell einen Hitzschlag erleiden. Wie Sie vorbeugen können und was im Fall der Fälle zu tun ist. © Adobe Stock

Klettern die Temperaturen weiter und weiter über die 30-Grad-Marke, zählt eines: gut auf sich selbst und andere aufpassen, damit es nicht zu einem Hitzschlag kommt.

Flüsskeitsverlust besonders kritisch

„Bei hohen Temperaturen schwitzen wir stärker, weil der Schweiß den Körper von außen kühlt“, erklärt Prof. Jörg Schlaak, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin im Ameos Klinikum St. Clemens im Oberhausen.

„Das führt aber auch zu einem zusätzlichen Flüssigkeitsverlust von bis zu zwei Litern an sehr heißen Tagen.“ Durch das viele Schwitzen gerät zudem der Salzhaushalt im Körper durcheinander.

Die Körpertemperatur steigt schnell an

Wer dann nicht ausreichend trinkt und sich zu lange in der prallen Sonne aufhält, kann einen Hitzschlag bekommen. Dabei kommt es nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zu einem Wärmestau im Körper.

Erkennen lässt sich ein Hitzschlag an heißer und trockener Haut, aber auch an einem beschleunigten Pulsschlag, Krämpfen und Erbrechen. Möglich ist auch, dass die betroffene Person das Bewusstsein verliert.

Wann sollte man bei einem Hitzschlag den Notarzt rufen?

Ein Hitzschlag ist ein Notfall – daher sollte man keine Scheu haben, den Notruf 112 zu wählen. Und zwar auch dann, wenn die Person nach kurzer Zeit wieder zu Bewusstsein kommt. „Bei einem Hitzschlag muss unbedingt eine medizinische Versorgung erfolgen“, so Internist Schlaak.

Wie kann man einer Person mit Hitzschlag helfen?

Bis der Rettungsdienst eintrifft, gilt: Die betroffene Person in den Schatten bringen und sie vor Sonnenstrahlen schützen. Der Oberkörper sollte erhöht gelagert werden.

Das Deutsche Rote Kreuz rät zudem, den Körper des Betroffenen zu kühlen – etwa mit nassen Tüchern. Vorsicht: Eis darf nicht auf die Haut. Ist die Person bei Bewusstsein, kann man ihr auch etwas zu trinken anbieten – Wasser, Saftschorlen oder Früchtetees.

dpa

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