Kondition und Maschinenkenntnis

Zurück aufs Motorrad: Was Wiedereinsteiger beachten sollten

Wer schon längere Zeit nicht mehr auf sein Motorrad gestiegen ist, sollte lieber erst einmal langsam anfangen. So gelingt der Wiedereinstieg ins Motorradfahren.
Wer länger nicht mehr aufs Motorrad gestiegen ist, sollte sich vor der ersten Tour gründlich vorbereiten. © Adobe Stock

Schöne Sommertage locken viele Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer zu ihrem Hobby. Auch so manche, die seit längerem nicht mehr gefahren sind, juckt es vielleicht wieder.

Doch ein Wiederaufstieg aufs Bike bringt oft Gefahren mit sich. Deswegen geht man das lieber wohlüberlegt an, rät Jürgen Lebherz von Tüv Süd. „Denn Reaktionszeit, Wahrnehmungsvermögen oder Kondition haben sich im Lauf der Jahre verändert“, so der Fachmann.

Deshalb sollte nicht nur das Beherrschen der Maschine bei schneller Geschwindigkeit, sondern auch die Geschicklichkeit beim langsamen Dahinrollen auf engem Raum – etwa im Stadtverkehr – geübt werden.

Bekannte Strecken zum Trainieren

Mit zunehmenden Alter sinkt nicht nur die körperliche Fitness. Der Wiederaufstieg sollte deshalb auch mental trainiert werden. Zum Beispiel durch das Üben auf bereits bekannten Straßen. So können sich Biker langsam mit Verkehr, Motorrad und Technik vertraut machen.

Denn auch Motoren und Bremsen haben sich mit der Zeit weiterentwickelt und verändert. Wer seit längerem nicht mehr gefahren ist, absolviert bestenfalls Übungsstunden mit einem Fahrlehrer. Das rät der Tüv-Experte nicht nur Wiedereinsteigern, sondern allen Motorradfahrern. Das hilft, sich rasch an neue Techniken – etwa an das Bremsen mit ABS – zu gewöhnen.

Passt meine alte Maschine noch zu mir?

Zudem solle man bei der Wahl des passenden Motorrades auch sein Alter in Betracht ziehen: „Falls noch ein Bike in der Garage parkt, sollte man selbstkritisch überlegen, ob die Maschine noch die richtige Wahl ist“, so Lebherz.

Ist das nicht der Fall, könne man sich im Fachhandel nicht nur über den Stand der Technik informieren, sondern auch den passenden Motorradtyp für den Wiedereinstieg finden. Oftmals setzen Wiedereinsteiger auf sogenannte Allrounder: Sie kombinieren die Eigenschaften eines Tourenrades mit denen einer Sportmaschine.

Schutzkleidung muss passen und in gutem Zustand sein

Auch die Schutzkleidung sei im Laufe der Entwicklung immer besser geworden. Fachmann Lebherz warnt deshalb vor falschem Sparsinn. Schuhe, Kombi oder Helm – alle Materialien altern.

Ein Helmtausch nach etwa fünf Jahren sei immer eine gute Investition in die eigene Sicherheit. Zudem bieten neue Errungenschaften wie etwa Airbag oder Nackenprotektor einen weitaus besseren Schutz als nur die alte Lederkombi allein.

dpa

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